🎓 Für Betriebe, die ausbilden
Es fehlen nicht die Jugendlichen.
Sie fehlen nur bei Dir.
54.400 offene Ausbildungsstellen – und gleichzeitig 84.400 Jugendliche, die keinen Platz gefunden haben. Der Ausbildungsmarkt ist nicht leer, er findet sich nicht. Warum eine weitere Stellenanzeige daran nichts ändert und was ein Sportverein dabei tatsächlich leistet.
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Wie findet ein Betrieb heute noch Auszubildende?
Indem er früher anfängt und näher rangeht – nicht, indem er lauter wird. Der Engpass ist kein Mangel an Jugendlichen: 73 Prozent der Betriebe mit Besetzungsschwierigkeiten geben an, keine geeignete Bewerbung bekommen zu haben, nicht: gar keine. Mehr Reichweite erzeugt mehr unpassende Bewerbungen, nicht mehr passende.
Sechs Wege, sortiert nach Wirkung pro eingesetztem Euro. Die ersten beiden kosten nichts.
- 1 Praktikumsplätze anbieten statt nur Ausbildungsplätze 66 Prozent der Eltern helfen ihren Kindern aktiv bei der Praktikumssuche. Das Praktikum ist der eigentliche Einstieg – und die beste Eignungsprüfung, die es gibt, für beide Seiten. 0 €
- 2 Die eigenen Azubis erzählen lassen Wer schon da ist, kennt die Jahrgänge unter sich. Ein Prämienmodell für vermittelte Bewerbungen kostet einen Bruchteil einer Anzeige und liefert vorsortierte Kandidaten. 0–500 €
- 3 Im Verein präsent sein, wo die Jahrgänge 14 bis 17 sind Der Sportplatz ist einer der wenigen Orte, an denen Betrieb, Jugendlicher und Eltern gleichzeitig anwesend sind. Und die Jugendlichen dort haben bereits bewiesen, was den Betrieben bei Bewerbern am meisten fehlt. 200–1.000 €/Saison
- 4 Schulkooperation und Betriebsbesichtigung Wirkt ähnlich, braucht aber mehr Vorlauf und einen Ansprechpartner in der Schule. Gut kombinierbar mit Punkt 3, weil dieselben Jugendlichen gemeint sind. Zeit
- 5 Ausbildungsportale und Stellenanzeigen Notwendig, aber nicht hinreichend – und genau der Kanal, an dem das Passungsproblem hängt. Eine Anzeige zeigt Dich denen, die ohnehin suchen. Die, die zu Dir passen, wissen dort oft noch gar nicht, dass es Dich gibt. 200–800 €
- 6 Social-Recruiting-Kampagne über eine Agentur Kann funktionieren, kostet aber pro Einstellung ein Vielfaches der übrigen Wege. Sinnvoll, wenn alles andere ausgereizt ist und der Platz sonst leer bleibt. 475–6.000 €/Einstellung
Für Punkt 3 brauchst Du einen Verein in Deiner Nähe mit aktiver Jugendabteilung in genau diesen Jahrgängen. Genau danach lässt sich auf findasponsor filtern – nach Ort, Umkreis, Sportart und Altersklasse, mit Preisvorstellung und angebotener Gegenleistung im Profil. Für Unternehmen kostenlos: Suche, Profil und Anschreiben, ohne Abo und ohne Zahlungsmethode.
Die Lage
Zwei Zahlen, die sich
gegenseitig widersprechen.
Der Berufsbildungsbericht 2026 hält zum Stichtag 30. September 2025 zwei Werte fest, die eigentlich nicht nebeneinander stehen dürften. Es blieben 54.400 Ausbildungsstellen unbesetzt. Und gleichzeitig suchten 84.400 junge Menschen weiter einen Platz, 39.900 davon galten offiziell als unversorgt – der höchste Wert seit Beginn der Erhebung.
Das BIBB nennt das Passungsprobleme. Übersetzt heißt es: Der Markt ist nicht leer. Er findet sich nicht.
Die Betriebsbefragung macht es noch deutlicher. Der reine Bewerbermangel – also gar keine Bewerbung auf einen Platz – ist gegenüber den Vorjahren sogar zurückgegangen, von 37 auf rund 30 Prozent. Was zugenommen hat, ist etwas anderes: 73 Prozent der Betriebe mit Besetzungsschwierigkeiten fanden niemanden Geeigneten. 56 Prozent nennen Defizite im Arbeits- und Sozialverhalten, 46 Prozent in der grundlegenden Leistungsfähigkeit.
Für die Kanalwahl folgt daraus etwas Unbequemes: Eine zweite Stellenanzeige bringt nicht passendere Bewerbungen, sondern mehr von denselben. Wer sein Budget in Reichweite steckt, arbeitet an einem Problem, das er nicht hat.
