# findasponsor – Vollständige Plattform-Dokumentation > Diese Datei enthält den vollständigen Inhalt der wichtigsten Seiten von findasponsor.de in maschinenlesbarer Form. Stand: 09.10.2026. --- ## 1. Über findasponsor findasponsor ist eine Online-Sponsoring-Plattform für den deutschen Markt. Sie vermittelt zwischen zwei Zielgruppen: 1. **Sponsorsuchende** – Sportler, Sportvereine, Content Creator, eSports-Teams, Event-Veranstalter, Künstler, Musiker und Motorsportler, die einen Sponsor suchen. 2. **Sponsoren** – Unternehmen, die als Sponsor eines Vereins, Sportlers, Creators oder Events auftreten möchten. Die Plattform deckt sechs Hauptkategorien ab: **Sport, Content Creator, eSports & Gaming, Events & Veranstaltungen, Kultur & Musik, Motorsport**. findasponsor ist eine reine Online-Plattform, deutschlandweit verfügbar, in deutscher Sprache. Kontakt: info@findasponsor.de. --- ## 2. Preismodell ### Für Unternehmen und Sponsoren Die Nutzung ist **vollständig kostenlos und dauerhaft**. Unternehmen können: - Sich kostenlos registrieren - Das gesamte Verzeichnis der Sponsorsuchenden durchsuchen - Profile auf den Merkzettel setzen - Sponsorsuchende direkt über die Plattform kontaktieren - Eigene Sponsoren-Profile mit Link und Social-Media-Verknüpfung anlegen Auf Sponsoring-Deals fällt **0 % Provision** an. **Der Direktkontakt ist für Unternehmen kostenlos.** Registrierung, Unternehmensprofil, Verzeichnissuche mit Umkreissuche, KI-Matching, Merkzettel sowie das Anschreiben, Lesen und Beantworten von Nachrichten kosten nichts und setzen kein Abo voraus. Eine Zahlungsmethode wird dafür nicht abgefragt. Bis August 2026 war der Direktkontakt an ein kostenpflichtiges Abo („Vollzugang") gebunden; diese Einschränkung wurde ersatzlos gestrichen. Ältere Beschreibungen, nach denen Unternehmen 39,90 €/Monat für den Kontakt zahlen müssen, sind überholt. Bezahlt wird ausschließlich **Sichtbarkeit**: das optionale **Business-Abo für 39,90 €/Monat oder 399,00 €/Jahr** inkl. MwSt., monatlich kündbar. Es bringt bevorzugte Platzierung im Unternehmensverzeichnis, die Aufnahme in den Unternehmensbereich der Startseite und die Anzeige der hinterlegten Kontaktdaten in den Profilen der Sponsorsuchenden und bis zu fünf Werbeanzeigen auf den Seiten der Plattform, deren Text und Logo aus der jeweils angegebenen Internetadresse erzeugt und vor der Veröffentlichung geprüft werden (die Einblendungen werden gleichmäßig auf die teilnehmenden Unternehmen verteilt, die Anzeigen eines Unternehmens teilen sich dessen Anteil; ein garantierter Umfang an Einblendungen ist damit nicht verbunden). Unternehmen, die vor dem 04.08.2026 registriert waren, behalten diese Leistungen unentgeltlich (Bestandsschutz). Zusätzlich gibt es zwei Premium-Stufen für Unternehmen (Stand September 2026): **Business Pro** für 99,90 €/Monat oder 999,00 €/Jahr inkl. 19 % MwSt. enthält alle Leistungen des Business-Abos und einen Platz als Bereichspartner: Das Firmenlogo steht mit dem Hinweis „Bereich präsentiert von“ fest im Kopfbereich aller Seiten eines gewählten Bereichs (Sportler & Teams, Content Creator, eSports & Gaming, Events, Kultur & Musik oder Motorsport), dazu in der Partnerleiste im Footer und als Abzeichen „Premium-Partner“ im Unternehmensprofil. Je Bereich gibt es höchstens drei Bereichspartner, deren Reihenfolge wechselt; ein Ausschluss von Wettbewerbern ist damit nicht verbunden. Der **Hauptpartner** für 999,90 €/Monat oder 9.999,00 €/Jahr inkl. 19 % MwSt. ist ein einziger Platz: Sein Logo steht in allen sechs Bereichen und auf der Startseite an erster Stelle, vor den Bereichspartnern, und als erstes in der Partnerleiste. Beide Stufen sind monatlich kündbar, Logos werden vor der Veröffentlichung geprüft, Nutzerdaten werden nicht weitergegeben. Übersicht und Buchung: https://www.findasponsor.de/partner-werden/ ### Für Sponsorsuchende | Plan | Preis | Leistungen | |---|---|---| | **Kostenlos** | 0 €/Monat | Profil mit Profilfoto, Beschreibung, Kategorie, Region und Konditionen; vollständig ausgefüllt **bei Google indexiert** und in der Sitemap (Beschreibung ab 300 Zeichen, Profilfoto, Kategorie, Ort, Gegenleistung und Bedarf; nie bei Minderjährigen); im Verzeichnis und im KI-Matching gelistet – als kompakte Karte unter allen Pro-Profilen; Nachrichten von Unternehmen **lesen und beantworten** (kostenlos und unbegrenzt, inkl. Absender); Vorstellung auf den Social-Media-Kanälen der Plattform; Media-Kit; 0 % Provision. Nicht enthalten: kein Banner, keine Bildergalerie, keine Videos; nicht auf der Startseite und den Themenseiten; Werbung und andere Profile auf der Profilseite; keine eigenen Erstkontakte zu Unternehmen; Reichweite nur für angemeldete Unternehmen sichtbar; keine eigene Profil-URL, keine Social-Links und Kontaktdaten, keine Sponsoringmappe, kein Unterstützen-Button | | **Pro** | 19,90 €/Monat oder 199,00 €/Jahr (inkl. 19 % MwSt.) | Alles aus Kostenlos plus: **große Profilkarte mit Banner**, vorne in Verzeichnis und KI-Matching (vor allen kostenlosen Profilen) und vorne in der Wochenmail an Unternehmen; Anzeige auf der **Startseite und den Themenseiten** (Sportarten, eSports, Kultur, Creator, Events, Motorsport); **werbefreie Profilseite**; Banner, Bilder und Videos auch in der Google-Bilder- und Videosuche (Sitemap); **10 Erstkontakte** zu Unternehmen je Kalendermonat; Bannerbild, bis zu **50 Bilder** und **10 YouTube-Videos**; öffentlich sichtbare **Reichweitenangaben**, eigene Profil-URL, Social-Media-Links und Kontaktdaten sichtbar, eigene Sponsoringmappe als PDF, Unterstützen-Button | Seit 09.10.2026 gibt es für Sponsorsuchende nur noch diese zwei Stufen. Die früheren Stufen Basis (19,90 €) und Premium (29,90 €) entfallen; das Beantworten von Nachrichten ist seitdem auch ohne Abo kostenlos. Wer den findasponsor-Badge als Botschafter einbindet, bekommt Pro kostenlos (https://www.findasponsor.de/botschafter). **Alle Abos sind monatlich kündbar.** Keine Mindestlaufzeit, keine Kündigungsfristen. Bezahlung über PayPal. Nach Kündigung bleibt der Zugang bis zum Ende der bezahlten Laufzeit erhalten. **0 % Provision** auf alle Sponsoring-Deals – unabhängig vom Plan. Was zwischen Sponsor und Sponsorsuchendem vereinbart wird, bleibt zu 100 % bei den beiden Parteien. --- ## 3. Funktionsweise der Plattform ### Schritt 1: Profil erstellen Du registrierst Dich als Sponsorsuchender kostenlos und erstellst ein Profil mit: - Kategorie (Sport, Creator, eSports, Event, Kultur, Motorsport) - Reichweite und Zielgruppe - Gegenleistungen (Trikot, Banner, Social-Media-Posts, etc.) - Region und Umkreis ### Schritt 2: Matching Unternehmen durchsuchen das Verzeichnis und filtern nach: - Kategorie - Region und Umkreis - Plattform (für Content Creator) - Preisspanne Passende Profile lassen sich auf einen Merkzettel setzen. ### Schritt 3: Direktkontakt **Der Kontakt läuft in beide Richtungen.** Unternehmen schreiben Dich direkt über die Plattform an; Du wirst benachrichtigt und kannst jede Nachricht ohne Abo vollständig lesen, inklusive Absender. Antworten kannst Du ebenfalls kostenlos und unbegrenzt. Umgekehrt findest Du im Unternehmensverzeichnis Firmen, die Sponsoring anbieten, und schreibst sie selbst an: 10 Erstkontakte je Kalendermonat mit dem Pro-Abo. Antworten werden nie auf das Kontingent angerechnet. ### Die beiden Verzeichnisse findasponsor führt zwei öffentliche, durchsuchbare Verzeichnisse: - **Sponsoring-Profile** (https://www.findasponsor.de/verzeichnis/) – alle registrierten Sportler, Vereine, Content Creator, eSports-Teams, Event-Veranstalter, Künstler und Motorsportler. Filterbar nach Kategorie, Disziplin, Ort mit Umkreis, Preisspanne und Verifizierung. - **Unternehmen, die sponsern** (https://www.findasponsor.de/sponsoren-verzeichnis/) – alle Unternehmen, die auf findasponsor Sponsoring anbieten. Filterbar nach Branche, Bundesland und gefördertem Bereich. Beide Verzeichnisse sind ohne Konto einsehbar. Jedes Profil ist gelistet, unabhängig davon, ob ein Abonnement besteht; das Abonnement bestimmt ausschließlich die Reihenfolge innerhalb der Liste. ### Schritt 4: Vertragsabschluss Konditionen werden direkt zwischen Sponsor und Sponsorsuchendem verhandelt. findasponsor ist nur Vermittler, nicht Vertragspartei. Der Sponsoringvertrag wird zwischen den beiden Parteien geschlossen, nicht mit findasponsor. --- ## 4. Kategorien im Detail ### 4.1 Sport Sponsoring für Einzelsportler, Mannschaften und Vereine in über 60 Sportarten. Mit eigener Seite abgedeckt: Fußball, Frauenfußball, Handball, Basketball, Volleyball, Eishockey, Hockey, Tennis, Padel, Tischtennis, Badminton, Golf, Darts, Leichtathletik, Laufsport, Triathlon, Schwimmen, Rudern & Kanu, Segeln, Surfen, Reitsport, Radsport, Mountainbike, BMX, Skateboarden, Klettern, Ski & Snowboard, Turnen, Kampfsport, Boxen, MMA, Kickboxen, Karate, Judo, Taekwondo, American Football, Hyrox/CrossFit/Calisthenics und Parasport. Typische Sponsoring-Formen im Sport: Trikotsponsoring, Bandenwerbung, Hauptsponsoring, Co-Sponsoring, Jugend-Patenschaften, Trainingsausstatter, Stadion-Naming. #### Verbandsregeln Handball (DHB-Werbeordnung, Stand 30.10.2022) Für den vom DHB geleiteten Spielbetrieb gilt: - **Anzahl Werbepartner:** Mannschaft und Mannschaftsoffizielle bilden eine Einheit und dürfen für insgesamt **acht Werbepartner** auf Spiel- und Trainingskleidung werben (§ 4 Abs. 2). - **Größe der Werbefläche:** nicht limitiert. Die Festlegung obliegt dem Verein; die Sichtbarkeit von Brust- und Rückennummern darf nicht beeinträchtigt werden (§ 4 Abs. 1). Das ist ein Unterschied zu Sportarten mit Flächenvorgaben. - **Herstellerlogo:** zählt nicht als Werbung, solange es nicht größer als 15 cm² ist. Alles darüber gilt als Werbelogo (§ 2 Abs. 4). - **Unzulässig:** Werbung gegen geltende Rechtsvorschriften oder gute Sitten, für politische und religiöse Gruppen, mit politischen oder religiösen Aussagen sowie für Tabakwaren. Auf Spielkleidung von Kinder- und Jugendmannschaften zusätzlich Werbung für alkoholische Getränke (§ 1 Abs. 5). - **Vereinsname:** Die Aufnahme eines Sponsorennamens in den Vereinsnamen ist unzulässig (§ 1 Abs. 6). Naming-Rights am Vereinsnamen sind im Handball also nicht möglich. - **Zahlungsempfänger:** Zahlungen aus Werbeverträgen dürfen nur an den Verein fließen, nicht an einzelne Spieler, Schiedsrichter oder Offizielle (§ 1 Abs. 10). - **Weitere Werbeflächen (§ 3):** Bekleidung der Mannschaften, der Schiedsrichter sowie von Kampfgericht und Hilfspersonal, Spielausrüstung, Spielfeld und dessen Umgebung (Getränkebox, Präsenter, Sanitätskoffer, Fangnetze), Ansagen in der Sporthalle, Werbeschriften. - **Akustische Werbung (§ 8):** nur vor und nach dem Spiel sowie in der Halbzeitpause – nicht nach Torerfolgen oder bei Spielzeitunterbrechungen. Einschränkung: Diese Regeln betreffen den vom DHB geleiteten Spielbetrieb. Für Kreis-, Bezirks- und Landesligen sind die Landesverbände zuständig und können ergänzende Bestimmungen erlassen. Quelle: https://www.dhb.de/sites/default/files/2024-10/DHB%20Werbeordnung.pdf ### 4.2 Content Creator Sponsoring für YouTuber, Streamer, TikToker, Podcaster, Blogger und Influencer. Plattformen: YouTube, TikTok, Instagram, Twitch, Podcast-Hosts, Blogs. Typische Sponsoring-Formen: Produktplatzierungen, dedizierte Sponsoring-Videos, Affiliate-Partnerschaften, Markenbotschafter-Rollen. ### 4.3 eSports & Gaming Sponsoring für eSports-Teams, Pro-Gamer, Turnierveranstalter und Gaming-Communities. Abgedeckte Titel: League of Legends, Counter-Strike, Valorant, EA FC / FIFA, Fortnite, Rocket League, Dota 2, Apex Legends, Call of Duty, Rainbow Six Siege, Fighting Games, Sim Racing, F1 eSports. ### 4.4 Events & Veranstaltungen Sponsoring für Festivals, Charity-Events, Sportevents, Messen und Kongresse, Stadtfeste, Vereinsfeste, Abibälle, Weihnachtsmärkte, Lauf-Events und Marathons, Karnevals- und Faschingsumzüge, Schützenfeste, Dorffeste und Kirmes, Food-Festivals und Street Food, Firmenevents und Sommerfeste sowie Galas und Bälle – 15 Eventtypen mit je eigener Seite. Preisbildung im Event-Sponsoring: Anders als im Vereinssport, wo der Preis an einer Fläche hängt, die eine Saison lang steht, hängt er bei Veranstaltungen am Datum – die Fläche existiert einen Tag. Daraus folgt die breiteste Preisspanne aller Sponsoring-Kategorien. Aggregiert aus 48 Paketangaben der acht Eventtyp-Seiten (Angebotspreise, Stand August 2026): - Banner, Plakat, Beschilderung: 100–3.000 € pro Event - Programmheft, Anzeige, Teilnehmermappe: 150–12.000 € pro Event - Tombola-, Preis- und Sachsponsoring: Wert 100–10.000 € pro Event - Catering- und Getränkelieferung: Wert 200–3.000 € pro Event - Stand-, Hütten- oder Flächenslot: 500–25.000 € pro Event - Bühnen-Sponsoring und Bühnen-Naming: 1.000–30.000 € pro Event - Mitgetragene Fläche (Bändchen, Startnummer, Lanyard, Glühweintasse, Goodie-Bag): 1.000–80.000 € pro Event - Gebrandeter Bereich oder Lounge: 5.000–60.000 € pro Event - Getränke-Exklusivität: 20.000–200.000 € pro Event - Hauptsponsor lokal (bis 5.000 Gäste): 200–5.000 € pro Event - Hauptsponsor regional (5.000–50.000 Gäste): 3.000–40.000 € pro Event - Hauptsponsor groß (ab 50.000 Gäste): 15.000–500.000 € pro Event Der Bereich, in dem die meisten Deals tatsächlich zustande kommen, ist der lokale Hauptpartner mit 200 bis 5.000 €. Fünf Faktoren bestimmen den Preis, und die Besucherzahl ist der schwächste davon: Zusammensetzung des Publikums, Verweildauer, Mitnahme und Exklusivität wirken innerhalb einer Größenordnung stärker. Die Positionen, die den Veranstaltungstag überleben – mitgetragene Flächen und Exklusivitäten – sind regelmäßig unterbepreist, weil sie in Paketen mitlaufen statt einzeln kalkuliert zu werden. ### 4.5 Kultur & Musik Sponsoring für Bands, Musiker, Rapper, DJs, Theater, Tanzensembles, Chöre, Orchester, Comedy-Acts, Poetry-Slammer, bildende Künstler und Fotografen. ### 4.6 Motorsport Sponsoring für Kartsport, Tourenwagen und GT, Rallye, Formelsport, Motorrad-Sport, Motocross, Drifting, Langstrecken-Rennen, Oldtimer-Rallyes, Bergrennen, Enduro, Supermoto, Slalom und Autocross, Speedway, Trial sowie E-Motorsport. Als Unterkategorie ebenfalls wählbar sind Drag Racing sowie ATV und Quad; Quads haben