💶 Preise und Größenordnungen
Was eSports-Sponsoring kostet.
Und warum die Einheit wichtiger ist als die Zahl.
Von 200 € für einen Overlay-Platz bis 40.000 € für das Hauptsponsoring einer Pro-Saison. Sortiert nach dem, was der Sponsor bekommt, statt nach Spiel – und mit der Angabe, auf welche Einheit sich jeder Betrag bezieht. Denn dieselbe Fläche wird im eSports mal pro Monat, mal pro Saison abgerechnet.
Zu den Paketpreisen Anleitung für TeamsAusgangslage
Dieselbe Fläche,
fünf verschiedene Einheiten.
Im Vereinssport hängt der Preis an einer Fläche, im Motorsport am Reglement, bei Veranstaltungen am Datum. Im eSports hängt er an der Abrechnungseinheit – und die wechselt von Position zu Position. Ein Trikot gilt für eine Saison, ein Overlay-Platz wird monatlich vereinbart, ein Turnier einmalig, eine In-Game-Promotion pauschal, ein Hardware-Deal als Sachwert.
Daraus folgt ein Vergleichsfehler, der immer wieder passiert: Ein Overlay-Platz für 800 € im Monat kostet über eine Saison mehr als ein Hauptsponsoring für 4.000 € im Jahr. Wer zwei Angebote nebeneinanderlegt, sollte sie deshalb zuerst auf dieselbe Einheit umrechnen.
Nach Position
Was welche Position
üblicherweise kostet.
Sortiert nach dem, was der Sponsor bekommt. Die Spalte rechts nennt die Einheit – sie entscheidet häufiger über die Gesamtsumme als der Betrag selbst.
| Position | Was der Sponsor bekommt | Betrag | Einheit |
|---|---|---|---|
| Stream-Overlay, Personal-Sponsoring | Logo im Overlay eines einzelnen Spielers oder Streamers, dazu Panels und Kanalbeschreibung. Die einzige Position, die üblicherweise monatlich abgerechnet wird. | 200–5.000 € | pro Monat |
| Trikot-Logo, Co-Sponsor | Brust, Rücken oder Ärmel des Teamtrikots, meist zusammen mit einem Platz im Overlay. Die günstigste Einstiegsposition für Teams. | 300–3.000 € | pro Saison |
| Turnier-Sponsoring | Naming oder Co-Sponsoring eines Online- oder LAN-Turniers, inklusive Nennung im Bracket und in den Streams. | 300–8.000 € | pro Turnier |
| Watch-Party und Community-Event | Sponsoring eines gemeinsamen Schauens oder eines lokalen Community-Abends. Grenzfall zum Event-Sponsoring, das eine eigene Kostenseite hat. | 300–3.500 € | pro Event |
| Fahrzeug-Branding im Sim Racing | Logo auf dem virtuellen Auto. Die einzige Position, die es in dieser Form nur bei Sim Racing und F1 eSports gibt. | 300–2.000 € | pro Saison |
| In-Game-Promotion | Bewerbung von Skins, Items oder Battle Pass über Stream und Kanäle. Wird fast immer als Pauschale vereinbart, nicht als Laufzeit. | 500–5.000 € | pauschal |
| Endurance- und Langstreckenrennen | 24-Stunden-Rennen im Sim Racing mit Markenbranding über den gesamten Lauf. | 1.000–6.000 € | pro Rennen |
| Reisekosten zu Offline-Turnieren | Der Posten, der bei Amateurteams am häufigsten fehlt und über die Teilnahme entscheidet. | 1.000–8.000 € | pro Jahr |
| Hardware- und Peripherie-Deal | Mäuse, Tastaturen, Headsets, Stühle, komplette Rechner, im Sim Racing Lenkrad, Pedale und Cockpit. Sachleistung statt Geld – die größte Positionsgruppe überhaupt. | Wert 500–25.000 € | einmalig |
| Hauptsponsor Amateur-Team | Komplettes Branding eines Teams in einer regionalen Liga oder Open-Qualifikation. Der Bereich, in dem die meisten Deals tatsächlich zustande kommen. | 500–4.000 € | pro Saison |
| Hauptsponsor Vereins-eSports | eSports-Abteilung eines Sportvereins. Bringt Struktur und Bestandssponsoren mit – siehe Sportler & Teams. | 5.000–30.000 € | pro Saison |
| Hauptsponsor Pro-Team | Tier-1-Team in Prime League, VCT Challengers, eSL Meisterschaft oder DPC. Trikot, Overlay, Bootcamp, volle Exklusivität. | 3.000–40.000 € | pro Saison oder Split |
Nach Titel
Was die einzelnen Titel
tragen.