Besonders hart trifft es bestimmte Berufe. In diesen blieben zuletzt 25 bis 40 Prozent der angebotenen Plätze offen:
Überdurchschnittlich viele offene Stellen gibt es außerdem im Baugewerbe, im Kfz-Handel und in der Reparatur, im Gastgewerbe, in der Landwirtschaft und im Einzelhandel – also in Branchen, die stark im Ort verankert sind. Genau dort greift der Weg, um den es hier geht.
Der eigentliche Punkt
Ein Verein liefert keine Reichweite.
Er liefert Vorauswahl.
Das ist der Unterschied, und er entscheidet über alles Weitere. Ein Ausbildungsportal zeigt Deine Anzeige mehr Menschen. Ein Verein zeigt sie nicht mehr Menschen – er zeigt sie anderen Menschen, und zwar solchen, die eine Eigenschaft nachgewiesen haben, die in keinem Zeugnis steht.
Was ein Jugendlicher im Verein bereits bewiesen hat
Zweimal die Woche pünktlich zum Training. Verbindlichkeit gegenüber Menschen, die sich auf ihn verlassen. Durchhalten, wenn es unangenehm wird, im Regen, nach einer Niederlage, über Jahre hinweg. Umgang mit Kritik von jemandem, der Anweisungen gibt.
Das ist exakt die Liste, die 56 Prozent der Betriebe bei Bewerbern vermissen. Wer im Verein sucht, filtert auf genau das, was dem Markt am meisten fehlt – und zwar bevor eine einzige Bewerbung geschrieben wurde. Kein Auswahlverfahren leistet das, weil sich Arbeits- und Sozialverhalten in einem Vorstellungsgespräch von 45 Minuten nicht zeigt.
Der zweite Punkt ist die Gruppe, die bei der Berufswahl tatsächlich entscheidet. Nach einer Erhebung der Bertelsmann Stiftung nennen 73 Prozent der Jugendlichen ihre Eltern als wichtigste Unterstützer bei der Berufswahl. Danach folgen Schule und Lehrkräfte mit 55 Prozent, das Internet mit 48 Prozent – und die Berufsberatung der Arbeitsagentur erst mit 36 Prozent auf dem vierten Platz.
Dazu kommt: 53 Prozent der Jugendlichen finden sich im Informationsangebot zur Berufswahl nach eigener Aussage nur schwer zurecht. Es fehlt ihnen nicht an Informationen, es fehlt an Orientierung – und die holen sie sich zu Hause.
Daraus ergibt sich die eigentliche Besonderheit des Sportplatzes: Er ist einer der ganz wenigen Orte, an denen der Betrieb, der Jugendliche und die Eltern gleichzeitig anwesend sind. Eine Stellenanzeige erreicht bestenfalls einen von den dreien. Ein Instagram-Post erreicht den Jugendlichen, aber nicht die Person, die er abends fragt.
Und es gibt eine dritte Person, die auf jedem Sportplatz steht und die niemand auf dem Zettel hat: den Jugendtrainer. Er kennt jeden Einzelnen über Jahre, weiß, wer verlässlich ist und wer nicht, und wird von den Eltern gefragt. Eine bessere Referenzquelle für einen Ausbildungsplatz gibt es im Ort nicht.
Die Größenordnung
Was die Kanäle kosten –
und was ein leerer Platz kostet.
Die Zahlen unten sind Marktspannen, keine Angebote. Sie sollen nur die Relation zeigen, in der sich ein Vereinssponsoring bewegt.
Die letzte Zeile ist bewusst keine Zahl. Ein nicht besetzter Platz kostet erst einmal nichts – man spart sogar die Nettokosten von rund 6.000 bis 8.000 Euro im Jahr, die ein Auszubildender nach Abzug seiner Arbeitsleistung im Schnitt verursacht.
Die Rechnung geht erst drei Jahre später auf. Der Platz, der 2026 leer bleibt, ist die Fachkraft, die 2029 fehlt – und die dann extern gesucht werden muss, zu einem Vielfachen der Kosten und mit deutlich kürzerer Verweildauer. Selbst ausgebildete Fachkräfte bleiben im Schnitt länger im Betrieb als extern eingestellte. Das ist der Grund, warum Ausbildung trotz der laufenden Kosten die günstigere Personalgewinnung ist.
Zum Nachrechnen aus dem eigenen Verzeichnis: Über 74 Angebote aus dem Bereich Sport liegt die Mitte der Preisvorstellungen bei 1.000 € pro Jahr; ein Viertel aller Anbieter ruft 500 € oder weniger auf. Die Zahlen stammen aus den öffentlich sichtbaren Profilen und sind über die Suche nachzählbar. Stand: 13.09.2026.