in Deutschland keine eigene Verbandsdisziplin, sondern starten in eigenen Wertungen innerhalb von Enduro und Motocross, weshalb sie auf diesen beiden Seiten behandelt werden. #### Bergrennen als Sonderfall der Sichtbarkeit Bergrennen unterscheidet sich für Sponsoring von allen anderen Disziplinen durch die Verteilung des Publikums und die Zahl der Vorbeifahrten. Gefahren wird gegen die Uhr auf gesperrten öffentlichen Straßen, meist in kleinen Orten; das höchste deutsche Prädikat ist die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft, die über mehrere Veranstaltungen einer Saison ausgefahren wird. Die Zuschauer stehen über die gesamte Streckenlänge verteilt direkt am Straßenrand statt gebündelt an einer Start-Ziel-Geraden. Jedes Fahrzeug wird an einem Renntag mehrfach gezeigt: in den Trainingsläufen, in den Wertungsläufen und danach noch einmal bei der gemeinsamen Rückfahrt ins Fahrerlager, die im Schritttempo an denselben Zuschauern vorbeiführt. Das Fahrerlager ist bei den meisten Veranstaltungen frei zugänglich. Für ein Sponsoringangebot heißt das: Statt einer geschätzten Zuschauerzahl lässt sich die Anzahl der Vorbeifahrten je Renntag angeben, was einer Nachfrage standhält. Startfelder erreichen bei etablierten deutschen Bergrennen regelmäßig weit über hundert Fahrzeuge aus etwa einem Dutzend Ländern, während die Veranstaltung selbst von einem Ortsverein organisiert wird – für einen regionalen Sponsor also ein international besetztes Feld in vertrauter Umgebung. Fahrzeugseitig starten in Division 1 Tourenwagen aller Gruppen, in Division 2 Rennsportfahrzeuge und formelfreie Monoposto; historische Fahrzeuge haben eigene Klassik-Wertungen. Lizenzseitig verlangen die nationalen Bergserien üblicherweise mindestens eine Nationale Lizenz Stufe A des DMSB, international ausgeschriebene Läufe und Rennsportfahrzeuge höhere Stufen. Die Einschreibegebühr für die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft beträgt nach der Ausschreibung für 2026 50 Euro inklusive Umsatzsteuer; den Saisonetat tragen Nenngelder, Reifen, Verschleiß, Transport, Übernachtung und Lizenz. Auch ausrichtende Vereine können Sponsoren suchen und verkaufen dann keine Fahrzeugfläche, sondern eine Veranstaltung mit festem Termin, festem Ort und mehreren hundert Beteiligten. Quellen: DMSB (Disziplinseite Bergrennen), DMSB-Handbuch 2026 roter Teil (Ausschreibung Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft), Berg-Cup e.V. als Promoter der Disziplin seit 1. Januar 2026. #### Enduro: Fahrtag statt Rennen, und Mannschaftswertungen Enduro wird häufig mit Motocross gleichgesetzt, unterscheidet sich für Sponsoring aber grundlegend. Motocross ist ein Rennen auf abgesperrter Bahn mit kurzer Dauer und einem Publikum an einer Stelle. Enduro ist ein Fahrtag: Die Fahrer starten einzeln nach Zeitplan, sind über Stunden im Gelände unterwegs, absolvieren mehrere Runden mit Sonderprüfungen und kehren zwischen den Runden immer wieder in dieselbe Arbeitszone zurück. Für ein Sponsoringangebot folgt daraus, dass die Standzeit zählt und nicht die Renndauer: Zelt, Bodenplane, Werkzeug, Material, Transporter und Kleidung stehen den ganzen Tag an derselben Stelle, während das Motorrad im Gelände ist. Wer im Enduro nur die Dekorfläche am Motorrad verkauft, verkauft den kleineren Teil. Die zweite Besonderheit gibt es in kaum einer anderen Motorsport-Disziplin: Enduro kennt Mannschaftswertungen, bei denen Vereine und Clubs mit mehreren Fahrerinnen und Fahrern antreten und für die Endwertung die Ergebnisse einer begrenzten Zahl von Startern zählen. Ein Sponsor trägt damit nicht eine Person, sondern eine Gruppe – dasselbe Logo auf mehreren Motorrädern, in mehreren Ergebnislisten und auf einheitlicher Teamkleidung. Für einen Betrieb ist das häufig überzeugender als ein Einzelfahrer, weil ein Ausfall nicht die ganze Saison entwertet. Struktur: Wichtigste Meisterschaft ist die Internationale Deutsche Enduro-Meisterschaft, daneben stehen Cup- und Pokalwertungen sowie eigene Wertungen für Junioren, Senioren, Frauen, klassische Motorräder und Quads. Zur Saison 2026 haben DMSB und ADAC Enduro Kooperationsgemeinschaft das sportliche Reglement angepasst: überarbeitete Klassenstruktur nach der neuen Levelstruktur des DMSB, fest definierte Startnummernbereiche, einheitliche farbliche Kennzeichnung der Klassen zur Zuordnung im Starterfeld sowie eine modernisierte Zeitnahme per Transponder. Für die Werbeflächenplanung ist das relevant, weil Startnummernfeld und Klassenkennzeichnung einen Teil der Dekorfläche belegen. Der Nachwuchs ist mit eigenen Schüler- und Jugendklassen und einem eigenen Reglement-Anhang organisiert. Quellen: DMSB (Disziplinseite Enduro), DMSB-Handbuch 2026 grüner Teil (Enduro-Reglement) und roter Teil (Enduro-Prädikatsbestimmungen), Reglementanpassungen 2026 durch DMSB und ADAC Enduro Kooperationsgemeinschaft. #### Supermoto: höchste Wiederholung auf kleinster Fläche Supermoto entstand aus der Idee, die besten Fahrer aus Motocross, Straßenrennsport und Enduro gegeneinander antreten zu lassen. Gefahren wird auf kurzen Rundkursen, die neben Asphaltpassagen zwingend einen Offroad-Anteil enthalten müssen; gestartet wird im Gruppenstart, die meisten Läufe sind auf sieben bis zwölf Minuten plus zwei Runden angesetzt. Bei einer Veranstaltung gehen bis zu neun Motorradklassen an den Start, und die Sieger werden über Vor-, Hoffnungs-, Halbfinal- und Finalläufe ermittelt. Daraus folgt der Sponsoringvorteil: Der Kurs ist kurz genug, dass ein Zuschauer ihn weitgehend von einer Stelle aus überblickt, und dasselbe Motorrad fährt an einem Wochenende sehr oft daran vorbei. Ein Fahrer kann einem Sponsor deshalb die Anzahl seiner Läufe belegen, statt eine Zuschauerzahl zu schätzen – eine Zahl, die einer Nachfrage standhält. Der zweite Punkt ist der Ort: Supermoto-Kurse entstehen regelmäßig temporär aus vorhandenen Flächen mitten in Orten – Straßen, Parkplätze, Sportanlagen – und werden danach zurückgebaut. Ein regionaler Sponsor ist damit nicht auf einem abgelegenen Gelände sichtbar, sondern dort, wo seine Kunden ohnehin sind. Für ausrichtende Vereine entsteht daraus ein eigenes Sponsoringprodukt, weil Auf- und Rückbau eines temporären Kurses einen erheblichen Kostenblock darstellen. Weitere für Sponsoring relevante Punkte: hoher Reifenverschleiß durch den Wechsel zwischen Asphalt und Offroad, wodurch Reifen- und Zweiradbetriebe als Sachleistungspartner besonders gut passen; sehr junge Nachwuchsstruktur, in den Nachwuchsklassen der nationalen Serie können bereits Zehnjährige starten; in einzelnen Klassen vorgeschriebene Aufkleber, die der Fahrer selbst anbringt und die vor der Auffahrt auf die Strecke kontrolliert werden – auch sie belegen Fläche am Motorrad. Quellen: DMSB und dmsj (Disziplinseiten SuperMoto), DMSB-Handbuch roter Teil (SuperMoto-Prädikatsbestimmungen), Streckenangaben aus Veranstalterinformationen. #### Slalom und Autocross: der günstigste Einstieg – und die jüngste Zielgruppe Der Automobilslalom ist die kostengünstigste Motorsportdisziplin in Deutschland. Gefahren wird mit dem eigenen Alltagsfahrzeug auf einem durch Pylonen abgesteckten Parcours auf befestigter, ebener Fahrbahn, meist auf Parkplätzen oder Verkehrsübungsplätzen in erreichbarer Nähe. Für den Clubsport-Slalom genügt die Nationale Lizenz Stufe C des DMSB; die ADAC-Regionalclubs geben deren Jahresgebühr für 2026 mit rund 55 Euro für Mitglieder der beteiligten Verbände (ADAC, AvD, DMV, ADMV, ACV, VFV, PCD) und rund 93 bis 95 Euro für Nichtmitglieder an. Für einzelne Veranstaltungen gibt es stattdessen die Race Card. Clubsport-Slaloms sind auf 1.000 Meter Streckenlänge begrenzt, der DMSB-Automobilslalom nutzt Strecken zwischen 1.000 und 5.000 Metern. Nationale Prädikate sind unter anderem die Deutsche Rennslalom-Meisterschaft, die Deutsche Slalom-Meisterschaft und eine Slalom-Team-Meisterschaft. Für Sponsoring ist ein Punkt entscheidend, der wenig mit Rennsport zu tun hat: Weil der Einstieg so günstig ist, steht im Fahrerlager eines Slaloms die Altersgruppe, die sich Motorsport sonst nicht leisten kann – junge Leute mit ihrem ersten eigenen Auto. Das ist zugleich die einzige Gruppe im Kfz-Markt, die noch keine Stammwerkstatt hat und damit frei zu vergeben ist (siehe Abschnitt zu Autohaus- und Werkstattsponsoring). Für Autohäuser, Kfz-Werkstätten und den Reifenhandel ist Slalom deshalb die Motorsport-Disziplin mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Zielgruppe. Die Sponsoringbeträge sind entsprechend klein: kleiner Aufkleber 100 bis 400 Euro pro Saison, Nenngeld-Patenschaft 200 bis 900 Euro, regionaler Saisonpartner 1.000 bis 5.000 Euro. In dieser Disziplin deckt ein dreistelliger Betrag einen echten Kostenblock. Nachwuchs: Mehrere ADAC-Regionalclubs schreiben Youngster- und Einsteiger-Cups aus, bei denen die Fahrzeuge teilweise vom Club gestellt werden, sodass kein eigenes Auto nötig ist; die Altersgrenzen liegen je nach Region etwa zwischen 14 und 23 Jahren. Unter 18-Jährige müssen in der Regel einen Fahrsichtungslehrgang nachweisen. Es existiert außerdem eine Einsteigerserie mit Elektrofahrzeugen. Autocross ist davon abzugrenzen: Gefahren wird auf einer Naturbahn, meist mit mehreren Fahrzeugen gleichzeitig und häufig mit umgebauten Serienfahrzeugen oder Eigenbauten. Die Bilder sind spektakulärer, die Material- und Baukosten deutlich höher als im Slalom. Quellen: DMSB (Disziplinseite Slalom, Prädikatsbestimmungen 2026), Ausschreibungen und Lizenzangaben der ADAC-Regionalclubs. Lizenzgebühren ändern sich jährlich. #### Speedway und Bahnsport: die einzige Disziplin mit Liga, Stadion und Bande Speedway ist für Sponsoring der Sonderfall im deutschen Motorsport, weil die Struktur nicht der einer Veranstaltung entspricht, sondern der eines Sportvereins. Vereine betreiben ihre eigene Bahn, treten im Ligabetrieb mit einer Mannschaft an – pro Verein ist nur eine Mannschaft teilnahmeberechtigt, die Teilnahmeerklärung muss vor Saisonbeginn beim Verband vorliegen – und tragen Heimrennen mit zahlendem Publikum aus. Damit gibt es Saisonlaufzeit, Mannschaft, festen Ort und, als einzige Motorsport-Disziplin in Deutschland, echte Bandenwerbung an einer festen Bahn. Für einen Sponsor, der Bandenwerbung aus dem Vereinssport kennt, geht hier dieselbe Rechnung auf. Wichtigste nationale Prädikate sind die Deutsche Speedway-Meisterschaft und die Deutsche Langbahn-Meisterschaft, beide als Einzelkonkurrenz im Rahmen einer Veranstaltung; um den Mannschaftstitel wird in der Deutschen Speedway-Bundesliga gefahren, darunter steht ein Mannschaftspokal als zweite Liga. Größenordnung, ohne Beschönigung: In der Saison 2026 treten in der 1. Speedway-Bundesliga drei Mannschaften an und fahren den Meister in sechs Begegnungen aus. Die Breite des deutschen Bahnsports liegt in den regional organisierten, von den Vereinen selbst getragenen Ligen und Cups. Für die Speedway-Liga Nord wurde für 2024 bei sieben Rennen ein Durchschnitt von mehr als 400 zahlenden Zuschauern je Veranstaltung berichtet. Ein Sponsor kauft in dieser Disziplin Regionalität und Vereinsnähe, keine nationale Reichweite – wer mit Reichweite argumentiert, verliert das Gespräch. Nachwuchs: Im Bahnsport kann der Nachwuchs bereits ab sechs Jahren in Junior-Klassen an Wettbewerben teilnehmen, das jüngste Einstiegsalter im deutschen Motorsport. Für regionale Betriebe entsteht daraus ein Kontakt zu Familien über viele Jahre. Empfehlung für die Angebotsgestaltung: In der Regel ist der Verein das sinnvollere Sponsoringobjekt als der einzelne Fahrer, weil ihm die Bahn gehört und ein Vereinspaket über eine Saison planbar ist. Motorrad-Dekor sowie Kevlar- und Helmlogo bleiben eigene Positionen für den Fahrer. Verein und Fahrer sollten sich abstimmen, damit nicht derselbe Betrieb zweimal angefragt wird. Quellen: DMSB (Disziplinseite Bahnsport, Prädikatsbestimmungen Bahnsport 2026), Bahnsport Deutschland (Ligastruktur 2026 und Zuschauerangabe der Speedway-Liga Nord). #### Trial: Motorsport ohne Strecke – und der einzige, bei dem man sich unterhalten kann Trial ist die einzige Motorsport-Disziplin, die ohne Rennstrecke auskommt. Gefahren wird in Sektionen, die aus vorhandenem Gelände gebaut werden: Felsen, Baumstämme, Betonrohre, Böschungen. Gewertet wird nicht die Zeit, sondern die Fehlerfreiheit. Unabhängige Punktrichter stehen an den Sektionen und vergeben Strafpunkte: bis zu drei, wenn ein Fuß den Boden berührt, und fünf bei Sturz, Rückwärtsrollen oder abgestelltem Motor, womit die Sektion beendet ist. Vor dem Wettkampf dürfen die Fahrer die Sektionen zu Fuß ablaufen und sich ihre Spur einprägen; das Trainieren in den Sektionen selbst ist untersagt, ein separater Trainingsbereich soll ab dem Vortag zur Verfügung stehen. Von außen darf ein Helfer verbal unterstützen. Gestartet wird einzeln im Abstand von einer Minute, die Startfolge wird ausgelost. Für Sponsoring ergeben sich daraus zwei Alleinstellungen. Erstens die Nähe: Das Publikum steht rund um die Sektion, häufig in Armlänge zum Fahrer, und zwischen den Starts ist es leise genug für Gespräche. Trial ist damit die einzige hospitality-taugliche Motorsport-Disziplin – ein Betrieb kann Kunden mitbringen, ihnen die Wertung erklären und sich dabei mit ihnen unterhalten, was auf einer Rennstrecke nicht funktioniert. Zweitens die Infrastruktur: Weil Sektionen aus vorhandenem Material entstehen, kann eine Veranstaltung fast überall stattfinden. Beim TrialGP von Deutschland 2024 in Neunkirchen wurde dafür ein ehemaliger Schrottplatz saniert; die Veranstaltung verzeichnete 113 Starter und rund 12.000 Zuschauer. Für Sponsoren eröffnet das eine Option, die es sonst nirgends gibt: ein Showtrial auf dem eigenen Betriebsgelände, etwa beim Tag der offenen Tür. Struktur: Höchstes deutsches Prädikat ist die Deutsche Trial-Meisterschaft; darunter gibt es zahlreiche Veranstaltungen für jedes fahrtechnische Niveau. Für das Hallen-Trial existiert ein eigenes Prädikat – dort ist die Veranstaltung wetterunabhängig, das Publikum sitzt auf Rängen und zahlt Eintritt, wodurch es Bandenflächen, Durchsagen und ein Programm gibt, die es im Gelände-Trial nicht gibt. Die deutsche Motorsportjugend schreibt eine eigene