Die Einstiegspositionen liegen über alle Titel dicht beieinander – zwischen 200 und 500 €. Die Unterschiede entstehen erst an der Spitze, wo Ligastruktur und Übertragung den Ausschlag geben.
| Titel | Einstieg ab | Hauptsponsoring | Details |
|---|---|---|---|
| Counter-Strike | 200 € | 500–25.000 € | zur Seite |
| Dota 2 | 200 € | 500–30.000 € | zur Seite |
| Fortnite | 200 € | 200–25.000 € | zur Seite |
| Rainbow Six Siege | 200 € | 500–20.000 € | zur Seite |
| Rocket League | 200 € | 500–20.000 € | zur Seite |
| Apex Legends | 300 € | 500–22.000 € | zur Seite |
| Call of Duty | 300 € | 500–20.000 € | zur Seite |
| F1 eSports | 300 € | 500–40.000 € | zur Seite |
| Fighting Games | 300 € | 500–20.000 € | zur Seite |
| League of Legends | 300 € | 1.000–30.000 € | zur Seite |
| Sim Racing | 300 € | 800–30.000 € | zur Seite |
| Valorant | 300 € | 800–25.000 € | zur Seite |
| EA FC / FIFA | 500 € | 500–35.000 € | zur Seite |
Preisbildung
Was den Preis
tatsächlich bestimmt.
Die Abrechnungseinheit
Der Faktor, den fast jeder übersieht. Ein Overlay-Platz für 800 € im Monat kostet über eine Saison mehr als ein Hauptsponsoring für 4.000 € im Jahr. Im eSports stehen pro Monat, pro Split, pro Saison, pro Turnier und pauschal nebeneinander – wer Angebote vergleicht, ohne die Einheit mitzulesen, vergleicht nichts.
Durchschnitt statt Spitze
Bewertet wird die durchschnittliche Zuschauerzahl über mehrere Monate, nicht der beste Abend. Das ist die Kehrseite der guten Messbarkeit: Der Sponsor kann beides einsehen, und ein Spitzenwert, der sich nicht wiederholt, drückt den Preis in der zweiten Verhandlung.
Liga statt Spielstärke
Prime League, VCT Challengers oder ESEA Advanced sind für einen Betrieb einordbar, ein Rangsystem ist es nicht. Eine Ligazugehörigkeit hebt den Preis stärker als eine bessere Platzierung in derselben Liga.
Roster oder Einzelperson
Fünf Spieler mit eigenen Kanälen und ohne gemeinsames Publikum sind schwerer zu bepreisen als eine Person mit festem Sendeplan. Teams, die ihre Reichweite bündeln, erzielen für dieselbe Summe an Zuschauern spürbar mehr.
Sachwert statt Bargeld
Hardware kostet den Hersteller den Einkaufspreis, ist für den Gesponserten aber den vollen Marktwert wert. Dieses Gefälle ist der Grund, warum die größte Positionsgruppe im eSports ohne Geld auskommt – und warum der Wert der Sachleistung trotzdem beziffert gehört, für Vertrag und Buchhaltung.
Weiterlesen
Wie es weitergeht –
für beide Seiten.
Für Teams, Spieler und Streamer
Wie aus diesen Positionen ein Angebot wird, das ein Betrieb prüfen kann, steht in der Anleitung Sponsoren finden als eSportler. Welche Titel und Bereiche es gibt, zeigt der Überblick eSports & Gaming.
Für Unternehmen
Welche Flächen sich wofür eignen und worauf bei Exklusivität und Kennzeichnung zu achten ist, steht unter eSports-Sponsoring für Unternehmen. Für kleinere Betriebe lohnt zusätzlich der Blick auf KMU-Sponsoring.
Andere Bereiche im Vergleich
Dieselbe Aufschlüsselung gibt es für Motorsport, Veranstaltungen und Kultur. Für Reichweite ohne Wettkampf sind die Influencer-Preise der passendere Maßstab.
Häufige Fragen
Fragen zu Kosten
im eSports-Sponsoring.
Fragen zu findasponsor
Eigene Preise festlegen?
Leg Dein Profil an und trage Deine Flächen mit Preisvorstellung ein – kostenlos, ohne Zahlungsmethode. Unternehmen sehen beides im Verzeichnis, bevor sie schreiben.