Was zu vereinbaren ist
Vier Gegenleistungen –
und die Bande ist keine davon.
Wer wegen Personal sponsert, braucht etwas anderes als wer wegen Kunden sponsert. Die Bande am Spielfeldrand sehen Erwachsene beim Heimspiel – sie erreicht die Zielgruppe schlicht nicht. Alle vier unten kosten den Verein nichts extra; er bietet sie nur selten von sich aus an.
Das Jugendtrikot statt der Bandenfläche
Dieselbe Summe, andere Fläche. Ein Jugendtrikot wird zweimal die Woche getragen, zu jedem Auswärtsspiel mitgenommen und zu Hause gewaschen – von genau der Person, die bei der Berufswahl gefragt wird.
Für den Verein ist das oft sogar attraktiver, weil Jugendtrikots schwerer zu finanzieren sind als die erste Mannschaft. Frag ausdrücklich nach der Altersklasse: C-, B- oder A-Jugend, nicht nach dem Verein als Ganzem.
Der Betriebsbesuch als Mannschaftstermin
Eine Betriebsführung für die Mannschaft, ein Schnuppertag in den Ferien, eine Werkstatt- oder Baustellenbesichtigung nach dem Training. Kein Vortrag, sondern anfassen dürfen.
Der Wert liegt darin, dass fünfzehn Jugendliche auf einmal kommen, die sonst nie von selbst gekommen wären – und dass sie zu Hause davon erzählen. Fast jeder Ausbildungsberuf sieht in echt anders aus als in der Vorstellung.
Ein fester Platz in den Vereinskanälen
Der Verein hat, was Dir fehlt: einen direkten Draht zu den Eltern. Elternabend, Vereinsheft, Aushang im Sportheim, die WhatsApp-Gruppe der Mannschaft, der Instagram-Kanal.
Vereinbart wird ein fester Platz für offene Praktikums- und Ausbildungsplätze – nicht als einmalige Erwähnung, sondern regelmäßig, zum Beispiel je einmal vor den Sommer- und den Herbstferien.
Das Gespräch mit dem Jugendtrainer
Die wirkungsvollste Gegenleistung kostet gar nichts und steht in keinem Sponsoringpaket. Sag dem Trainer, welche Plätze Du zu vergeben hast und was jemand mitbringen sollte. Er kennt jeden Einzelnen über Jahre.
Wichtig dabei: Es geht um einen Hinweis, nicht um eine Zusage. Ein Platz, der über Vereinsabsprache statt über Eignung vergeben wird, wird meist abgebrochen – und der Ärger landet in demselben Verein, in dem alle weiter nebeneinander stehen.
Ehrlicherweise
Drei Dinge, die dieser Weg
nicht kann.
Er ist langsam. Wer im Mai noch drei Plätze für September offen hat, dem hilft ein Vereinssponsoring in diesem Jahr nicht mehr. Der Kanal wirkt über zwei bis drei Jahre, weil er darauf beruht, bekannt zu sein, bevor die Berufswahl ansteht. Wer kurzfristig besetzen muss, schaltet die Anzeige – und fängt parallel mit dem Langfristigen an.
Er ersetzt keine Stellenanzeige. Er ersetzt die zweite und die dritte. Ausschreiben musst Du weiterhin, schon damit man Dich findet, wenn jemand gezielt sucht.
Und nicht jeder Verein passt. Entscheidend ist nicht, in welcher Liga die erste Mannschaft spielt, sondern ob es eine aktive Jugendabteilung in den Jahrgängen 14 bis 17 gibt. Ein Verein mit starker Ersten und schwacher Jugend ist für Kundenwerbung gut und für Personal wertlos. Das steht in den Profilangaben und ist die erste Frage im Erstkontakt.
Zur steuerlichen Seite: Sponsoringaufwendungen sind als Betriebsausgaben abziehbar, wenn ein betrieblicher Zweck verfolgt wird, die Gegenleistung dokumentiert ist und der Betrag angemessen bleibt. Personalgewinnung ist dabei ein betrieblicher Zweck wie Werbung auch.
Wichtig ist, dass die Gegenleistung im Vertrag konkret benannt wird – also die Trikotwerbung und der Platz für Ausbildungsangebote in den Vereinskanälen, nicht bloß „Unterstützung der Jugendarbeit“. Eine Vorlage steht unter Sponsoringvertrag Muster, die Einzelheiten unter Sponsoring steuerlich absetzen. Die Beurteilung im Einzelfall gehört zur Steuerberatung.
Konkret werden
Vereine mit Jugendabteilung
in Deiner Nähe.