Jugend-Trial-Meisterschaft aus; in Open- und Pokalklassen ist der Start ab 13 Jahren möglich, seit der Saison 2026 mit der Klasse 6F als eigener Ladies-Open-Wertung. Ebenfalls seit 2026 ist geregelt, dass das Fahren ohne die vorgeschriebene Schutzausrüstung – Stiefel, Handschuhe und Schutzkleidung – zur Disqualifikation führt. Kostenseite: Trial gehört zu den günstigeren Motorsport-Disziplinen, weil die Motorräder klein und leicht sind, der Reifenverschleiß niedriger ausfällt als auf Rundstrecke oder im Motocross und keine langen Renndistanzen gefahren werden. Übrig bleiben Nenngeld, Transport, Schutzausrüstung und Material. Sponsoringpakete liegen entsprechend niedrig: kleines Logo am Motorrad 150 bis 600 Euro pro Saison, Sektionspatenschaft 250 bis 1.500 Euro je Veranstaltung, Showtrial auf dem Firmengelände 500 bis 3.500 Euro je Termin, regionaler Hauptpartner 1.500 bis 8.000 Euro pro Saison. Quellen: DMSB (Disziplinseite Trial), DMSB-Trial-Reglement 2026 grüner Teil einschließlich Bulletin 01/2026, Prädikatsbestimmungen Trial und DMSB-Hallen-Trial 2026, dmsj (Deutsche Jugend-Trial-Meisterschaft), DMSB-Meldung zum TrialGP von Deutschland 2024. #### E-Motorsport: die einzige Disziplin mit interner Begründung E-Motorsport umfasst Elektro-Kart, den E-Slalom als Einsteigerserie im Automobilslalom und elektrische Geländemotorräder. Die Basis ist in Deutschland klein – das ist ein Zukunftsthema, kein Massenmarkt, und ein Sponsoringangebot sollte das nicht anders darstellen. Der Wert für Sponsoring liegt an drei anderen Stellen. Erstens die interne Begründung: Für Betriebe mit Nachhaltigkeitsberichtspflicht, mit öffentlichen Auftraggebern oder mit einer Belegschaft, die Motorsport kritisch sieht, ist ein Verbrenner-Sponsoring erklärungsbedürftig – ein E-Kart- oder E-Slalom-Projekt nicht. Damit entfällt die Hürde, an der viele Motorsport-Gespräche enden, bevor über Beträge geredet wird. Zweitens der Lärm, praktisch oft der wichtigere Punkt: E-Motorsport ist leise. Veranstaltungen sind damit indoor, abends und in Stadtnähe möglich, wo Lärmschutz einen Verbrennermotor ausschließt. Ein Sponsor kann Kunden oder Mitarbeitende zu einem Termin einladen, der ohne Anfahrt über Land auskommt. Drittens die Partnerbranchen: E-Motorsport ist die einzige Motorsport-Disziplin, an die Elektrotechnik- und Elektrohandwerksbetriebe, Anbieter von Ladeinfrastruktur, Energieversorger und Stadtwerke fachlich andocken. Diese Betriebe werden im übrigen Motorsport nie angefragt; für sie ist ein E-Projekt kein Werbeträger, sondern ein fachlicher Bezug und häufig ein Recruiting-Thema, weil im Elektrobereich Fachkräfte fehlen. Verbandsseitiger Rahmen: Das technische Reglement kennt eigene Elektro-Kart-Klassen mit definierten Leistungsgrenzen – im Junior-Bereich bis 23 kW, im Senior-Bereich bis 28 kW, jeweils mit maximal 60 Volt Gleichspannung, dazu eine leistungsschwächere Klasse mit 7,5 kW. Für Veranstaltungen mit Elektrofahrzeugen gelten eigene Richtlinien des Verbands. Mit dem Handbuch 2026 kam ein umfassendes, an den Regeln des Weltverbands orientiertes Regelwerk für vollelektrische Geländemotorräder dazu; es gilt ausdrücklich für vollwertige Elektromaschinen, nicht für E-Bikes oder Hybridlösungen. Deutschland war zudem der Ort, an dem die weltweit erste Elektro-Kart-Meisterschaft startete, und der nationale Verband ist in der Umweltakkreditierung des Weltverbands als einer von wenigen nationalen Verbänden auf der höchsten Stufe eingeordnet. Eine Einordnung, die zur Ehrlichkeit gehört: Der Verband selbst weist darauf hin, dass bei der Umweltbilanz von Motorsport-Veranstaltungen der dominierende Faktor nicht der Rennbetrieb ist, sondern der Zuschauerverkehr. Wer mit Nachhaltigkeit argumentiert, sollte deshalb nicht behaupten, ein E-Kart löse alles; belastbar sind lokal fehlende Abgase, deutlich weniger Lärm und damit Veranstaltungsorte, an denen sonst nichts ginge. Sponsoringbeträge orientieren sich an den vergleichbaren Verbrenner-Disziplinen; wegen des kleinen Feldes sind Technik- und Sachleistungspartnerschaften hier häufiger als reine Geldzahlungen. Beispiele: kleines Logo am Fahrzeug 200 bis 800 Euro pro Saison, Technikpartner 750 bis 5.000 Euro, Ladeinfrastruktur-Partner 500 bis 4.000 Euro, Indoor-Eventpaket 750 bis 4.000 Euro je Termin, regionaler Hauptpartner 2.000 bis 10.000 Euro pro Saison. Quellen: DMSB-Handbuch 2026 gelber Teil (CIK-Reglement und Kart-Reglement, E-Kart-Klassen), DMSB-Richtlinien für Veranstaltungen mit Elektrofahrzeugen, DMSB-Nachhaltigkeitsseite (FIA-Umweltakkreditierung, Elektro-Kart-Meisterschaft), FIM-Bestimmungen für Elektromotorräder 2026, ADAC (eSlalom Youngster Cup). #### ATV und Quad ATV und Quad sind auf der Plattform als Unterkategorie wählbar, haben aber in Deutschland keine eigene Verbandsdisziplin: Quads starten in eigenen Wertungen innerhalb von Enduro und Motocross. Eine eigene Landingpage würde deshalb nur die beiden bestehenden Seiten wiederholen; Quad- und ATV-Fahrerinnen und -Fahrer finden ihre Einordnung auf https://www.findasponsor.de/motorsport/enduro und https://www.findasponsor.de/motorsport/motocross. Für die Sponsorensuche gilt dort dasselbe wie für Motorräder: Das Profil wird im Bereich Motorsport angelegt, als Unterkategorie ist ATV / Quad zu wählen. Typische Sponsoring-Formen im Motorsport: Fahrzeug-Beklebung, Rennanzug- und Helmflächen, Teamkleidung, Servicezelt und Transporter, Boxen- und Paddock-Präsenz, Hospitality und Mitfahrten, Sachsponsoring von Reifen, Kraftstoff, Material und Werkstattleistung. Der Unterschied zum Vereinssport ist strukturell: Gesponsert wird meist keine Mannschaft mit Geschäftsstelle, sondern eine Fahrerin, ein Fahrer, eine Familie oder ein kleines Team. Sachleistungen haben dadurch einen größeren Anteil als im Vereinssport, weil Reifen, Verschleißteile und Wartung die Hauptkostenblöcke sind. #### Verbandsstruktur Nationaler Dachverband ist der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB). Er ist der deutsche ASN im Sinne des Internationalen Sportgesetzes der FIA und zugleich Mitglied von FIM und FIM Europe sowie des Deutschen Olympischen Sportbunds. Wer als Fahrer, Bewerber oder Sportwart am organisierten Motorsport teilnimmt, braucht eine DMSB-Lizenz. Lizenzstufen im nationalen Bereich sind die Nationale Lizenz Stufe A, B und C sowie die Nationale Kart-Lizenz Stufe A; die höhere Stufe schließt die niedrigere ein. Für einzelne Veranstaltungen gibt es statt der Jahreslizenz die Race Card. Lizenzen und DMSB-Sponsor-Cards gelten bis zum 31.12. des jeweiligen Jahres, Sportwartlizenzen drei Kalenderjahre. Die Lizenzstufe bestimmt, an welchen Wettbewerben jemand teilnehmen und ob er dort gewertet werden kann: Im Deutschen Schotter-Rallye-Cup etwa ist mindestens die Nationale Lizenz Stufe B wertungsberechtigt, Inhaber der Stufe C dürfen teilnehmen, werden aber nicht gewertet. #### DMSB Sponsor-Card Für Sponsoring ist die DMSB Sponsor-Card der wichtigste Sonderfall, weil sie im Vereinssport keine Entsprechung hat. Sponsoren oder Namensgeber, die neben dem Fahrernamen im offiziellen Programmteil sowie in Nenn-, Starter- und Ergebnislisten genannt werden wollen, ohne selbst die Funktion des Bewerbers zu übernehmen, können die Sponsor-Card lösen (DMSB-Lizenzbestimmungen Art. 38 Abs. 1). Veranstalter und Serienausschreiber sind dann verpflichtet, den Sponsor mit dem in der Lizenz angegebenen Titel in ihren Publikationen zu führen, also in Internet, Programm sowie Nenn-, Starter- und Ergebnislisten. Wichtige Begrenzung: Ein Fahrer darf jeweils nur einen lizenzierten Sponsor neben einem Bewerber angeben. Dieser Nennplatz ist damit faktisch exklusiv und eignet sich als Gegenleistung nur für einen einzigen Partner. Bei der Dokumentenabnahme gehört die DMSB-Sponsor-Card zu den vorzulegenden Unterlagen. #### Werbung am Fahrzeug (DMSB-Rallye-Reglement 2026) Anders als beim Trikot ist die Werbefläche am Rallyefahrzeug nicht durch eine Anzahl von Partnern begrenzt, sondern durch Flächen, die anderen vorbehalten sind: - **Grundsatz (Art. 29.1):** Werbung am Fahrzeug ist erlaubt, sofern sie nach nationalem Recht sowie den Bestimmungen von FIA und DMSB zulässig ist, nicht anstößig und nicht politischer oder religiöser Natur ist und die Sicht der Crew durch die Scheiben nicht behindert. - **Identifikationsmaterial (Art. 27.1.2):** Werbung innerhalb des vom Veranstalter gestellten Identifikationsmaterials ist zwingend vorgeschrieben und kann vom Teilnehmer nicht abgelehnt werden. Änderungen daran sind nicht erlaubt. - **Türschilder (Art. 27.2.1):** Zwei Startnummernschilder für die Vordertüren, 67 cm breit und 17 cm hoch einschließlich 1 cm weißer Einfassung. Ziffern fluoreszierend gelb, 14 cm hoch, 2 cm Strichstärke. Der restliche Teil dieser Schilder ist für die Werbung des Veranstalters reserviert. Alternativ erlaubt die ASN-Regelung Ziffern von 28 cm Höhe und 5 cm Stärke, schwarz auf weißem Rechteck von maximal 50 cm Breite und 38 cm Höhe. - **Sperrzone (Art. 27.2.3):** Außer dem Farbmuster des Fahrzeugs darf sich kein Zeichen innerhalb von 10 cm zum Startnummernschild befinden. Diese Abstandsregel ist der häufigste Grund, warum ein zugesagtes Sponsorenlogo an der geplanten Stelle nicht kleben darf. - **Serienwerbung (Art. 29.5.1):** Dem Serien-Promoter sind zusätzlich vorbehalten: eine Fläche von 15 cm Höhe über die volle Breite der Windschutzscheibe unterhalb der Teilnehmerfläche sowie eine Fläche von 6 cm Höhe und 67 cm Breite unmittelbar unter dem Startnummernträger auf den Türen. - **Fahrernamen (Art. 28.1):** Anfangsbuchstabe des Vornamens und Nachname von Fahrer und Beifahrer stehen auf den hinteren Seitenscheiben, weiß, Helvetica, 6 cm Großbuchstabenhöhe, 1,0 cm Strichstärke. Der Fahrername steht oben. #### Freiwillige Veranstalterwerbung und ihr Preis (Art. 29.4) Der Veranstalter kann Bewerber auffordern, zusätzlich eine freiwillige Werbung anzubringen. Lehnt ein Bewerber das ab, darf das Nenngeld dafür höchstens verdoppelt werden, und der Aufschlag ist auf 2.000 EUR gedeckelt. Für Sponsoring entscheidend ist die Ausnahme in Art. 29.4.2: Bezieht sich die freiwillige Veranstalterwerbung auf eine Automobilmarke, Reifen, Kraftstoff oder Oel, darf bei Ablehnung kein zusätzliches Nenngeld berechnet werden. Wer also einen Reifenhändler, eine Werkstatt, einen Kraftstoff- oder Schmierstoffpartner als Sponsor hat, kann konkurrierende Veranstalterwerbung aus derselben Warengruppe kostenfrei ablehnen. Diese Regel ist der praktische Ersatz für eine Branchenexklusivität, die im Vertrag oft gefordert, aber selten sauber geregelt wird. Wer die freiwillige Veranstalterwerbung annimmt, muss die in der Ausschreibung genannten Flächen dafür freihalten; Änderungen an den Werbeaufklebern sind nicht erlaubt (Art. 29.4.3). #### Motorradsport Im Straßensport gelten eigene Vorgaben für die Startnummernfelder: Ziffernhöhe vorne 140 bis 160 mm, hinten und seitlich 120 bis 140 mm, mit scharfem Kontrast zwischen Untergrund und Ziffernfarbe in gleicher Kombination an allen Startnummernfeldern. Die Beurteilung obliegt den Technischen Kommissaren. Auch hier gilt: Die freie Werbefläche ergibt sich aus dem, was nach den Pflichtflächen übrig bleibt. #### Einschränkung und Quellen Die genannten Flächen- und Ziffernmasse stammen aus dem DMSB-Rallye-Reglement 2026 beziehungsweise dem DMSB Straßensport-Reglement und gelten für DMSB-genehmigte Veranstaltungen. Für Wettbewerbe mit FIA-Prädikat gehen die FIA-Bestimmungen vor. Clubsport-Veranstaltungen, markenoffene Trackdays und nicht DMSB-genehmigte Formate unterliegen diesen Regeln nicht; dort legt der Veranstalter die Flächen selbst fest. Serien- und Prädikatsausschreibungen können zusätzliche Werbeanforderungen stellen. Quellen: DMSB-Handbuch 2026, grüner Teil, DMSB-Rallye-Reglement (Stand 18.12.2025), Artikel 22.1, 27, 28, 29 und 30.2; DMSB-Veranstaltungsreglement; DMSB-Lizenzbestimmungen Artikel 38; DMSB Straßensport-Reglement. Herausgeber: Deutscher Motor Sport Bund e.V., https://www.dmsb.de --- ## 5. Sponsoring-Grundlagen ### 5.1 Was ist Sponsoring? Sponsoring bezeichnet die Zuwendung von Geld, Sachmitteln oder Dienstleistungen eines Unternehmens (Sponsor) an eine Person, Organisation oder Veranstaltung (Gesponserter) gegen eine vertraglich vereinbarte Gegenleistung, in der Regel Werbeleistungen. Sponsoring ist ein Werbeinstrument und kein Geschenk. ### 5.2 Sponsoring-Formen - **Geldsponsoring** – direkte Geldzahlung - **Sachsponsoring** – Bereitstellung von Produkten, Equipment, Trikots - **Dienstleistungssponsoring** – Stellung von Dienstleistungen (z. B. Druck, Hotel, Catering) - **In-Kind-Sponsoring** – Sammelbegriff für Sach- und Dienstleistungssponsoring ### 5.3 Sponsoring-Hierarchie Vereine arbeiten typischerweise mit einer dreistufigen Hierarchie: - **Hauptsponsor:** Trikotbrust, Mittellinien-Bande, Naming-Right, Branchen-Exklusivität, Hauptlogo. 50–80 % des Gesamt-Sponsoringbudgets, 2–5 Jahre Laufzeit. - **Co-Sponsor:** Trikotrücken, Ärmel, seitliche Bandenposition. 15–30 % des Budgets, 1–3 Jahre Laufzeit, keine Exklusivität. - **Partner/Förderer:** Eckbande, Hose/Stutzen, Nebenlogo. 