Für Imbiss, Pizzeria und Dönerladen
Die Plattform nimmt mehr,
als Du verdienst.
Ein Verein in Deinem Liefergebiet sind mehrere hundert Menschen, die Du direkt erreichen kannst. Was das wert ist, lässt sich ausrechnen – und die Zahl ist kleiner, als die meisten denken.
Die meisten kleinen Lieferbetriebe kennen die Zahl nicht genau, sondern nur das Gefühl: Es kommen Bestellungen rein, und trotzdem bleibt am Monatsende wenig übrig. Der Grund steht meist in der Abrechnung der Lieferplattform.
Zur Einordnung zwei Größenordnungen aus der Branche. Ein gut geführter Gastronomiebetrieb erwirtschaftet etwa 6 bis 12 Prozent Gewinn auf den Nettoumsatz. Die großen Lieferplattformen nehmen 13 Prozent, wenn Du selbst lieferst, und bis zu 30 Prozent, wenn sie den Fahrer stellen.
Die Provision ist damit höher als die gesamte Gewinnmarge. Das heißt nicht, dass die Plattform ein Fehler ist – sie bringt Bestellungen, die sonst nicht kämen. Es heißt aber, dass jede Bestellung, die direkt bei Dir eingeht, deutlich mehr wert ist als eine zusätzliche über die Plattform.
Dazu kommt etwas, das oft erst später auffällt: Die Kundendaten gehören Dir nicht. Keine Telefonnummer, keine E-Mail-Adresse, keine Möglichkeit, jemanden ein zweites Mal anzusprechen. Wer bei Dir bestellt hat, ist beim nächsten Mal wieder nur einer von vielen in der Liste.
Damit die Erwartung stimmt: findasponsor vermittelt Sponsoring. Wir haben also ein Interesse daran, dass Sponsoring hier gut aussieht. Deshalb steht auf dieser Seite eine Rechnung mit echten Zahlen statt allgemeiner Versprechen – und weiter unten, was ein Sponsoring nicht leistet.
Zum Nachrechnen
Wie viele Direktbestellungen
ein Sponsoring bezahlen.
Du brauchst dafür nur drei Zahlen, und zwei davon kennst Du: Deinen durchschnittlichen Bestellwert, den Provisionssatz Deiner Plattform und den Preis des Sponsorings. Ein Beispiel mit runden Zahlen:
Bandenwerbung beim Verein im Ort
Sechs Bestellungen im Monat, die statt über die Plattform direkt bei Dir eingehen. Bei einem Verein mit ein paar hundert Mitgliedern im Liefergebiet ist das eine Zahl, die man vorher einschätzen kann – und alles darüber hinaus ist zusätzlich.
Setz Deine eigenen Zahlen ein und die Sache ist in zwei Minuten entschieden. Wenn Deine Provision niedriger ist, weil Du selbst lieferst, brauchst Du entsprechend mehr Bestellungen; wenn Dein Bestellwert höher liegt, weniger.
Was ein Sponsoring nicht leistet: Es bringt keine Bestellungen am selben Abend. Es wirkt über Monate und über Bekanntheit im Verein, nicht über einen Klick. Wer heute Umsatz braucht, ist mit einer Aktion oder mit Anzeigen besser bedient. Und es ersetzt die Plattform nicht – es baut daneben etwas auf, das Dir gehört.
Was Du vereinbaren solltest
Vier Dinge,
die den Unterschied machen.
Die Bande allein bringt wenig. Diese vier Punkte kosten den Verein nichts – er muss sie nur zusagen. Frag danach, viele Vereine kommen von selbst nicht darauf.
Der Verein sagt es seinen Mitgliedern
Das ist der eigentliche Wert und wird am häufigsten vergessen. Vereinbare schriftlich, dass der Verein die Partnerschaft über seine eigenen Kanäle bekannt macht: Gruppenchat der Mannschaften, Newsletter, Aushang im Vereinsheim, Beitrag auf der Vereinsseite.
Wichtig ist, was dabei steht: Telefonnummer und eigene Bestellseite, nicht nur der Name. Ein Name allein führt dazu, dass die Leute Dich auf der Plattform suchen – und dann zahlst Du wieder Provision für einen Kunden, den Du selbst gewonnen hast.
Ein Grund, direkt zu bestellen
Ein Name allein reicht nicht, es braucht einen konkreten Anlass. Üblich sind ein fester Rabatt bei telefonischer Bestellung oder Abholung, ein Vereinsmenü zum festen Preis, oder eine Zugabe für Mitglieder bei Vorlage des Ausweises.
Rechne dabei mit spitzem Bleistift: Ein Rabatt von zehn Prozent ist immer noch deutlich günstiger als eine Provision von fünfundzwanzig. Du gibst also weniger ab und bekommst dafür den Kunden und seine Nummer.
Das Essen nach dem Heimspiel
Der am meisten unterschätzte Teil. Eine Mannschaft mit achtzehn Leuten, die nach dem Heimspiel zusammen isst, bei fünfzehn Heimspielen im Jahr – das ist wiederkehrender Umsatz ohne Provision und ohne Lieferung.