Für die Azubi-Suche zählt ein enger Umkreis – jemand muss die Ausbildung drei Jahre lang erreichen können, meist ohne eigenes Auto. Das sind erfahrungsgemäß 15 bis 25 Kilometer, und damit eine überschaubare Zahl von Vereinen.
Die Frage ist nur, welche davon eine aktive Jugendabteilung haben und gerade einen Sponsor suchen. Über das Branchenbuch findet man das nur durch Anrufen heraus. Im Verzeichnis steht es im Profil: Standort und Umkreis, Sportart, Altersklasse, angebotene Gegenleistung und Preisvorstellung. Die vier Formen von oben sprichst Du gleich im Erstkontakt an – dann weißt Du nach einer Nachricht, ob es passt.
Für Unternehmen kostet das nichts. Suche, Unternehmensprofil und das Anschreiben sind frei, ohne Abo und ohne hinterlegte Zahlungsmethode. Was Ihr vereinbart, bleibt zu 100 Prozent bei Euch – wir nehmen keine Provision und sind auch nicht Vertragspartner.
Keine Zahlungsmethode nötig, kein Abo, 0 % Provision auf das, was Ihr vereinbart.
Häufige Fragen
Wirkung, Altersgruppe
und die Grenzen.
Fragen zu findasponsor
Woher die Zahlen stammen.
- Unbesetzte Stellen, suchende Bewerber, unversorgte Bewerber: Berufsbildungsbericht 2026 und BIBB-Datenreport, Stichtag 30. September 2025. 54.400 unbesetzte Ausbildungsstellen, 84.400 weiterhin suchende Bewerberinnen und Bewerber, davon 39.900 unversorgt – Höchststand seit Beginn der Erhebung.
- Rückgang des Ausbildungsangebots: ebenfalls Berufsbildungsbericht 2026. Angebot 530.300 Stellen, ein Minus von 4,6 Prozent; 476.000 neu abgeschlossene Verträge, ein Minus von 2,1 Prozent.
- Passungsprobleme und Bewerberqualität: BIBB-Betriebsbefragung, Bezugsjahr 2024. 73 Prozent der Betriebe mit Besetzungsschwierigkeiten fanden keine geeignete Bewerbung; 56 Prozent berichten von Defiziten im Arbeits- und Sozialverhalten, 46 Prozent in der grundlegenden Leistungsfähigkeit. Der reine Bewerbermangel ging von 37 auf rund 30 Prozent zurück.
- Berufe mit den höchsten Besetzungsquoten: Auswertung zum Berufsbildungsbericht 2026. In den genannten Berufen blieben zwischen 25 und 40 Prozent der angebotenen Plätze offen.
- Rolle der Eltern bei der Berufswahl: Umfrage im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, durchgeführt von icon-kids & youth unter 1.666 Jugendlichen. 73 Prozent nennen die Eltern als wichtigste Unterstützer, 55 Prozent Schule und Lehrkräfte, 48 Prozent das Internet, 36 Prozent die Berufsberatung der Arbeitsagentur. 53 Prozent finden sich im Informationsangebot schwer zurecht.
- Elternhilfe bei der Praktikumssuche: Elternbefragung zur Berufsorientierung; 86 Prozent sprechen mit ihren Kindern über Berufe, 66 Prozent helfen bei der Praktikumssuche.
- Kosten der Kanäle: öffentlich verfügbare Marktangaben, Stand 2026. Stellenanzeige im KMU-Bereich 200 bis 800 Euro, Ausbildungsportale ab rund 430 Euro, Werbekosten je Einstellung im Social Recruiting 475 bis 2.200 Euro, Cost-per-Hire über gesponserte Stellenanzeigen 1.800 bis 6.000 Euro. Spannen, keine Angebote.
- Nettokosten eines Auszubildenden: branchenübliche Kalkulationsgrößen auf Basis von BIBB-Daten – rund 21.000 Euro Aufwand je Jahr, dem eine Arbeitsleistung von rund 14.000 Euro gegenübersteht, also etwa 6.000 bis 8.000 Euro netto.
- Sponsoringpreise: öffentlich sichtbare Angebote mit hinterlegtem Preis im findasponsor-Verzeichnis – über die Suche nachzählbar.
Die Angaben dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung. Stand: 13.09.2026.
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Sponsoring nach Region
Vereine mit Jugendarbeit
in Deiner Region.
Für die Azubi-Suche zählt ein enger Umkreis – jemand muss die Ausbildung drei Jahre lang erreichen können. Die Regionsseiten zeigen je Bundesland, welche Vereine und Projekte dort einen Partner suchen.
Dazu gibt es 38 Städte mit eigener Seite – gesammelt unter Sponsoring nach Region. Ist Dein Ort nicht dabei, hilft die Umkreissuche im Verzeichnis: Dort lässt sich jeder Ort mit eigenem Radius eingeben.