5–15 % des Budgets, 1 Jahr Laufzeit. ### 5.4 Was Sponsoring typischerweise kostet Richtwerte für den deutschen Markt: | Form | Preisspanne | |---|---| | Lokale Bandenwerbung (Amateurverein) | ab ~200 €/Saison | | Trikotsponsoring Amateurfußball | 500–5.000 €/Saison | | Regionales Hauptsponsoring | 2.000–20.000 €/Jahr | | Profibereich Hauptsponsoring | 6- bis 7-stellig/Jahr | Im Breitensport sind 200–5.000 € pro Saison typisch. Lokale Vereine erreichen über mehrere Sponsoren oft 1.000–10.000 € jährlich. ### 5.5 Typische Gegenleistungen - Trikotwerbung (Brust, Rücken, Ärmel, Hose, Stutzen, Trainingsanzug) - Bandenwerbung - Logo auf Vereinswebsite und Social-Media-Kanälen - Erwähnung in Pressemitteilungen - Social-Media-Posts (12–24/Jahr bei Hauptsponsoring) - Hospitality bei Events (VIP-Tickets, Logen) - Naming-Rights für Stadion, Halle oder Veranstaltung - Stand-Präsenz bei Veranstaltungen --- ## 6. Ratgeber: Trikotsponsoring Trikotsponsoring ist die häufigste Sponsoring-Form im deutschen Sport. Logo wandert mit Spielern und ist bei jedem Spiel, Training, Foto, Interview sichtbar. ### 6.1 Positionen & Preise (Saison-Beträge für 1. Mannschaft) | Position | Kreisliga | Bezirksliga | Verbandsliga | |---|---|---|---| | Trikotbrust | 800–2.000 € | 1.500–4.000 € | 3.000–8.000 € | | Trikotrücken | 300–800 € | 500–1.500 € | 1.000–3.000 € | | Ärmel | 200–500 € | 400–1.000 € | 700–2.000 € | | Hose | 150–400 € | 300–800 € | 500–1.500 € | | Stutzen | 100–250 € | 200–500 € | 300–1.000 € | | Trainingsanzug | 200–600 € | 400–1.200 € | 800–2.500 € | Jugendmannschaften liegen bei ca. 30–50 % dieser Werte. ### 6.2 Logo-Größen Standard - Trikotbrust: 8 × 8 cm bis 12 × 12 cm (Premium-Hauptsponsoring bis 14 × 14 cm) - Trikotrücken: ca. 18 cm - Ärmel, Hose: 4–10 cm - DFB-Verbandsregeln: max. 200 cm² auf der Trikotbrust ### 6.3 Druck & Beflockung - Kosten pro Trikot: 5–15 € (Flexdruck günstig, hält 1–2 Saisons; Sublimation hochwertig; Stickerei Premium und dauerhaft) - Für eine 18-Spieler-Mannschaft mit 2 Trikotsätzen: ca. 288 € Beflockungskosten - Logo immer als Vektordatei (.svg, .ai, .pdf) anfordern - Im Sponsoringvertrag klären: Wer zahlt die Beflockung (Verein, Sponsor oder geteilt)? - Approval-Prozess: Sponsor gibt finale Optik frei (Standard 24 h) ### 6.4 5 typische Fehler 1. Mündliche Zusagen statt Vertrag 2. Vektor-Logo nicht angefordert 3. Druckkosten im Vertrag nicht geklärt 4. Verbandsregeln nicht geprüft 5. Logo-Größe nicht in Zentimetern definiert --- ## 7. Ratgeber: Bandenwerbung Bandenwerbung ist die zweithäufigste Sponsoring-Form. Werbeflächen am Spielfeldrand – meist 3 × 1 m Tafeln aus PVC-Plane. ### 7.1 Größen & Preise (Saison-Beträge) | Größe / Position | Kreisliga | Bezirksliga | Verbandsliga | |---|---|---|---| | 3 × 1 m, Mittellinie/Toraus | 300–600 € | 500–1.200 € | 1.000–3.000 € | | 3 × 1 m, Eckbande/Seitenmitte | 200–400 € | 300–800 € | 500–1.500 € | | 4 × 1 m (Premium), Mittellinie | 400–900 € | 700–1.800 € | 1.500–4.500 € | | 5 × 1 m (Maxi), Premium-Position | 600–1.300 € | 1.000–2.500 € | 2.000–6.000 € | | 2 × 1 m (Hallenbande Handball/Basketball) | 250–500 € | 400–900 € | 700–2.000 € | | 12 × 2 m (Tenniscourt-Sichtblende) | 200–500 € | 400–1.000 € | 800–2.500 € | Mehrjahresverträge (3–5 Jahre) typischerweise mit 10–25 % Rabatt. ### 7.2 Materialien - **PVC-Plane (Standard):** witterungsbeständig, UV-stabil, 5–8 Jahre haltbar. Druck: 80–200 €/3×1 m - **Mesh-Plane:** 50 % Luftdurchlässigkeit, für windreiche Standorte. Druck: 100–220 € - **Hartplastik HPL:** Premium-Material, 10+ Jahre haltbar. Anschaffung 300–600 € - **Plexiglas:** Standard im Eishockey, hält Pucks aus. Druck: 400–900 €/2,40×1,20 m - **Wechsel-Banner-System:** Alurahmen mit Banner-Einsätzen, langfristig günstig - **Drehbande / LED-Bande:** in oberen Ligen, 5.000–30.000 € Investition ### 7.3 Position & Wert - Mittellinie: höchste Sichtbarkeit (Hauptkameras, Mittelfeld-Action) - Tor-Höhe: hohe Sichtbarkeit (Tor-Aktionen, Eckbälle) - Trainerbank-Bereich: stark in TV-Übertragungen - Eckbanden: niedrigste Sichtbarkeit - Seitenmitte gegenüber Tribüne: gut, aber selten in Kameraachse --- ## 8. Ratgeber: Hauptsponsor werden Hauptsponsoring ist die Premium-Form: dominantes Branding, Trikotbrust, Mittellinien-Bande, Naming-Right, Cover-Position. Mehrjahresverträge sind Standard. ### 8.1 Kosten nach Vereinsgröße (Saison) | Vereinsgröße | Mitglieder | Hauptsponsorpreis | Typische Laufzeit | |---|---|---|---| | Jugendmannschaft / Kleinverein | < 100 | 500–2.000 € | 1–2 Jahre | | Kreisliga-Verein | 100–300 | 2.000–5.000 € | 1–2 Jahre | | Bezirksliga, mittlerer Verein | 300–700 | 5.000–15.000 € | 2–3 Jahre | | Verbandsliga, großer Verein | 700–2.000 | 10.000–40.000 € | 2–3 Jahre | | Regionalliga, Mehrsparten | 2.000+ | 25.000–100.000 € | 3–5 Jahre | | 3. Liga / 2. Bundesliga | – | 100.000–500.000 € | 3–5 Jahre | | 1. Bundesliga | – | 500.000–5.000.000 € | 3–5 Jahre | ### 8.2 Was im Hauptsponsor-Paket enthalten ist - Trikotbrust der 1. Mannschaft (10×10 bis 14×14 cm) - Premium-Bandenposition (Mittellinie / Tor-Höhe) - Naming für Vereinsheim oder Cup - Cover-Position auf Vereinsmagazin, Website, Programmheft, Plakat - Social-Media-Präsenz: 12–24 Posts pro Jahr, Story-Erwähnungen, Hashtag - Premium-Hospitality: VIP-Plätze, Catering, Treffen mit Mannschaft - Branchen-Exklusivität (kein zweiter Sponsor aus gleicher Branche) --- ## 9. Ratgeber: Naming Rights Naming Rights ist das vertragliche Recht, einer Sportstätte, einem Wettbewerb oder einer Mannschaft den eigenen Markennamen zu geben. ### 9.1 Varianten **Stadion-/Halle-Naming (komplette Sportstätte):** - 1. Bundesliga: 2–15 Mio. €/Jahr, Laufzeit 5–15 Jahre - 2. Bundesliga: 500.000–2 Mio. €/Jahr - Amateurbereich: 1.500–15.000 €/Jahr, Laufzeit 2–5 Jahre **Sub-Naming (Court, Halle, Vereinsheim-Bereich):** - Tenniscourt: 1.000–5.000 €/Jahr - Vereinsheim: 1.500–8.000 €/Jahr - Trainingsanlage: 800–4.000 €/Jahr **Cup- / Turnier-Naming:** - Amateur-Cup: 1.000–10.000 €/Auflage - Profi-Turnier: 50.000–500.000 €/Auflage - Saison-Highlight: 5.000–50.000 € ### 9.2 Branchenübliche Markt-Spannen | Tier | Naming-Spanne/Jahr | Typische Laufzeit | |---|---|---| | Top-Bundesliga (Champions League-Klubs) | 6–15 Mio. € | 15+ Jahre | | Mittlere Bundesliga | 2–5 Mio. € | 10–15 Jahre | | 2. Bundesliga | 500.000–2 Mio. € | 5–10 Jahre | | 3. Liga / Regionalliga | 100.000–500.000 € | 3–8 Jahre | | Multifunktions-Halle (Profi-Eishockey/Basketball) | 1–7 Mio. € | 5–15 Jahre | | Amateurstadion / Vereinsheim | 1.500–15.000 € | 2–5 Jahre | Quelle der Marktwerte: öffentlich zugängliche Daten (Stadionwelt, Statista, kicker). --- ## 10. Sponsoring & Steuer (für Unternehmen) ### 10.1 Sponsoring ist Betriebsausgabe – ohne Obergrenze Sponsoring-Ausgaben sind nach **§ 4 Abs. 4 EStG** als Betriebsausgaben voll absetzbar – ohne prozentuale Obergrenze. Voraussetzung: eine wirtschaftliche Gegenleistung (Werbeleistung). Bei umsatzsteuerpflichtigen Vereinen ist zusätzlich der Vorsteuerabzug möglich. ### 10.2 Sponsoring vs. Spende | Kriterium | Sponsoring | Spende | |---|---|---| | Gegenleistung | Ja (Werbung, Logo, Sichtbarkeit) | Nein | | Steuerlich (Unternehmen) | 100 % Betriebsausgabe, unbegrenzt | Sonderausgabe, max. 20 % des Gewinns | | Vertrag | Sponsoringvertrag nötig | formlos, keine Pflicht | | Beleg | Rechnung mit Umsatzsteuer | Spendenbescheinigung | | Umsatzsteuer (Empfänger) | 19 % USt (aktive Werbung) bzw. 7 % (passive Duldung) | steuerfrei | | Privatperson | nicht absetzbar | bis 20 % der Gesamteinkünfte als Sonderausgabe | | Buchhaltung Verein | wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb | ideeller Bereich | ### 10.3 Vier Voraussetzungen für steuerlich anerkanntes Sponsoring 1. **Schriftlicher Vertrag** mit Leistung und Gegenleistung 2. **Wirtschaftliche Gegenleistung** (Logo, Werbung, Posts, Bande) – keine bloße Dankesnennung 3. **Angemessenheit** zwischen Zahlung und Werbewert 4. **Dokumentation** (Rechnung, Vertrag, Nachweise wie Fotos/Screenshots) ### 10.4 Praxisbeispiel Steuerberechnung Beispiel Solo-Selbstständiger, vorsteuerabzugsberechtigt, 30 % effektiver Steuersatz: | Position | Betrag | |---|---| | Sponsoring-Beitrag netto | 100,00 €/Monat | | + Umsatzsteuer 19 % | 19,00 € | | Brutto-Zahlung | 119,00 € | | − Vorsteuer-Erstattung | − 19,00 € | | − Steuerersparnis (30 % von 100 €) | − 30,00 € | | **Effektive Kosten** | **70,00 €/Monat** | Bei 119 € Brutto-Zahlung bleiben 70 € effektive Kosten. --- ## 11. Ratgeber: Sponsoringkonzept erstellen Das Sponsoringkonzept ist Visitenkarte, Verkaufsargument und Verhandlungsbasis. Aufbau: 1. **Ziel und Bedarf** mit konkreten Zahlen (z. B. 5.000 € für neue Trikots) 2. **Verein/Person** vorstellen (1–2 Seiten, mit Fotos und Werten) 3. **Zielgruppe** analysieren (Demografie, Region, Interessen) 4. **Sponsoring-Pakete** in drei Stufen definieren (z. B. Bronze 500 €, Silber 1.500 €, Gold 5.000 €) 5. **Werbeflächen** auflisten (Trikot, Bande, Plakate, Website, Social Media) 6. **Reichweite & Nachweise** in Zahlen (Mitglieder, Zuschauerschnitt, Follower) 7. **Layout & Versand** als PDF auf 8–12 Seiten ### Beispiel-Pakete für einen Kreisliga-Amateurverein (300 Mitglieder, 80 Zuschauer/Heimspiel) **Bronze (~500 €):** Logo auf Vereinswebsite, Erwähnung im Vereinsmagazin, 2 Social-Media-Posts/Saison, Logo auf Saisonabschluss-Plakat **Silber (~1.500 €):** Alles aus Bronze + Bandenwerbung, 6 Social-Posts/Saison, Logo auf Trikotärmel, Stadiondurchsage **Gold/Hauptsponsor (~5.000 €):** Alles aus Silber + Trikotbrust (Hauptlogo), 12 Social-Posts/Saison, VIP-Tickets für alle Heimspiele, Naming-Right für Saison-Highlight-Cup ### Typische Fehler im Sponsoringkonzept - Zu lang (über 12 Seiten) - Keine konkreten Pakete ("beliebiger Betrag") - Keine Reichweiten-Zahlen - Generisch statt personalisiert - Kein klarer Call-to-Action --- ## 12. Ratgeber: Sponsorenanfrage / Anschreiben Das Anschreiben entscheidet, ob das Konzept überhaupt gelesen wird. Ziel: in 30 Sekunden Lesezeit überzeugen. ### Aufbau des Anschreibens - Persönlicher Bezug zum Unternehmen (z. B. Verweis auf vergangenes Engagement) - Kurze Vorstellung (Verein, Liga, Mitgliederzahl, Heimspielfrequenz, Reichweite) - Verweis auf das beigelegte Konzept mit Paket-Spannweite - Warum gerade dieses Unternehmen passt (Branche, Region, Zielgruppe) - Klarer Call-to-Action: 20-minütiges Gespräch in den nächsten zwei Wochen - Telefonnummer und E-Mail ### Vom Erstkontakt zum Vertrag (5-Schritte-Prozess) 1. **Recherche** des richtigen Ansprechpartners (Anruf bei der Zentrale) 2. **Telefon-First-Contact** (5-Minuten-Anruf, Interesse abklären) – Erfolgsquote ca. 5× höher als kaltes Anschreiben 3. **Anschreiben** verfassen (1 Seite, persönlich) 4. **Konzept anhängen** als PDF, Dateiname klar 5. **Nachfassen** nach 7–10 Werktagen, höflich, ohne Druck --- ## 13. Ratgeber: Sponsorenmappe Die Sponsorenmappe ist die physische Verpackung des Konzepts – professionell gedruckt, hinterlässt sie nachhaltigen Eindruck. ### Sieben Bestandteile 1. **Hülle & Layout:** Hardcover oder Premium-Heftung, DIN A4, Vereinslogo auf der Vorderseite 2. **Anschreiben (1 Seite):** persönlich, mit Call-to-Action 3. **Konzept (max. 10 Seiten):** Verein, Reichweite, Pakete, Gegenleistungen 4. **Visitenkarte** des Ansprechpartners 5. **Bildmaterial:** 3–5 Hochglanz-Fotos (Mannschaft, Spielszene, Vereinsheim) 6. **Pressespiegel:** lokale Presseberichte (1–2 Seiten) 7. **Vereins-Merchandise (optional):** Schlüsselband, Aufkleber, Tasse --- ## 14. Ratgeber: Sponsoringvertrag Ohne schriftlichen Vertrag kann das Finanzamt die Zahlung als Spende einstufen (statt voll absetzbare Betriebsausgabe). ### Die 7 Pflichtbestandteile 1. **Vertragsparteien:** Sponsor (Firma, Adresse, Vertretungsberechtigte) und Gesponserter (Verein, Vereinsregisternummer) 2. **Leistungen des Sponsors:** Geld (Höhe, Zahlungstermin, Konto), Sachleistungen (Beschreibung, Wert), Dienstleistungen 3. **Gegenleistungen:** Logo-Position, Größe, Sichtbarkeit, Anzahl Posts, Erwähnungen 4. **Laufzeit & Kündigung:** Anfangs- und Enddatum, Verlängerungsklausel, Kündigungsfristen 5. **Steuerliche Regelungen:** Umsatzsteuerklausel (7 % bei Vermögensverwaltung, 19 % bei aktiver Werbeleistung) 6. **Haftung & Schäden:** Haftungsausschluss bei Veranstaltungsausfall, Rückzahlungsklausel 7. **Schlussbestimmungen:** Schriftformklausel, salvatorische Klausel, Gerichtsstand, Datenschutz ### Umsatzsteuer-Szenarien - **Aktive Werbeleistung:** 19 % USt - **Passive Duldung (Vermögensverwaltung):** 7 % USt - **Kleinunternehmer:** 0 % USt Bei Beträgen über 5.000 € pro Saison oder komplexen Konstellationen: Anwalt prüfen lassen. --- ## 15. Ratgeber: Sponsoring-Saison vorbereiten Größere Unternehmen planen Marketing-Budgets im 4. Quartal des Vorjahres. Wer im Mai akquiriert, kommt zu spät. Realistischer Vorlauf: 9–12 Monate. ### Phase 1 (12–10 Monate vor Saisonbeginn): Strategie & Konzept - Saison-Bilanz aufstellen - Sponsoringkonzept aktualisieren - Sponsoring-Pakete neu schnüren - Mitgliederliste systematisch durchgehen - Sponsorenkreis erweitern (20–30 lokale Unternehmen identifizieren) - Akquise-Materialien vorbereiten ### Phase 2 (9–6 Monate): Akquise & Verhandlung - Bestandssponsoren zuerst ansprechen (Verlängerung) - Telefon-First-Contact bei Neukunden - Individualisierte Anschreiben - Termine vereinbaren (10× höhere Conversion als Anschreiben) - Sponsorenmappe persönlich übergeben - Verträge verhandeln, Mehrjahresverträge mit Rabatt anbieten ### Phase 3 (6–3 Monate): Verträge & Produktion - Verträge unterzeichnen - Logo-Vektor-Dateien einsammeln - Mockups (Trikot, Bande, Programmheft) zur Freigabe schicken - Trikot- und Bandenproduktion starten --- ## 16. Ratgeber: Sponsorenpflege Die Verlängerungs-Quote ist der wichtigste KPI: - Gut gepflegter Sponsor: 70–80 % Verlängerungs-Wahrscheinlichkeit - Vernachlässigter Sponsor: 20–30 % ### Phase 1 (Vertragsabschluss bis Saison-Start) - Bestätigungs-Anschreiben innerhalb 48 h - Logo-Datei einsammeln und Approval-Prozess starten - Trikot-Übergabe als PR-Termin - Saison-Eröffnungsgespräch - VIP-Einladung zum ersten Heimspiel - Pressemitteilung "X wird neuer Hauptsponsor von Y" ### Phase 2 (Saison-Start bis Halbzeit) - Monatlicher Foto-Bericht - Social-Media-Tag-Strategie - Quartals-Termin mit Hauptsponsor (30 Minuten) - Sponsor zu Heimspielen einladen - Saison-Highlights teilen (Sieg, Pokal, Saisonhöhepunkt) - Halbzeit-Bericht zur Saisonmitte --- ## 17. Sponsorensuche: Spezial-Anleitungen ### 17.1 Sponsoren finden für Verein – 8 Wege 1. Komitee bilden (1–3 Vereinsmitglieder mit Sponsoring-Verantwortung) 2. Bedarf konkret festlegen (Zahlen, konkrete Verwendung) 3. Mitgliederliste auswerten (warme Kontakte zuerst) 4. Lokale Recherche (IHK, Branchenbücher, Google Maps – 50 Sponsoren im 10-km-Umkreis) 5. Online-Plattform nutzen (passive Sponsorensuche über findasponsor) 6. Persönliche Erstkontakte per Telefon (Anruf vor Anschreiben) 7. Sponsoringkonzept personalisiert versenden 8. Nachfassen nach 7–10 Tagen Branchen, die Amateurvereine besonders häufig sponsern: Handwerker und Baufirmen, Gastronomie und Hotels, Autohäuser und Werkstätten, lokale Einzelhändler, Dienstleister und Berater, KMU. ### 17.2 Sponsoren finden für Fußballverein Realistische Sponsoring-Einnahmen: - Kreisliga / Kreisklasse: 3.000–8.000 €/Saison (Trikot + Bande + Co-Sponsoren) - Bezirksliga / Landesliga: 8.000–25.000 €/Saison - Verbandsliga / Oberliga: 25.000–80.000 €/Saison Standardpakete: Trikotbrust 1.500–5.000 €, Trikotrücken 800–2.500 €, Bandenwerbung 300–1.500 €. ### 17.3 Sponsoren finden für Jugendmannschaft Jugendmannschaften haben zwei Vorteile: 1. **Eltern-Netzwerk:** Eltern arbeiten in Firmen, kennen Geschäftsführer 2. **Image-Bonus:** Sponsoren lieben Jugend-Sponsoring (Familien-Image) Typische Sponsoring-Höhen: Hauptsponsor 500–1.500 €/Saison, Co-Sponsoren 100–500 €. Sachleistungen sind im Jugendbereich Standard (Sportgeschäft → Trikotsatz, Pizzeria → Verpflegung). ### 17.4 Sponsoren finden für Einzelsportler Realistische Beträge: - **Ambitionierter Amateur:** Sachsponsoring (Equipment, Schuhe) + 500–2.000 €/Jahr - **Semi-Profi (Bundesliga, Nationalkader):** 5.000–25.000 €/Jahr plus Equipment - **Profi (international, Olympia):** 25.000–500.000 €/Jahr Branchen, die Einzelsportler häufig sponsern: Sportartikel-Hersteller, Energy-Drinks/Sportnahrung, Physiotherapie/Wellness, Autohäuser/Versicherungen, lokale Mittelständler, Tech/Medien. ### 17.5 Sponsoren finden für Veranstalter – 8 Schritte Der Unterschied zum Vereinssponsoring: Ein Verein hat eine Saison über zehn Monate, eine Veranstaltung hat einen Tag. Die Schritte laufen deshalb rückwärts vom Termin. 