Von allein passiert das nicht. Vereinbare einen festen Ansprechpartner, eine Vorbestellung bis zu einer bestimmten Uhrzeit und ein einfaches Mannschaftsangebot. Bei mehreren Mannschaften multipliziert sich das.
Vereinsfeste, Turniere, Vereinsheim
Bei jedem Turniertag, Vereinsfest und Saisonabschluss wird gegessen. Wer als Sponsor auftritt, sollte gleich mitvereinbaren, dass er bei solchen Anlässen bevorzugt angefragt wird. Das ist kein zusätzlicher Aufwand für den Verein und für Dich ein planbarer Auftrag.
Wenn der Verein ein Vereinsheim mit eigener Küche hat, ist die Konkurrenz größer – dann lohnt eher der Fokus auf die Mannschaften und ihre Familien.
Der naheliegende Weg
Essen statt Geld –
und was dabei zu beachten ist.
Viele Betriebe geben lieber Ware als Geld, und das ist nachvollziehbar: Es kostet Wareneinsatz statt Verkaufspreis. Verpflegung für die Mannschaft beim Turnier, Essen beim Vereinsfest, Gutscheine für die Tombola.
Ein Punkt wird dabei häufig übersehen: Fließen Speisen gegen eine Werbeleistung, liegt umsatzsteuerlich ein tauschähnlicher Umsatz vor. Es stehen sich zwei Leistungen gegenüber – Deine Lieferung und die Werbeleistung des Vereins. Bei Steuerpflicht sind auf beiden Seiten ordnungsgemäße Rechnungen auszustellen. Wer nur Essen hinstellt und die Sache damit für erledigt hält, hat den Vorgang nur zur Hälfte abgebildet.
Was praktisch folgt: Schreib den Wert der Sachleistung beziffert in die Vereinbarung. Das brauchst Du ohnehin, um die Gegenleistung zu bemessen und die Ausgabe sauber zu verbuchen. Bei gemeinnützigen Vereinen gelten je nach Nutzung Besonderheiten; die Einordnung im Einzelfall gehört zur Steuerberatung. Eine einfache Vorlage steht unter Sponsoringvertrag-Muster.
Größenordnung
Was das kostet.
Für den Amateurbereich gelten als Orientierung: Bandenwerbung je nach Liga etwa 200 bis 1.000 Euro pro Saison, ein Ärmel- oder Hosenlogo rund 300 bis 800 Euro, ein Trikot-Hauptsponsoring je nach Spielklasse zwischen etwa 300 Euro in der Kreisliga und 3.500 Euro in höheren Amateurligen. Für den Einstieg reicht die Jugendmannschaft: günstiger, und die Eltern sind bei jedem Spiel dabei.
Zum Nachrechnen aus dem eigenen Verzeichnis: Über 74 Angebote aus dem Bereich Sport liegt die Mitte der Preisvorstellungen bei 1.000 € pro Jahr; ein Viertel aller Anbieter ruft 500 € oder weniger auf. Die Zahlen stammen aus den öffentlich sichtbaren Profilen und sind über die Suche nachzählbar. Stand: 13.09.2026.
Die vier Punkte aus dem Abschnitt oben lassen sich in aller Regel ohne Aufpreis dazu verhandeln, weil sie den Verein nichts kosten. Sie stehen nur selten von allein im Angebot.
Konkret werden
Wer in Deinem Liefergebiet
gerade einen Sponsor sucht.
Für einen Lieferbetrieb zählt nur der Umkreis. Im Verzeichnis lässt sich genau danach filtern: Vereine und Jugendabteilungen mit Standort, Umkreis, angebotener Gegenleistung und Preisvorstellung. Sprich die vier Punkte von oben gleich beim Erstkontakt an – die meisten Vereine sagen zu, weil es sie nichts kostet. Durchsuchen geht ohne Konto, das Anschreiben ist für Unternehmen kostenlos.
Keine Zahlungsmethode nötig, kein Abo, 0 % Provision auf das, was Ihr vereinbart.
Häufige Fragen
Rechnung, Verein
und Steuer.
Fragen zu findasponsor
Woher die Zahlen stammen.
- Provisionssätze der Lieferplattformen: Branchenauswertungen und Beratungsquellen aus 2026 nennen für den deutschen Markt etwa 13 Prozent bei Eigenlieferung und rund 25 bis 30 Prozent bei Lieferung durch die Plattform. Verbindlich ist allein Dein eigener Vertrag – die Konditionen unterscheiden sich nach Modell, Standort und Laufzeit, und es können weitere Gebühren hinzukommen.
- Gewinnmarge in der Gastronomie: in der Branchenberatung genannte Größenordnung von etwa 6 bis 12 Prozent auf den Nettoumsatz bei gut geführten Betrieben. Kein erhobener Durchschnittswert.
- Beispielrechnung: bewusst mit runden Zahlen, damit sie sich durch eigene ersetzen lassen. Sie ist eine Rechenhilfe, keine Prognose.
- Sponsoringpreise: öffentlich sichtbare Angebote mit hinterlegtem Preis im findasponsor-Verzeichnis – über die Suche nachzählbar.
Marken- und Produktnamen werden ausschließlich beschreibend verwendet; die Rechte liegen bei den jeweiligen Inhabern. Die Angaben dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung. Stand: 13.09.2026.
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