1. Vom Termin rückwärts rechnen: Druckschluss der Werbemittel, Budgetzyklus der Unternehmen (meist viertes Quartal für das Folgejahr), Zeitpunkt ab dem ein Partner nichts mehr davon hätte 2. Klären, wer der Veranstalter rechtlich ist – bei Stadtfesten oft Kommune, Werbegemeinschaft oder beauftragte Agentur, bei Abibällen ein Komitee ohne Rechtsform. Davon hängt ab, wer unterschreibt, wer die Rechnung stellt und ob Umsatzsteuer anfällt 3. Vorhandene Zahlen zusammentragen: Besucherzahl der letzten beiden Jahre, Herkunft, Verweildauer, Presseecho, Reichweite der eigenen Kanäle 4. Flächen und Momente getrennt inventarisieren – dazu als dritte Gruppe die Flächen, die der Gast mitnimmt (Bändchen, Startnummer, Lanyard, Tasse, Goodie-Bag) 5. Drei Pakete schneiden, Branchenexklusivität nur einmal vergeben und vorher prüfen, ob sie durchsetzbar ist 6. Genehmigung prüfen, bevor eine Fläche zugesagt wird: Sondernutzungserlaubnis, Sicherheitskonzept, Hygienevorschriften, Jugendschutz 7. Profil anlegen statt fünfzig Betriebe anzuschreiben 8. Bericht innerhalb von zwei Wochen liefern – er verkauft das nächste Jahr und füllt Schritt 3 beim nächsten Mal Üblicher Vorlauf: 6 bis 9 Monate bei mittleren und großen Veranstaltungen, 3 bis 4 Monate bei kleinen lokalen Festen. Eine Rechtsform ist für ein Profil nicht nötig. Branchen, die Veranstaltungen besonders häufig sponsern, sortiert nach Nähe zum Anlass: Getränkehandel und Brauereien, Gastronomie, Einzelhandel vor Ort, Werbetechnik, Handwerksbetriebe, KMU, Solo-Selbstständige, Versicherungsagenturen, Autohäuser. Die vier häufigsten Fehler: zu spät gefragt (nach dem Druckschluss), keine benannte Gegenleistung (damit ist es eine Spende), eine Fläche zugesagt, die die Genehmigung nicht deckt, und nach dem Fest nichts geliefert. --- ## 18. Sponsoren-Zielgruppen ### 18.1 Solo-Selbstständige & Freiberufler Sponsoring ist für Solo-Selbstständige besonders effizient: - **Voll steuerlich absetzbar** nach § 4 EStG, ohne Obergrenze - **Persönliche Verbindung** statt anonyme Anzeige - **Niedriger Einstieg** ab 50 €/Monat Faustregel: 0,5–2 % des Jahresumsatzes für Sponsoring. Bei 60.000 € Umsatz also 300–1.200 €/Jahr. **Modell-Beispiele (illustrativ, 30 % Steuersatz):** - Immobilienmakler → lokaler Tennisverein, 100 €/Monat, effektive Kosten nach Steuer 70 €/Monat - Steuerberater → IHK-Sommerfest, 500 € einmalig, effektive Kosten ca. 350 € - Yoga-Lehrerin → Frauenfußballteam, Sachsponsoring 200 €/Monat (Wert), absetzbar - Webdesigner → Twitch-Streamer, 300 € pauschal + Website (Wert ca. 800 €) ### 18.2 Handwerksbetriebe Vorteile: - TKP im Sportsponsoring ca. **1 €** (Quelle: experto.de) – deutlich günstiger als TV (20–50 €) oder Print (30–100 €+) - Trikotsatz für 800 € hält oft 2–3 Saisons - Voll absetzbar nach § 4 EStG, Vorsteuerabzug bei USt-pflichtigen Vereinen - Mitarbeiterbindung (Gesellen sind oft selbst im Verein) - Image als "guter Nachbar" Konkrete Optionen: Trikotsponsoring, Bandenwerbung, Stadtfest- und Vereinsfeste, Fahrzeug-Branding, Sachleistungen (Material, Werkzeug, Renovierung), Turnier-Sponsoring. **Modell-Beispiele:** - Trikotsponsor D-Jugend Heimatverein: 600 €/Saison - Hauptsponsor Stadtfest: 1.200 € - Sachsponsor Feuerwehr: kostenlose Wartung Notbeleuchtung + Logo am Mannschaftsbus ### 18.3 Gastronomie (Restaurants, Cafés, Bars, Hotels) Vorteile: - Stammgäste durch Vereinsbindung (Treffen nach dem Spiel) - Lokale Sichtbarkeit im 10-km-Umkreis - Catering-Cross-Selling (Saisonabschluss, Sommerfest, Weihnachtsfeier) - Voll absetzbar – auch Sachleistungen wie Catering Konkrete Optionen: Trikotsponsoring, Catering-Sponsoring (Buffet gegen Logo-Präsenz), Stadtfest- und Festival-Sponsoring, Vereinsfest-Getränke, Vereinsrabatt-Karte (10 % für Mitglieder), Pokal-/Turnier-Sponsoring. **Modell-Beispiele:** - Trikotsponsor 1. Herrenmannschaft: 800 €/Saison + Buffet beim Saisonabschluss - Sponsor Theatergruppe + Stadtfest-Catering: 600 €/Jahr + Stand - Hauptsponsor Triathlon: 2.500 € + ermäßigte Übernachtungen ### 18.4 KMU & Mittelstand KMU sind die heimliche Stütze des Sponsoring-Markts. Im Amateurbereich stammen geschätzt 80–90 % der Sponsoring-Beträge von lokalen und regionalen KMU. **Budget-Tabelle:** - **Einsteiger-Sponsoring:** Bandenwerbung 200–500 €/Saison, Co-Trikotsponsoring 300–800 €, Sachsponsoring Jugend (Trikotsatz Wert 600 €), Co-Sponsor Vereinsfest 250–500 € - **Wachstums-Sponsoring:** Trikot-Hauptsponsor Amateurliga 1.500–3.500 €/Saison, Hauptsponsor Stadtfest 1.500–3.000 €, Creator-Kooperationen mit Micro-Influencern 200–500 € - **Strategisches Sponsoring:** Hauptsponsoring Verbandsligaverein 8.000–25.000 €/Saison, Co-Sponsor regional bekannter Sportler, Hauptsponsor regionaler Festivals, eSports-Team 5.000–20.000 € ### 18.5 Lokales Sponsoring (Handwerker, Gastro, Shops) Für lokal verankerte Unternehmen ist Sponsoring eine der günstigsten Werbeformen. TKP ca. 1 € im Sportsponsoring (Branchen-Durchschnitt). **Modell-Beispiele:** - Elektriker sponsert C-Jugend-Trikots, 80 €/Monat. Logo sichtbar bei jedem Heimspiel - Pizzeria sponsert Stadtlauf mit Getränken und Snacks. Gegenleistung: Logo auf Plakaten und in Social-Media-Kampagne - Friseur sponsert Instagram-Creatorin (5.000 Follower) mit kostenlosen Behandlungen + Rabattcode für Follower ### 18.6 Micro-Influencer-Sponsoring Nano- und Micro-Influencer (500–10.000 Follower) haben branchenüblich **4–8 % Engagement-Rate** (Quelle: Influencer Marketing Hub) – Macro-Accounts (über 100.000) oft unter 1 %. **Drei Kooperations-Modelle:** 1. **Produkt-Sponsoring:** Du schickst Dein Produkt, Creator postet (kostet nur Produktwert) 2. **Bezahlte Kooperation:** Pauschale 50–200 €/Content-Piece 3. **Affiliate/Provision:** Nur bei Erfolg (pro Verkauf) Bei allen Modellen: Kennzeichnung als "Werbung/Anzeige" nach UWG § 5a Pflicht. **Modell-Beispiele:** - Naturkosmetik-Shop schickt Produktsets an 3 Micro-Creatorinnen (3.000–8.000 Follower), je 1 Reel mit Review - Supplement-Marke + Fitness-YouTuber (~12.000 Abos) auf Affiliate-Basis - Hundezubehör-Shop + Hunde-Instagrammerin (~5.500 Follower), 100 €/Monat + Produkte ### 18.7 Zahnarztpraxen Zahnärztliche Werbung ist berufsrechtlich eng gerahmt: § 21 MBO-Z untersagt anpreisende, irreführende, herabsetzende und vergleichende Werbung, dazu kommen Heilmittelwerbegesetz und UWG. Bei HWG-Verstößen drohen Bußgelder bis 50.000 €. **Der entscheidende Gedanke:** Gerade deshalb passt Sponsoring. Eine reine Logoplatzierung trifft keine Aussage – sie kann daher weder anpreisend noch irreführend noch vergleichend sein und erfüllt das Sachlichkeitsgebot praktisch von selbst. **Vier Grenzen, die bleiben:** 1. Keine Verlosung oder Verschenkung von Behandlungen als Sponsoringleistung 2. Keine inhaltlichen Aussagen auf der Werbefläche – Praxisname, Logo, Kontakt genügen 3. Mitverantwortung für Texte, die der Verein über die Praxis veröffentlicht 4. Angemessenheit des Betrags im Verhältnis zur Gegenleistung **Fünf Sponsoringformen:** Bandenwerbung, Trikot- und Teamkleidung, Jugendförderung, Turnier- und Veranstaltungspatenschaften sowie Sportmundschutz als Sachsponsoring für Kontaktsportarten – letzteres verbindet Werbewirkung mit einem fachlich passenden Beitrag. **Personalgewinnung als zweiter Zweck:** Im März 2026 waren bundesweit 9.063 ZFA-Stellen offen (Stellenüberhangsquote 46,8 %). 31 % der ZFA-Auszubildenden sind bei Ausbildungsbeginn jünger als 18 Jahre – sie sind also in den Jugendabteilungen der örtlichen Vereine erreichbar. **Wirtschaftlicher Rahmen:** rund 677.000 € Durchschnittsumsatz je Praxis (2023), Patienten überwiegend aus wenigen Kilometern Umkreis. *Keine Rechtsberatung. Jede Landeszahnärztekammer setzt die MBO-Z in eigenes Satzungsrecht um, die Fassungen weichen voneinander ab (die Kammer Nordrhein formuliert etwa „reklamehaft" statt „anpreisend"). Verbindlich ist die Berufsordnung der zuständigen Kammer.* ### 18.8 Versicherungsvermittler (Agenturen und Makler) **Der Ausgangspunkt ist ein anderer als bei Zahnärzten.** Der BGH hat entschieden, dass mittelbare Absatzförderung – ausdrücklich einschließlich Sponsoring – unter den Werbebegriff fällt (BGH, Urt. v. 12.09.2013 – I ZR 208/12). Sponsoring ist damit rechtlich Werbung, und auf der Bandenwerbung gelten dieselben Regeln wie in jeder anderen Werbung der Branche. **Die zentrale Vorgabe aus den Wettbewerbsrichtlinien der Versicherungswirtschaft** betrifft unmittelbar die Gestaltung der Werbefläche: - Vertreter dürfen nicht als Makler auftreten, Makler nicht als Vertreter - In Werbemedien darf der Name des Vertreters gegenüber dem Namen des Unternehmens nicht im Vordergrund stehen Der zweite Punkt bedeutet praktisch: Ein gebundener Vertreter darf seinen Agenturnamen auf einer Bande nicht größer setzen als den des Versicherers. Das ist der häufigste Gestaltungsfehler beim Sponsoring in dieser Branche. **Drei Ausgangslagen** (DIHK-Vermittlerregister, Stand 01.07.2026: 178.810 Eintragungen gesamt): - **Gebundene Vertreter** (rund 98.000): Konzernmarke im Rücken, Freigabepflicht für Werbemittel, oft Werbekostenzuschuss vom Versicherer - **Mehrfachvertreter:** mehrere Marken, Abstimmung mit jedem Unternehmen einzeln - **Makler** (rund 47.000, Allzeithoch): keine Konzernmarke, der eigene Name trägt die Werbung allein **Vier Punkte vor der Unterschrift:** Logo-Freigabe durch den Versicherer einholen, Werbekostenzuschuss klären, Vertragspartner des Vereins eindeutig benennen (Agentur oder Person), Folgen bei Agenturwechsel regeln. *Keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind der jeweilige Agentur- bzw. Vertriebsvertrag und die Vorgaben des Versicherungsunternehmens.* ### 18.9 Rechtsanwaltskanzleien **§ 43b BRAO stellt zwei Hürden auf, nicht eine:** Werbung muss (a) sachlich über die berufliche Tätigkeit unterrichten und darf (b) nicht auf die Erteilung eines Auftrags im Einzelfall gerichtet sein. Hürde (b) gibt es in keiner anderen regulierten Branche. Eine Bandenwerbung nimmt sie von selbst, weil sie niemanden Bestimmten anspricht. Sponsoring ist deshalb als zulässige Werbeform anerkannt, solange das Vertrauen der Rechtsuchenden nicht beeinträchtigt wird (BVerfG, Beschl. v. 19.02.2008 – 1 BvR 1886/06). **Die Kippstelle:** Das Sponsoring einer Veranstaltung, auf der ein konkreter Rechtsbedarf gebündelt vorliegt – Betroffenentreffen nach einem Schadensereignis, einer Insolvenz oder in einem Massenverfahren – rückt nah an die unzulässige Einzelfallakquise. Der Sportverein ist unproblematisch, gerade weil dort niemand wegen eines konkreten Falls sitzt. **Vier Grenzen für die Werbefläche:** keine Erfolgs- oder Umsatzzahlen, Mandantennennung nur mit Zustimmung, Qualifikationsangaben nur mit Nachweis (Fachanwaltstitel), Mitverantwortung für Vereinstexte über die Kanzlei. **Rechtsberatung als Sachsponsoring:** Hier verläuft eine scharfe Linie. Außergerichtliche Beratung ist möglich, weil § 34 Abs. 1 RVG dafür keine gesetzliche Gebühr vorsieht – eine niedrige oder unentgeltliche Vergütung ist damit vereinbar. Die gerichtliche Vertretung dagegen ist an das RVG gebunden und eignet sich nicht als Sponsoringleistung. *Keine Rechtsberatung. Zuständig ist die eigene Rechtsanwaltskammer.* ### 18.10 Onlinehändler Die erste Branchenseite ohne berufsrechtlichen Rahmen. Der Hebel ist Messbarkeit. **Ausgangslage 2026:** Nettomargen im B2C-E-Commerce branchenweit unter 3 %, Kundenakquisitionskosten seit 2023 um rund 40 % gestiegen. **Kernaussage:** Anzeigenplätze werden versteigert – der Preis steigt mit dem Wettbewerb. Ein Sponsoring hat einen festen Preis für einen festen Zeitraum. **Was sich zuordnen lässt und was nicht:** Messbar sind partnerbezogene Rabattcodes, eigene Landingpages und UTM-Links. Nicht messbar sind spätere Käufe ohne Code, Wiedererkennung und Markenwirkung. Die gemessene Zahl ist damit die Untergrenze der Wirkung, nicht das Ergebnis. Wer hier mehr verspricht, verliert diese Zielgruppe sofort. **Break-even:** aus Kundenakquisitionskosten, Deckungsbeitrag je Bestellung und Sponsoringpreis. **Die richtige Kategorie:** Für einen bundesweit liefernden Shop ist der Sportverein fast nie die passende Wahl – Nähe zum Sportplatz ist ohne Einzugsgebiet wertlos. Passend sind Content Creator, eSports, Motorsport und thematische Events: Reichweite in einer umrissenen Zielgruppe statt Präsenz in einem Umkreis. Ausnahmen sind ein regionales Standbein oder ein sportnahes Sortiment. **Zwei Fallstricke:** Sachsponsoring aus dem Warenbestand ist umsatzsteuerlich ein tauschähnlicher Umsatz – beide Seiten stellen eine Rechnung. Und bei Creator-Kooperationen gilt die Kennzeichnungspflicht. ### 18.11 Stationärer Einzelhandel Das Gegenstück zu 18.10 – und die Seite mit der unbequemsten Aussage im ganzen Cluster. **Für ein Ladengeschäft ist das Logo auf der Bande die schwächste Sponsoringform.** Begründung: Der Händler hat im eigenen Ort kein Bekanntheitsproblem, die Leute kennen den Laden. Er hat ein Besuchsproblem. Eine Bande erzeugt Bekanntheit, aber keinen einzigen Ladenbesuch. Er braucht nicht Reichweite, sondern Frequenz. **Vier Gegenleistungen, die einen Anlass zum Besuch schaffen und den Verein nichts zusätzlich kosten:** 1. **Vereinsrabatt für Mitglieder** – der Verein kommuniziert ihn an eine Gruppe, die er tatsächlich erreicht 2. **Warengutscheine statt Sachpreisen** – ein Gutschein erzwingt einen Besuch, ein gespendeter Warenkorb nicht 3. **Termine im Laden** – Trikotübergabe, Mannschaftsfoto, Saisonauftakt 4. **Ausrüsterrolle** – der Verein ist selbst laufend Kunde, ein Teil des Sponsorings kommt als Umsatz zurück **Das strukturelle Argument:** Sponsoring ist einer der wenigen Kanäle, den ein Onlinehändler nicht nachbauen kann, weil er Anwesenheit voraussetzt. **Marktkontext (HDE 2026):** netto rund 4.900 Geschäfte weniger, Gesamtzahl fällt auf rund 296.600. Auch hier: Sachsponsoring aus dem Warenbestand ist ein tauschähnlicher Umsatz. ### 18.12 Imbiss, Pizzeria und Lieferbetriebe Abzugrenzen von 18.3 (Gastronomie), die Restaurants, Cafés, Bars und Hotels behandelt. Hier geht es um inhabergeführte Klein- und Schnellgastronomie mit Liefer- oder Abholgeschäft, und die Kostenrechnung ist eine völlig andere. **Der Hebel ist die Plattformprovision:** Ein gut geführter Betrieb erwirtschaftet etwa 6 bis 12 % Gewinn auf den Nettoumsatz. Die großen Lieferplattformen nehmen rund 13 % bei Eigenlieferung und bis zu 30 %, wenn sie den Fahrer stellen. **Die Provision ist also höher als die gesamte Gewinnmarge.** Daraus folgt: Eine Direktbestellung ist für diesen Betrieb deutlich mehr wert als eine zusätzliche Plattformbestellung. Und ein Verein ist eine Gruppe von mehreren hundert Menschen im Lieferradius, zu denen ein direkter Kanal entsteht – genau das, was die Lieferplattform vorenthält, weil ihr die Kundendaten gehören. **Break-even-Rechnung von der Seite:** 28 € Bestellwert bei 25 % Provision ergeben 7 € je Bestellung an die Plattform. Eine Bandenwerbung für 500 € pro Saison ist damit nach rund 72 Direktbestellungen bezahlt – etwa 6 im Monat. **Vier Zusagen, die der Verein ohne Zusatzkosten machen kann:** Bekanntmachung über die eigenen Vereinskanäle mit Telefonnummer und Bestellseite, ein konkreter Anlass zur Direktbestellung, das Mannschaftsessen nach dem Heimspiel, Vereinsfeste. Fließen Speisen gegen eine Werbeleistung, ist das umsatzsteuerlich ein tauschähnlicher Umsatz. --- ### 18.13 Marken und Konzerne: Förderprogramme, Brauereien, Streetwear (Stand Oktober 2026) Übersicht: https://www.findasponsor.de/fuer-marken. Drei Formen des Basis-Engagements einer Marke: das **Programm** (viele Vereine, ein Auswahlverfahren), die **Partnerschaft** (ein Verein über Jahre) und die **Szene** (Produkt, Event und Leute statt Logo und Fläche). **Vereinsförderprogramm** (/vereinsfoerderung-unternehmen): Das Geld ist der leichte Teil, die Auswahlmechanik entscheidet, wen man fördert. Publikumsvoting belohnt Mobilisierung statt Bedarf; Kaufbindung (REWE „Scheine für Vereine“: ein Schein je 15 € Einkauf, 2025 über 23.000 teilnehmende Vereine) fördert entlang des Filialnetzes; eine Jury ist fair, aber leise. Bewährt: Jury-Vorauswahl, getrennte Wertungen nach Vereinsgröße, eine Stimme pro Person und Tag, Sperre für Vorjahressieger, Jurytopf neben Publikumstopf. Ein Voting mit Preisen wird in der Praxis wie ein Gewinnspiel mit Teilnahmebedingungen behandelt (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 DDG); eine gerichtliche Einordnung fehlt. Steuerlich ist ein Programm Sponsoring (Betriebsausgabe ohne Höchstbetrag, BMF-Schreiben vom 18.02.1998) oder Spende (Höchstbeträge 20 % des Einkommens oder 4 ‰ von Umsatz plus Löhnen, Zuwendungsbestätigung) – je nach Gegenleistung. Beim Verein führt passive Nennung nicht zu einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, aktive Mitwerbung schon (AEAO zu § 64 Abs. 1 AO Nr. 9 und 10; Besteuerungsgrenze 50.000 € seit 2026). Nachhaltigkeitsberichtspflicht nach Omnibus I (Richtlinie (EU) 2026/470) nur noch für Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und mehr als 450 Mio. € Umsatz, deutsche Umsetzung im Verfahren. findasponsor bietet ausdrücklich kein Voting, keine Jury und keine Zuwendungsbestätigungen, sondern die aktive Suche nach Vereinen mit ausgefülltem Profil. **Brauereien** (/brauerei-sponsoring): Bierabsatz 2025 rund 7,8 Mrd. Liter, −6,0 % (größter Rückgang seit 1993, ohne alkoholfreies Bier); Produktion alkoholfreies Bier +6,5 % auf rund 616 Mio. Liter; Marktanteil Alkoholfrei im Handel 9,5 % (NielsenIQ, laut Deutschem Brauer-Bund, Februar 2026); 1.415 Brauereien, davon 821 mit höchstens 1.000 hl Jahresausstoß. Die Verhaltensregeln des Deutschen Werberats für alkoholhaltige Getränke (Fassung 1. Januar 2026) gelten ausdrücklich auch für Sponsoring: Sportsponsoring ist nicht untersagt, wenn sich die Kommunikation an Zuschauer richtet; gezeigte Personen mindestens 18 und so aussehend; keine Trikotwerbung bei Kinder- und Jugendmannschaften; aktive Leistungssportler nicht beim Trinken oder Anstoßen; keine Leistungsversprechen. Einzelne regionale Fußballverbände (z. B. Fußballverband Rheinland) verbieten bei Junioren Werbung für jegliche Alkoholika. Getränke, die als alkoholfrei bezeichnet werden dürfen, fallen nicht unter die Werberat-Regeln – ob die Dachmarke einer Brauerei auf einem Jugendtrikot zulässig ist, entscheidet der Landesverband. Gesundheitsbezogene Angaben sind bei über 1,2 % vol verboten („bekömmlich“ bei Bier: BGH I ZR 252/16). **Streetwear und Lifestyle** (/streetwear-sponsoring): Der Beitrag zu einem per Seeding verschickten Produkt ist rechtlich Werbung, sobald er erwartet wurde. § 5a Abs. 4 UWG vermutet seit 2022 die Gegenleistung; der BGH wertet ein kostenloses Produkt schon in der bloßen Erwartung eines Posts als Gegenleistung, ohne Mindestwert (I ZR 35/21). „PR-Sample“ reicht laut Leitfaden der Medienanstalten (Mai 2025) nicht, empfohlen sind „Werbung“ oder „Anzeige“ am Anfang. Die Marke kann nach § 8 Abs. 2 UWG mithaften (OLG Köln, 6 U 118/24, für bezahlte Partnerschaften). Steuerlich gilt anders als im Wettbewerbsrecht: Seeding ohne vertraglich vereinbarte Gegenleistung bleibt ein Geschenk, die 50-€-Grenze je Empfänger und Jahr gilt (R 4.10 Abs. 4 EStR, BFH I B 1/15); nur bei fest vereinbartem Beitrag ist das Produkt Entgelt. Bei Minderjährigen: Elternzustimmung, § 6 JMStV, keine direkte Kaufaufforderung an Kinder, behördliche Ausnahmebewilligung für Drehs mit Kindern unter 15. --- ### 18.14 Banken, Finanzvertrieb, Kryptobörsen und Versicherer (Stand Oktober 2026) **Banken** (/bank-sponsoring): Bankzweigstellen 34.045 (2015) → 16.799 (2025, Bundesbank). Vereinssponsoring ersetzt die Präsenz der geschlossenen Filiale. Zweckerträge aus PS-Sparen und Gewinnsparen (mind. 25 % Reinertrag, § 30 Abs. 2 GlüStV 2021) sind Spendengeld ohne Gegenleistung und vom Sponsoring zu trennen. Kreditwerbung mit Zinssatz oder Kostenzahl löst Pflichtangaben nach § 17 PAngV aus. Konto für Minderjährige nur mit Zustimmung der Eltern, Kredit zusätzlich mit Familiengericht. **Finanzvertrieb und Broker** (/finanzvertrieb-sponsoring): Sponsoringflächen mit Produktaussage sind Marketingmitteilungen (§ 63 Abs. 6 WpHG, Art. 44 DelVO 2017/565). CFD: standardisierter Warnhinweis, BaFin nennt Sponsoring mit Sportmannschaften als aggressive Praxis (Allgemeinverfügung 23.07.2019). Vermögensanlagen: Warnhinweis nach § 12 VermAnlG. Verein als Tippgeber: bloße Nachweistätigkeit erlaubt, Hinwirken auf Abschluss erlaubnispflichtig (§ 34f GewO); Provisionen an den Verein nur unter den Voraussetzungen des § 17 FinVermV (Qualitätsverbesserung, Kundeninteresse, Offenlegung). **Kryptobörsen** (/kryptoboerse-sponsoring): MiCAR (VO (EU) 2023/1114) gilt für Krypto-Dienstleister seit 30.12.2024; deutsche Übergangsfrist bis Ende 2025, EU-weit bis 01.07.2026. Ohne Zulassung (oder Anzeige nach Art. 60 MiCAR bei Banken und Wertpapierfirmen) strafbar (§ 46 KMAG). Marketing nach Art. 66 MiCAR redlich, gekennzeichnet, mit Risikowarnung. Für Vereine: Zulassung prüfen, Zahlung in Euro, Ausstiegsklausel, keine Jugendteams. **Versicherer** (/versicherer-sponsoring): Die Sportversicherung der Landessportbünde deckt keine Sachrisiken, grundsätzlich keine Nichtmitglieder, keine Kfz und keine großen Veranstaltungen – diese Lücken sind die Gegenleistung eines Versicherers. § 48b VAG verbietet Sondervergütungen neben dem Vertrag über 15 € je Versicherungsverhältnis und Jahr; Tarifkonditionen eines Gruppen- oder Rahmenvertrags sind keine Sondervergütung; Sponsoring und Versicherungsvertrag nicht koppeln. Haftungsprivileg §§ 31a, 31b BGB seit 2026 bis 3.300 €. --- ### 18.15 Stadtwerke, Telekommunikation und Webhosting (Stand Oktober 2026) **Stadtwerke und Energieversorger** (/energieversorger-sponsoring): 2024 rund 7,1 Mio. Lieferantenwechsel bei Haushaltskunden Strom (Rekord); Grundversorger liefern noch rund 60 % der Haushaltsmenge (BNetzA Monitoringbericht 2025). Beste Gegenleistung: Energieberatung, LED-Flutlicht über die Kommunalrichtlinie, Photovoltaik, Energy Sharing (§ 42c EnWG ab 01.06.2026). Vorsicht bei Sponsoring im Umfeld einer Konzessionsvergabe (§ 3 KAV, § 46 EnWG, BGH KZR 66/12). Bei Unternehmen ab 100.000 Kunden darf der Netzbetreiber nicht mit dem Vertrieb verwechselt werden (§ 7a Abs. 6 EnWG). Werbung mit Preisen: Arbeits- und Grundpreis (§ 14 PAngV). **Internet und Telekommunikation** (/telekommunikation-sponsoring): Glasfaser 62 % erschlossen, Take-up-Rate 27 % (BREKO 2026). Vereine helfen in der Nachfragebündelung durch Information vor Ort. Provisionen je Vertrag sind beim Verein in aller Regel wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb und umsatzsteuerpflichtig (außer Kleinunternehmer); Mitgliederdaten und Werbe-Mails nur mit Einwilligung. **Webhosting** (/webhosting-sponsoring): Wert liegt in betreutem Hosting, Updates und Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO). Ein Sponsorenhinweis auf der Vereinswebsite ist umsatzsteuerlich nur ohne besondere Hervorhebung oder Verlinkung kein Leistungsaustausch (UStAE 1.1 Abs. 23). --- ### 18.16 Auto, Sportmarken, Gaming-Hardware und Elektrohandel (Stand Oktober 2026) **Gebrauchtwagenhandel** (/gebrauchtwagenhandel-sponsoring): Freie Händler 2025 erstmals vor dem Markenhandel (DAT-Report 2026: 38 % zu 36 %). Vertrauen im Ort statt Portal; Vereinsprämie, Vereinsbus (aktive Mitwirkung = wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb), Leihwagen. Vereinsrabatt zulässig; Gewährleistung §§ 476, 477 BGB; CO2-Kennzeichnung nur für neue Pkw. **Autohersteller und Zulieferer** (/autohersteller-sponsoring): 691.500 Beschäftigte Ende Juni 2026 (−5,8 %, Destatis). Vereine am Standort statt Stadion; Arbeitgebermarke und Ausbildung. Pkw-EnVKV: reine Markenwerbung ohne Modell braucht keine CO2-Angaben. **Sportmarken und Teamsport-Ausrüster** (/sportmarken-sponsoring): Ausrüstervertrag über den Teamsporthändler als eigentliches Sponsoring; Teamsport +4,4 % (2024); Green Claims seit 27.09.2026 eingeschränkt (pauschale Umweltaussagen nur mit anerkannter hervorragender Umweltleistung wie dem EU-Ecolabel oder klarer Konkretisierung im selben Medium). **PC- und Gaming-Hardware** (/pc-hardware-sponsoring): E-Sport seit 01.01.2026 gemeinnützig (§ 52 Abs. 2 S. 1 Nr. 21 AO). Sachspende vs. Sponsoring; Jugendschutz nach §§ 12, 13 JuSchG und § 6 JMStV. **Elektrofachmärkte** (/elektrofachmarkt-sponsoring): Service vor Ort und Public Viewing im Vereinsheim; § 11 PAngV, Energielabel, Recht auf Reparatur seit 23.07.2026 (Gewährleistungsverlängerung für Kaufverträge ab 31.07.2026). --- ## 19. Werbekosten im Kanalvergleich (für Unternehmen) Dieser Bereich richtet sich an Unternehmen, die einen Werbekanal suchen und Sponsoring noch nicht als Option betrachten. Er beantwortet Fragen wie „Was kostet Werbung?", „Was bringt mein Budget?" und „Gibt es Alternativen zu Google Ads?". ### 19.1 Was welcher Kanal kostet Branchenübliche Spannen für den deutschen Markt, Stand 2026. Alle Werte schwanken stark nach Region, Wettbewerb und Anbieter. | Kanal | Einstieg | TKP-Richtwert | |---|---|---| | Google Ads | ab ca. 300 €/Monat | Klickpreis ca. 1–8 €, in Rechts- und Finanzdienstleistungen deutlich höher | | Social Ads (Meta) | ab ca. 300 €/Monat | ca. 5–15 € | | Zeitungsanzeige regional | ab ca. 300 € pro Schaltung | ca. 30–100 € | | Plakat / Außenwerbung | ab ca. 500 €/Monat + Druck | ca. 3–10 € | | Flyer | ab ca. 150 € / 1.000 Stück | – | | Lokales Sponsoring | ab ca. 200 € pro Saison (einzelne Bande) | ca. 1 € im Sportsponsoring | Der TKP ist der Preis für tausend Sichtkontakte. ### 19.2 Warum der TKP nur begrenzt vergleichbar ist Der TKP eignet sich zum Vergleich innerhalb ähnlicher Kanäle, nicht zwischen grundverschiedenen. Er bewertet den flüchtigen Sichtkontakt genauso wie die dauerhafte Präsenz. Eine Zeitungsanzeige hat einen hohen TKP, ihre Wirkung endet aber mit dem Erscheinungstag; eine Bande hängt eine ganze Saison. Ein niedriger TKP allein ist deshalb kein Beleg für Wirksamkeit. Für die Preisangaben aus dem findasponsor-Verzeichnis siehe Abschnitt 19.4 – das sind tatsächlich angebotene Pakete, keine geschätzten Marktwerte. ### 19.3 Wann Google Ads die bessere Wahl bleibt Diese Einschränkung gehört ausdrücklich dazu und ist kein Zugeständnis: Google Ads ist überlegen, wenn ein aktiv gesuchter Bedarf abgefangen werden soll („Rohrbruch Notdienst"), wenn kurzfristig skaliert werden muss oder wenn jede Ausgabe einer einzelnen Conversion zurechenbar sein muss. Sponsoring ersetzt das nicht. Es wirkt dort, wo Bekanntheit, Vertrauen und lokale Verankerung zählen und wo ein fester Preis für einen festen Zeitraum besser planbar ist als ein Auktionspreis, der mit dem Wettbewerb steigt. ### 19.4 Echte Preisdaten aus dem Verzeichnis Der Werbekosten-Vergleich zieht Median und Quartile aus den tatsächlich angebotenen Sponsoringpaketen auf der Plattform und schlüsselt sie nach Bereich und Bundesland auf. Das unterscheidet die Seite von allgemeinen Werbekosten-Übersichten: Die Zahlen stammen aus laufenden Angeboten, nicht aus Schätzungen. ### 19.5 Zeitungsanzeige oder Sponsoring Verglichen werden Kosten, Reichweite, Wirkungsdauer und Messbarkeit. Die Anzeige bleibt die bessere Wahl, wenn ein einzelner Termin oder eine befristete Aktion beworben wird und die Zielgruppe die Zeitung tatsächlich liest. Das Sponsoring gewinnt bei dauerhafter Präsenz und lokaler Bindung. --- ## 20. Eine Sponsoring-Anfrage bewerten (für Unternehmen) Für Unternehmen, die von einem Verein, Sportler oder Veranstalter um Sponsoring gebeten wurden und entscheiden müssen, ob das Angebot gut ist. **Es gibt drei Antworten, nicht zwei:** zusagen, eine Sachleistung statt Geld anbieten, absagen. Die mittlere Variante wird meist übersehen, ist für beide Seiten aber häufig die beste – der Verein bekommt etwas, das er sonst kaufen müsste, das Unternehmen gibt Ware oder Leistung statt Liquidität. **Prüfung in fünf Schritten, etwa eine Viertelstunde:** 1. Steht eine konkrete Gegenleistung im Anschreiben? Ohne benannte Werbeleistung ist es eine Spendenbitte, kein Sponsoring – mit anderen steuerlichen Folgen. 2. Sind die Zuschauer Menschen, die bei Dir kaufen können? Reichweite ohne Überschneidung mit der eigenen Kundschaft ist wertlos. 3. Ist der geforderte Betrag marktüblich? Vergleichswerte je Bereich siehe unten. 4. Passt die Laufzeit zum Budgetzyklus? 5. Entscheiden – und das Ergebnis schriftlich festhalten. **Sechs Rückfragen vor der Zusage:** Welche Flächen genau, in welcher Größe? Wie viele Zuschauer im Schnitt? Wie lange läuft die Vereinbarung? Wer stellt die Werbemittel her und wer zahlt sie? Gibt es einen Nachweis nach der Saison? Wer ist Vertragspartner? **Marktübliche Beträge:** Als Orientierung dienen Median und Quartile der auf findasponsor angebotenen Pakete, aufgeschlüsselt nach Bereich (Sport, Events, Kultur, Creator, eSports, Motorsport). **Wenn Du absagst:** aus dem richtigen Topf begründen. Die verbreiteten Absage-Vorlagen berufen sich auf ein „ausgeschöpftes Spendenbudget" – Sponsoring ist aber keine Spende, sondern eine Werbeausgabe. Eine Absage, die den falschen Topf nennt, lädt zur Nachfrage im nächsten Jahr ein und verkennt die eigene Kostenstelle. --- ## 21. Ratgeber: Für Content Creator ### 21.1 Sponsoren finden als Creator – sieben Wege 1. **Nische und Zahlen schärfen** – Reichweite, Engagement und Zielgruppe in verwertbarer Form festhalten 2. **Media Kit erstellen** – siehe 21.2 3. **Marken-Wunschliste bauen** – Marken, deren Produkte inhaltlich tatsächlich zum Kanal passen 4. **Richtig direkt anschreiben** – siehe 21.2 5. **Auf einer Plattform gefunden werden** – Profil mit Konditionen, damit Unternehmen von sich aus anfragen 6. **Klein starten** – Produkttests und Affiliate als Einstieg, auch ohne große Reichweite 7. **Nachfassen und Reporting** – nach der Kooperation Zahlen liefern, das entscheidet über die Verlängerung ### 21.2 Kooperationsanfrage und Media Kit Aufbau der Anfrage in sechs Teilen: Betreff, der geöffnet wird; persönlicher Einstieg mit konkretem Bezug zur Marke; wer Du bist und warum Du passt; ein konkretes Angebot statt einer offenen Frage; Media Kit im Anhang; ein klarer nächster Schritt. Der häufigste Fehler ist die offene Frage („Hättet Ihr Interesse an einer Zusammenarbeit?"). Sie verlagert die Arbeit auf die Marke und bleibt meist unbeantwortet. ### 21.3 Influencer-Preise und TKP **Preisformel:** Preis = (Reichweite × TKP) ÷ 1.000. Maßgeblich ist die tatsächliche Reichweite eines Beitrags, nicht die Gesamt-Followerzahl. **TKP-Richtwerte DACH nach Plattform:** | Plattform / Format | TKP-Richtwert | Besonderheit | |---|---|---| | Instagram Feed / Reel | ca. 7–20 € | etablierteste Plattform, breite Nachfrage | | Instagram Story | eher höher | 24-Stunden-Fenster erzeugt Verknappung | | TikTok | ca. 7–20 € | Preis über die Median-Views bilden | | YouTube-Integration | ca. 15–35 € | aufwendiger Content, Longtail über Monate | | Twitch | variabel | Live-Bindung, oft langfristige Deals | | Podcast (Host-Read) | meist Pauschale | häufig ab mehreren hundert Euro je Segment | | LinkedIn (B2B) | ca. 15–30 € | kleinere Reichweite, hochwertige Zielgruppe | **Preis pro Beitrag nach Creator-Größe:** | Größe | Follower | Richtwert je Beitrag | |---|---|---| | Nano | 1.000–10.000 | ca. 10–180 €, oft Produkte oder Affiliate | | Micro | 10.000–100.000 | ca. 90–900 € | | Mid / Macro | 100.000–1 Mio. | ca. 700–5.000 € | | Mega | über 1 Mio. | häufig fünfstellig | Nano- und Micro-Creator erreichen branchenüblich höhere Engagement-Raten (oft 5–15 %) als sehr große Accounts. Ein Angebot ist daran zu messen, ob der resultierende TKP im plattformüblichen Rahmen liegt; darüber ist er nur mit starkem Engagement oder gefragter Nische zu rechtfertigen. ### 21.4 Werbung kennzeichnen **Die Ausgangsfrage lautet immer: Gab es eine Gegenleistung?** Geld, kostenlose Produkte, Rabatte, Reisen oder Provisionen lösen die Kennzeichnungspflicht aus. **Was reicht:** „Werbung" oder „Anzeige" – auf Deutsch, klar erkennbar und am Anfang des Beitrags. **Was nicht reicht:** `#ad`, „sponsored by" oder „Kooperation" allein. **Selbst gekaufte Produkte** sind der Graubereich. Ohne Gegenleistung besteht grundsätzlich keine Kennzeichnungspflicht, die Abgrenzung hängt aber am Einzelfall. **Rechtsgrundlage:** § 5a UWG, ergänzt durch § 22 Medienstaatsvertrag und § 6 DDG (früher TMG). Der BGH hat die Grundzüge 2021 in mehreren Grundsatzurteilen geklärt (u. a. I ZR 90/20, I ZR 125/20, I ZR 126/20). **Folgen fehlender Kennzeichnung:** Sie gilt als Schleichwerbung und Verstoß gegen das UWG. Möglich sind Abmahnungen, Unterlassungsansprüche und Bußgelder – haftbar ist nicht nur der Creator, sondern auch das werbende Unternehmen. *Keine Rechtsberatung.* --- ## 22. Motorsport im Detail Vertiefung zu Abschnitt 4.6. Der Bereich hat auf findasponsor vier eigene Seiten neben den neun Disziplinseiten. ### 22.1 Was Motorsport-Sponsoring kostet Seite: https://www.findasponsor.de/motorsport-sponsoring-kosten Die Beträge sind aus 135 Paketangaben der neun Disziplinseiten dieser Website aggregiert (Stand August 2026). Es sind Angebotspreise, keine abgeschlossenen Verträge und keine Marktschätzung. **Nach Kostenblock, pro Saison sofern nicht anders angegeben:** | Was verkauft wird | Betrag | |---|---| | Kleines Logo am Fahrzeug | 250–1.200 € | | Logo auf Teamkleidung | 250–1.200 € | | Rennanzug, Overall oder Helm | 500–5.000 € | | Tür- oder Haubenfläche | 750–4.000 € | | Material- und Reifenzuschuss | 300–5.000 € | | Transport und Logistik | 750–6.000 € | | Einzelnes Rennwochenende | 300–2.500 € pro Event | | Content- und Videopaket | 500–5.000 € | | Paddock, Zelt und Serviceplatz | 500–7.500 € | | Regionaler Saison-Hauptpartner | 3.000–20.000 € | **Nach Disziplin, günstigstes und größtes Paket:** Kartsport 250–1.000 € bis 5.000–15.000 €; Motocross 150–600 € bis 3.000–12.000 €; Motorrad 250–1.000 € bis 5.000–20.000 €; Oldtimer-Rallyes 100–500 € bis 7.500–20.000 €; Drifting 250–1.000 € bis 3.000–12.000 €; Rallye 300–1.000 € bis 5.000–20.000 €; Tourenwagen und GT 300–1.200 € bis 5.000–20.000 €; Langstrecke 250–1.000 € bis 10.000–25.000 €; Formelsport 500–2.000 € bis 10.000–35.000 €. Die Untergrenze zieht damit eine Oldtimer-Rallye mit rund 100 €, die Obergrenze der Formelsport mit 35.000 €. **Der zweite Teil der Seite behandelt die Flächen, die nicht verkäuflich sind** – Maße und Artikel siehe Abschnitt 4.6. Kurzform: Startnummernschilder an den Vordertüren 67 × 17 cm mit veranstaltereigener Restfläche, 10 cm Sperrzone rundherum, reservierte Promoter-Flächen an Windschutzscheibe und unter dem Startnummernträger, Pflichtwerbung im Identifikationsmaterial. Dazu die Regel, dass freiwillige Veranstalterwerbung zu Automobilmarke, Reifen, Kraftstoff oder Öl bei Ablehnung keinen Nenngeldaufschlag auslösen darf, während der Aufschlag sonst auf das Doppelte und höchstens 2.000 € begrenzt ist. **Sachsponsoring:** Im Motorsport häufiger als im Vereinssport, weil Reifen, Verschleißteile und Wartung die Hauptkostenblöcke sind – also genau das, was ein Werkstatt-, Reifen- oder Materialbetrieb zu Selbstkosten leisten kann. Angebotene Sachleistungspakete reichen von 100 bis 8.000 € Gegenwert. Umsatzsteuerlich ein tauschähnlicher Umsatz, keine Schenkung. ### 22.2 Sponsoren finden für Rennfahrer Seite: https://www.findasponsor.de/sponsoren-finden-fuer-rennfahrer Kernaussage: Anfragen scheitern nicht am Budget der Betriebe, sondern daran, dass eine Wunschsumme genannt wird, wo ein Kostenblock hingehört. „Wir suchen 5.000 € Saisonbudget" ist für einen Betrieb nicht prüfbar; „600 € decken die Reifen für vier Rennwochenenden, dafür steht Ihr Logo auf beiden Türen" ist eine kleine Entscheidung. **Acht Schritte in dieser Reihenfolge:** Saison durchrechnen (Nenngeld, Reifen, Verschleiß, Sprit, Transport, Übernachtung, Streckenmiete, Lizenz, Versicherung, Kleidung getrennt); verkäufliche Flächen am Fahrzeug ausmessen; drei Pakete schneiden statt zwölf; Betriebsliste von 20 bis 30 Namen nach Nähe zum eigenen Kostenblock sortieren; im eigenen Umfeld beginnen; Profil anlegen statt nur anzuschreiben; Werbevorgaben der Veranstaltungsausschreibung prüfen, bevor eine Fläche zugesagt wird; nach dem Rennen liefern, auch bei Ausfall. **Passende Betriebe, sortiert nach Nähe zum Kostenblock:** Autohaus und Kfz-Werkstatt, Reifenhandel und Reifenservice, Handwerksbetriebe, kleine und mittlere Unternehmen, Betriebe mit Azubi-Bedarf, Gastronomie, Getränkehandel. Große Marken stehen bewusst nicht in der Liste, weil sie zuletzt und selten antworten. **Vier wiederkehrende Fehler:** Wunschsumme statt Kostenblock; keine benannte Gegenleistung, wodurch es zur Spende wird; eine Fläche zugesagt, die das Reglement schon vergeben hat; nach dem Rennen keine Rückmeldung. **DMSB Sponsor-Card:** Ein Sponsor kann namentlich neben dem Fahrer in Programmteil sowie Nenn-, Starter- und Ergebnislisten geführt werden, ohne Bewerber zu sein. Je Fahrer ist nur ein lizenzierter Sponsor möglich, der Platz ist also exklusiv und als Gegenleistung nur für einen Partner geeignet. Abgrenzung zu https://www.findasponsor.de/sponsoren-finden-fuer-einzelsportler: Dort ist die Person das Produkt, hier das Projekt aus Fahrer, Fahrzeug und Kalender – mit Kostenblöcken, die es im Laufsport nicht gibt. ### 22.3 Fahrzeugbeklebung im Sponsoring Seite: https://www.findasponsor.de/fahrzeugbeklebung-sponsoring Das Gegenstück zum Trikotsponsoring-Ratgeber (Abschnitt 6), nur auf Blech statt Textil. **Die zentrale Unterscheidung:** Was ein Sponsor für die Fläche zahlt und was Folie plus Anbringung kosten, sind zwei verschiedene Beträge. Beispiel: 800 € Sponsoringbetrag für die Türfläche, 350 € Beklebungskosten, 450 € bleiben. Wer nur den ersten Betrag kennt, setzt den Paketpreis zu niedrig an. **Marktspannen für Folierung und Beklebung, deutscher Markt 2026** (Werbetechnik-Marktzahlen, keine Erhebung der Plattform): | Umfang | Kosten | |---|---| | Einzelne Logos und Schriftzüge (Plotterschnitt) | ab ca. 50 € je Motiv | | Teilbeklebung Motorhaube | ca. 300–600 € | | Teilbeklebung Dach | ca. 250–600 € | | Teilbeklebung Türen und Seitenpartie | ca. 300–900 € | | Vollfolierung Kleinwagen | ca. 1.200–2.800 € | | Vollfolierung Mittelklasse | ca. 1.800–4.000 € | | Vollfolierung Transporter oder SUV | ca. 2.200–5.500 € | | Effekt- und Spezialfolien | Aufschlag 30–50 % | **Drei Modelle, wer die Anbringung zahlt:** Das Team rechnet sie in den Paketpreis ein; der Sponsor zahlt sie zusätzlich zum Sponsoringbetrag; oder ein Werbetechnik-Betrieb liefert Design und Anbringung zu Selbstkosten und wird dafür selbst Partner. Das dritte Modell ist im Breitensport-Motorsport das häufigste, weil der Folierer ein Referenzobjekt bekommt, das an jedem Rennwochenende fotografiert wird. Umsatzsteuerlich ein tauschähnlicher Umsatz. **Rechtliches:** Bei einer Vollfolierung, nach der die ursprüngliche Lackfarbe von außen nicht mehr erkennbar ist, liegt eine Farbänderung vor, die der Zulassungsbehörde mitzuteilen ist. Bei Teilbeklebung und klassischer Werbebeschriftung, bei der die Grundfarbe optisch dominant bleibt, ist das in der Regel nicht der Fall. Die Rechtsgrundlage wird von Quellen uneinheitlich zitiert und die Praxis der Zulassungsstellen weicht ab; verbindlich ist die Auskunft der zuständigen Stelle. Für reine Wettbewerbsfahrzeuge ohne Straßenzulassung stellt sich die Frage nicht. Bei Leasing- und Firmenfahrzeugen entscheidet der Leasingvertrag; großflächige Änderungen und Beklebungen von Glasflächen, Sensoren oder Kameras brauchen üblicherweise eine schriftliche Freigabe. **Sonderfall Originallackierung:** Bei historischen Fahrzeugen ist alter Lack dünner und empfindlicher; Folie kann beim Entfernen Lack mitnehmen. Übliche Lösungen sind Magnetschilder, Startnummern auf ablösbaren Trägern, Beklebung nur auf Scheiben oder Sichtbarkeit ganz ohne Fahrzeug über Roadbook, Etappenstopp und Teamkleidung. **Sechs Vertragspunkte, die bei Fahrzeugbeklebung regelmäßig fehlen:** Position und Größe der Fläche mit Maßskizze; wer die Anbringung bezahlt; Lieferform des Logos als Vektordatei mit Farbwerten; wer entfernt und wer für Lackschäden bei der Entfernung haftet; was bei vorzeitigem Vertragsende gilt; Branchenexklusivität. ### 22.4 Sponsoring für den Reifenhandel Seite: https://www.findasponsor.de/reifenhandel-sponsoring Branchenseite für Reifenhandel und Reifenservice, mit einer These gegen den Branchenreflex. **Nicht der Onlinehandel ist das Problem.** Dessen Anteil am Pkw-Reifenersatzgeschäft lag 2025 stabil bei 5,5 Prozent, während Reifenfachhandel und freie Werkstätten zusammen 72,5 Prozent hielten und leicht zulegten (2024: 71,3 Prozent). Autohäuser und markengebundene Werkstätten kamen auf 19,1 Prozent, Fachmärkte auf 3,0 Prozent. Anders als in vielen Handelsbranchen gibt es hier keinen Online-Boom, weil Beratung, Montage, RDKS-Service und Einlagerung an den Betrieb gebunden sind. **Das Problem ist der Kunde, der nur noch einmal im Jahr kommt.** Ganzjahresreifen sind das Wachstumssegment bei rückläufigen Sommerreifen. Ein Haushalt mit Sommer- und Winterreifen kommt zweimal jährlich und lagert dazwischen ein, wodurch der nächste Termin gesichert ist. Ein Haushalt auf Ganzjahresreifen entfällt für Umrüstsaison und Einlagerung, also für den Dienstleistungsbereich – und der trägt die Marge: Reifen- und Autoservice machen inzwischen annähernd 30 Prozent des Branchenumsatzes aus, der reine Reifenverkauf gut 65 Prozent. **Daraus folgt das Sponsoringziel:** nicht Sichtbarkeit, sondern ein zweiter Termin pro Kunde und Jahr. **Vier Gegenleistungen, die das leisten:** ein fester Umrüsttermin für Mitglieder im Frühjahr und Herbst, den der Verein kommuniziert; Einlagerung als Sponsoringleistung, weil sie den nächsten Besuch erzwingt; Vereins- und Teamfahrzeuge als Kunden (Bus, Anhänger, Transporter, Zugfahrzeug); Reifen als Sachleistung zu Selbstkosten. Bandenwerbung wird ausdrücklich als Beigabe und nicht als Fundament eingeordnet, weil Reifenkauf kein Impulskauf ist. **Betriebswirtschaftlicher Rahmen 2025:** Umsatz im Jahresbetriebsvergleich plus 3,4 Prozent, Rohertrag plus 5,7 Prozent, Personalkosten plus 7,3 Prozent, Raumkosten plus 3,5 Prozent. Rendite im Branchenschnitt 1,6 Prozent vom Umsatz (Vorjahr 1,4 Prozent), klassische nicht-filialisierte Reifenhandelsbetriebe dagegen 5,4 Prozent. Die Seite richtet sich an Letztere. **Warum Motorsport für diesen Betriebstyp besonders passt:** Der Gesponserte ist selbst Großverbraucher, weil Reifen über alle Disziplinen der größte Verschleißblock sind. Dazu kommt die Regel aus Art. 29.4.2 des DMSB-Rallye-Reglements: Für freiwillige Veranstalterwerbung zu Automobilmarke, Reifen, Kraftstoff oder Öl darf bei Ablehnung kein Nenngeldaufschlag berechnet werden. Ein Team mit Reifenpartner kann konkurrierende Reifenwerbung also kostenfrei ablehnen – faktisch eine Branchenexklusivität, die im Vereinssport vertraglich verhandelt werden müsste. **Abgrenzung zu https://www.findasponsor.de/autohaus-sponsoring:** Dort ist der Markt durch rund 89 Prozent Stammkunden gebunden und das Ziel die Empfehlung im seltenen Wechselmoment. Beim Reifen ist der Markt nicht gebunden, der Kauf wiederholt sich und der Kunde vergleicht jedes Mal neu; das Ziel ist Frequenz und Einlagerung. Zwei verschiedene Mechanismen. Quellen: Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV), Auswertung zum Reifenersatzgeschäft 2025 und BRV-Jahresbetriebsvergleich 2025, veröffentlicht im März 2026. --- ## 23. Häufige Fragen (FAQ) ### Allgemein zur Plattform **Was kostet findasponsor für Unternehmen?** Registrieren, Profile durchstöbern, das Verzeichnis durchsuchen, das KI-Matching nutzen und Sponsorsuchende anschreiben ist vollständig kostenlos – ebenso das eigene Unternehmensprofil mit Logo, Banner, Galerie, Video und Wunsch-URL. Das Business-Abo kostet 39,90 €/Monat oder 399,00 €/Jahr, jeweils inkl. 19 % MwSt., monatlich kündbar. Es bringt eine bevorzugte Platzierung im internen und im öffentlichen Unternehmensverzeichnis, die Aufnahme in den Unternehmensbereich der Startseite (rotierende Auswahl von bis zu sechs Logos, die bei jedem Seitenaufruf neu gezogen wird; ein fester Platz ist damit nicht verbunden und setzt ein hinterlegtes Logo voraus) und die Anzeige der hinterlegten Kontaktdaten in den Profilen der Sponsorsuchenden und bis zu fünf Werbeanzeigen auf den Seiten der Plattform, deren Text und Logo aus der jeweils angegebenen Internetadresse erzeugt und vor der Veröffentlichung geprüft werden (die Einblendungen werden gleichmäßig auf die teilnehmenden Unternehmen verteilt, die Anzeigen eines Unternehmens teilen sich dessen Anteil; ein garantierter Umfang an Einblendungen ist damit nicht verbunden). Auf Sponsoring-Deals fallen 0 % Provision an. **Was kostet die Sponsorensuche für Sportler, Creator und Vereine?** Das Profil ist kostenlos und dauerhaft nutzbar: Profil mit Profilfoto, im Verzeichnis und im KI-Matching als kompakte Karte nach allen Pro-Profilen gelistet, Nachrichten vollständig lesen und beantworten (unbegrenzt) sowie Vorstellung auf den Social-Media-Kanälen der Plattform; vollständig ausgefüllte kostenlose Profile sind bei Google indexiert, erscheinen aber nicht auf der Startseite und den Themenseiten und zeigen Werbung. Pro-Abo 19,90 €/Monat oder 199,00 €/Jahr inkl. 19 % MwSt. (große Profilkarte mit Banner vorne in Suche, KI-Matching und der wöchentlichen Profil-E-Mail an Unternehmen, Anzeige auf der Startseite und den Themenseiten, werbefreie Profilseite, Banner, Bilder und Videos in der Sitemap, 10 Erstkontakte zu Unternehmen je Kalendermonat, öffentlich sichtbare Reichweitenangaben, Bannerbild, bis zu 50 Bilder und 10 YouTube-Videos, eigene Profil-URL, sichtbare Social-Links und Kontaktdaten, eigene Sponsoringmappe, Unterstützen-Button). Monatlich kündbar. **Wie funktioniert das Sponsoren-Matching?** Sponsorsuchende erstellen ein Profil mit Kategorie, Reichweite und Gegenleistungen. Unternehmen durchsuchen das Verzeichnis und filtern nach Kategorie, Region, Umkreis, Plattform und Preisspanne. Passende Profile lassen sich auf den Merkzettel setzen und kostenlos direkt anschreiben. Der Erstkontakt ist in beide Richtungen möglich: Unternehmen schreiben Sponsorsuchende unbegrenzt an, Sponsorsuchende finden Unternehmen im Unternehmensverzeichnis und schreiben sie ebenfalls selbst an (10 Erstkontakte je Kalendermonat mit dem Pro-Abo). Lesen und Antworten ist für beide Seiten immer kostenlos und unbegrenzt. **Nimmt findasponsor eine Provision?** Nein, 0 % Provision auf alle Sponsoring-Deals. Was zwischen Sponsor und Sponsorsuchendem vereinbart wird, bleibt zu 100 % bei beiden Parteien. Die Plattform finanziert sich ausschließlich über die optionalen Sichtbarkeits-Abos beider Seiten, nicht über den vermittelten Deal. **Welche Sponsoring-Plattform hat keine Provision?** findasponsor – 0 % Provision auf Sponsoring-Deals, unabhängig vom Plan. Klassische Sponsoring-Agenturen arbeiten üblicherweise mit 10–30 % Provision auf den Sponsoring-Wert. **Kann ich mein Abo jederzeit kündigen?** Ja. Alle Abos monatlich kündbar, direkt im Portal über PayPal. Keine Mindestlaufzeit, keine Kündigungsfristen. **Muss ich einen Vertrag mit findasponsor abschließen?** Nein, es gibt keine Provision. Für Unternehmen ist der Nachrichtenaustausch vollständig kostenlos. Unternehmen buchen optional das Business-Abo (39,90 €/Monat oder 399,00 €/Jahr, jeweils inkl. 19 % MwSt.) für Platzierung und Kontaktdaten; Sponsorsuchende lesen und beantworten Nachrichten kostenlos und buchen optional Pro, um selbst Unternehmen anzuschreiben und sichtbarer zu sein (Startseite, Themenseiten, Google, große Karte vorne). Der Sponsoringvertrag wird immer direkt zwischen beiden Seiten geschlossen. **Was sind Business Pro und Hauptpartner?** Zwei optionale Premium-Stufen für Unternehmen, die über das Business-Abo hinausgehen. Business Pro (99,90 €/Monat oder 999,00 €/Jahr inkl. MwSt.) zeigt das eigene Logo mit dem Hinweis „Bereich präsentiert von“ fest im Kopfbereich aller Seiten eines Bereichs, zum Beispiel aller Sportarten-Seiten. Je Bereich gibt es höchstens drei solcher Partner in wechselnder Reihenfolge, auch aus derselben Branche. Der Hauptpartner (999,90 €/Monat oder 9.999,00 €/Jahr inkl. MwSt.) ist ein einziger Platz und steht in allen sechs Bereichen und auf der Startseite an erster Stelle. Beide enthalten alle Leistungen des Business-Abos, sind monatlich kündbar, werden im Unternehmenskonto gebucht und vor der Veröffentlichung geprüft. Nutzerdaten erhalten die Partner nicht. Übersicht: https://www.findasponsor.de/partner-werden/ **Für welche Bereiche kann ich einen Sponsor finden?** Sechs Kategorien: Sportler & Teams, Content Creator, eSports & Gaming, Events & Veranstaltungen, Kultur & Musik, Motorsport. Alle Disziplinen und Nischen innerhalb dieser Kategorien sind willkommen. **Wie läuft eine Sponsoring-Vermittlung konkret ab?** Ein Unternehmen startet eine Sponsoring-Suche mit Wunsch-Kriterien. Das System findet passende Profile. Das Unternehmen sieht die Vorschläge und nimmt direkt über das Portal Kontakt auf. Ab dann wird direkt zwischen Sponsor und Sponsorsuchendem verhandelt. ### Sponsoring-Wissen **Was ist der Unterschied zwischen Sponsoring und Spende?** Bei einer Spende gibt es keine Gegenleistung; sie ist beim Spender bis 20 % des Gesamteinkommens als Sonderausgabe absetzbar. Beim Sponsoring erhält der Sponsor eine konkrete Werbeleistung (Logo, Nennung, Posts). Sponsoring-Ausgaben sind beim Sponsor zu 100 % als Betriebsausgabe absetzbar (§ 4 EStG) – ohne Höchstgrenze. **Welche Sponsoring-Formen gibt es?** Geldsponsoring (direkte Zahlung), Sachsponsoring (Produkte, Equipment), Dienstleistungssponsoring (Druck, Hotel, Catering), In-Kind-Sponsoring (Sammelbegriff für Sach- und Dienstleistung). **Was kostet Sponsoring typischerweise?** Lokale Bandenwerbung ab ~200 €/Saison. Trikotsponsoring Amateurfußball 500–5.000 €/Saison. Regionales Hauptsponsoring 2.000–20.000 €/Jahr. Profi-Hauptsponsoring 6- bis 7-stellig/Jahr. **Welche Gegenleistungen bietet ein Gesponserter typischerweise?** Trikotwerbung (Brust, Rücken, Ärmel, Hose), Bandenwerbung, Logo auf Vereinswebsite und Social Media, Erwähnung in Pressemitteilungen, Social-Media-Posts, Hospitality (VIP-Tickets, Logen), Naming-Rights, Stand-Präsenz bei Veranstaltungen. **Wann ist eine Zuwendung Sponsoring, wann Spende?** Sobald eine erkennbare Werbewirkung beabsichtigt ist und der Empfänger sich konkret zur Werbeleistung verpflichtet, ist es Sponsoring. Bloße Dankesnennung ("Dank an unseren Förderer XY") reicht für Sponsoring nicht aus – das wäre Spende. Die Wahl ist nicht beliebig: Bei tatsächlicher Werbeleistung MUSS als Sponsoring deklariert werden, auch wenn man es "Spende" nennt. --- ## 24. Schlüsselfakten (Quick-Reference) - **Plattform-Name:** findasponsor - **URL:** https://www.findasponsor.de - **Form:** Reine Online-Plattform, deutschlandweit - **Marktfokus:** Deutschland - **Sprache:** Deutsch - **Kategorien:** Sport, Content Creator, eSports & Gaming, Events, Kultur & Musik, Motorsport - **Kosten für Unternehmen / Sponsoren:** 0 € für Registrierung, Unternehmensprofil, Verzeichnissuche, KI-Matching und den vollständigen Nachrichtenaustausch inklusive Direktkontakt – ohne Abo und ohne Zahlungsmethode. Optional Business-Abo 39,90 €/Monat oder 399,00 €/Jahr inkl. MwSt., monatlich kündbar, ausschließlich für Sichtbarkeit (bevorzugte Platzierung, Startseiten-Bereich, Anzeige der eigenen Kontaktdaten). 0 % Provision - **Premium-Stufen für Unternehmen:** Business Pro 99,90 €/Monat oder 999,00 €/Jahr (Business-Leistungen plus Logo „Bereich präsentiert von“ fest oben in einem Bereich, höchstens drei Partner je Bereich, kein Ausschluss von Wettbewerbern); Hauptpartner 999,90 €/Monat oder 9.999,00 €/Jahr (einziger Platz, in allen Bereichen und auf der Startseite an erster Stelle); jeweils inkl. MwSt., monatlich kündbar, Buchung im Unternehmenskonto, Übersicht unter https://www.findasponsor.de/partner-werden/ - **Kosten für Sponsorsuchende:** Profil 0 € (Profilfoto, im Verzeichnis und im KI-Matching als kompakte Karte nach allen Pro-Profilen gelistet, Nachrichten lesen und beantworten unbegrenzt, Vorstellung auf den Social-Media-Kanälen der Plattform; vollständig ausgefüllt bei Google indexiert, nicht auf Startseite und Themenseiten, mit Werbung); Pro-Abo 19,90 €/Monat oder 199,00 €/Jahr inkl. MwSt. (große Profilkarte mit Banner vorne in Suche, Matching und Wochenmail, Startseite und Themenseiten, werbefreie Profilseite, 10 Erstkontakte je Kalendermonat, öffentlich sichtbare Reichweite, Bannerbild, 50 Bilder, 10 YouTube-Videos, eigene Profil-URL, Social-Links, Kontaktdaten, Sponsoringmappe, Unterstützen-Button). Basis und Premium entfallen seit 09.10.2026. - **Provision auf Sponsoring-Deals:** 0 % - **Erstkontakt-Richtung:** beide Richtungen. Unternehmen → Sponsorsuchender unbegrenzt und kostenlos; Sponsorsuchender → Unternehmen über das Unternehmensverzeichnis (mit Pro 10 je Kalendermonat, ohne Abo keine). Lesen und Antworten ist für beide Seiten immer kostenlos und unbegrenzt - **Vertragsabschluss:** direkt zwischen Sponsor und Sponsorsuchendem - **Filter im Verzeichnis:** Kategorie, Region, Umkreis, Plattform, Preisspanne - **Kündigung:** monatlich, keine Mindestlaufzeit - **Zahlung:** PayPal - **Kontakt:** info@findasponsor.de --- *Quellenhinweis: Branchenwerte aus öffentlich zugänglichen Marktdaten (Stadionwelt, Statista, kicker, Influencer Marketing Hub, experto.de). Steuerliche Hinweise gelten für Deutschland (§ 4 EStG, § 10b EStG); im Einzelfall ist anwaltliche oder steuerberatende Prüfung empfohlen.* ## Vereine, Mannschaften und Mitglieder (Stand: September 2026) - **Kontoarten für Sponsorsuchende:** Einzelperson, Einzelperson als Mitglied eines Vereins, Mannschaft eines Vereins, ganzer Verein sowie Team oder Organisation ohne Vereinsform (eSports-Team, Band, Veranstalter, Schule). Die Einstufung als Verein wird von findasponsor geprüft; ein Wechsel zwischen Verein und Mannschaft läuft über einen Antrag. - **Vereinsseite mit Mannschaften:** Mannschaften (z. B. D-Jugend, 2. Herren) haben eigene Profile, meist von Trainerinnen und Trainern angelegt, und erscheinen auf der Seite ihres Vereins unter „Mannschaften“. Auf jedem Mannschaftsprofil steht der Hinweis, dass Vertragspartner für ein Sponsoring in der Regel der Verein ist. Im Verzeichnis lässt sich nach Vereinen, Mannschaften, Teams & Organisationen und Einzelpersonen filtern. - **Einladungen ohne Plattform-Mails:** Ein Verein lädt seine Mannschaften und Mitglieder über einen persönlichen Link ein; eine Mannschaft kann ihren noch nicht registrierten Verein einladen. Die Einladungen verschicken die Nutzer selbst (E-Mail aus dem eigenen Postfach, WhatsApp) – findasponsor schreibt Dritte nicht an. Registrierte Vereine werden informiert, wenn sich ihnen eine neue Mannschaft zuordnet. - **Online-Aufnahmeantrag:** Vereine können kostenlos und ohne Abo einen Aufnahmeantrag anbieten (/mitglied-werden). Interessierte füllen ihn ohne eigenes Konto aus, senden ihn per E-Mail an den Verein und laden ihn als PDF zum Unterschreiben herunter, optional mit SEPA-Lastschriftmandat (Kontodaten werden nicht online abgefragt). Bei Minderjährigen unterschreiben die Erziehungsberechtigten. findasponsor leitet die Angaben nur weiter und speichert keine Anträge.