🎮 Anleitung für Teams und Spieler
So findest Du als eSportler
Sponsoren, die bleiben.
eSports ist der Bereich, in dem sich alles zählen lässt – Zuschauer, Sehdauer, Klicks auf einen Code. Das ist das stärkste Argument gegenüber einem Betrieb und zugleich die Anforderung, an der die meisten Anfragen scheitern: Wer mit Spitzenwerten wirbt, wird beim ersten Report überprüft. Diese Seite geht den Weg in acht Schritten durch, vom eigenen Sendeplan bis zum Monatsbericht.
Teamprofil erstellen Die acht SchritteAusgangslage
Woran die meisten
Anfragen scheitern.
Ein Betrieb, der eine Anfrage von einem eSports-Team bekommt, stellt sich dieselbe Frage wie bei jeder Werbeausgabe: Was bekomme ich, und was kostet es. Steht in der Nachricht „wir suchen Sponsoren für unser Team“, kann er beides nicht beantworten – und antwortet deshalb gar nicht.
Steht dort dagegen „340 € decken die Ligagebühr der Saison, dafür steht Ihr Logo auf der Trikotbrust und im Overlay unserer Donnerstagsstreams mit im Schnitt 90 Zuschauern“, ist die Entscheidung klein. Das ist der ganze Unterschied, und er hat nichts mit Spielstärke zu tun.
- Mit dem Spitzenwert werben statt mit dem Durchschnitt – im eSports sieht der Sponsor die echten Zahlen selbst.
- Eine Summe nennen statt eines Kostenblocks – der Betrieb kann nicht prüfen, ob der Preis stimmt.
- Bei den großen Marken anfangen, die bei kleinen Teams praktisch nie antworten.
- Nach dem ersten Monat nichts liefern – der teuerste Fehler, weil er die Verlängerung kostet.
Der Ablauf
Acht Schritte,
in dieser Reihenfolge.
Wer bei Schritt fünf anfängt, schreibt Marken an, ohne sagen zu können, was sie bekommen. Die ersten vier Schritte kosten einen Abend und entscheiden über alles, was danach passiert.
Zähl zusammen, was Du tatsächlich lieferst
Sendeplan pro Woche, durchschnittliche Zuschauerzahl über die letzten drei Monate, Followerzahlen je Plattform, Liga oder Turnierebene, letzte Platzierungen. Der Durchschnitt, nicht der Rekordabend. Wer mit einem Spitzenwert wirbt, steht im zweiten Monat schlechter da als jemand, der von Anfang an ehrlich gerechnet hat – und im eSports sieht der Sponsor die Zahlen selbst.
Rechne den Bedarf durch, statt eine Summe zu nennen
Startgebühren der Liga, Server- und Toolkosten, Trikots für das Roster, Fahrten zu Offline-Turnieren, Ersatz für Hardware, die im Einsatz ist. Getrennt aufgelistet. Ein Betrieb kann „wir bräuchten Unterstützung“ nicht prüfen, „340 € decken die Ligagebühr für die Saison“ dagegen sofort.
Klär die Roster-Frage, bevor sie jemand anders stellt
Das Problem, das Einzelcreator nicht haben: Fünf Spieler, fünf Kanäle, kein gemeinsames Publikum. Entscheide vorher, ob Du das Team als Einheit verkaufst – mit Teamkanal, Teamtrikot und gebündelten Zahlen – oder ob jeder Spieler seine eigene Reichweite einbringt. Beides funktioniert, aber die Mischung aus beidem ist der häufigste Grund, warum eine Zusage später Streit auslöst.
Zeichne Deine Flächen ein, statt sie zu beschreiben
Ein Screenshot des Streams mit markierten freien Plätzen im Overlay, ein Bild des Trikots mit den offenen Positionen auf Brust, Rücken und Ärmel. Dazu die Panels unter dem Stream, die Kanalbeschreibung, der Titel und die Beschreibung der Aufzeichnungen. Das ersetzt jede Erklärung und beantwortet die Frage nach der Sichtbarkeit, bevor sie gestellt wird.
Fang bei den Betrieben an, die auch antworten
Die großen Peripherie- und Energy-Marken bekommen täglich Anfragen und melden sich bei kleinen Teams praktisch nie. Realistisch sind zuerst: IT-Dienstleister und Computerläden am Ort, Netzbetreiber, das Gaming-Café, der Sportverein mit eSports-Abteilung – und dessen Bestandssponsoren, die oft mitziehen. Diese Beträge sind kleiner, aber die Entscheidung fällt im Haus statt in einer Agentur.
Schreib die Anfrage, die drei Fragen beantwortet
Wer bist Du, was bekommt der Betrieb, was kostet es. In den ersten drei Sätzen, ohne Anhang, ohne Vorstellungsrunde. Ein Muster mit dem passenden Aufbau steht unter Kooperationsanfrage und Media Kit. Verschick keine PDF-Präsentation an eine Adresse, von der Du noch nie eine Antwort bekommen hast.
Verhandle Sachleistungen wie Geld
Hardware statt Überweisung ist im eSports der Normalfall und für beide Seiten oft der einfachere Weg. Zwei Dinge gehören trotzdem geklärt: der Wert der Sachleistung, weil er die Grundlage für Vertrag und Buchhaltung ist, und ob die Ausrüstung Eigentum wird oder nur überlassen ist. Ohne diese beiden Angaben entsteht später Streit über etwas, das anfangs großzügig aussah.
Kennzeichne von Anfang an und liefere den Bericht
Sobald eine Gegenleistung fließt – auch als Sachleistung –, ist der Beitrag Werbung und muss erkennbar sein; was dabei ausreicht, steht unter Werbung kennzeichnen. Und am Monatsende drei Zahlen plus zwei Screenshots an den Sponsor, unaufgefordert. Kein anderer Bereich kann so schnell so genau belegen, was eine Fläche gebracht hat. Wer das nutzt, verlängert; wer wartet, bis gefragt wird, meist nicht.
Reihenfolge der Ansprache
Wen Du zuerst fragst –
und wen zuletzt.
Die Reihenfolge ist fast überall dieselbe, und sie läuft entgegen dem ersten Impuls: Je näher der Betrieb, desto höher die Antwortquote. Warum das so ist und was Betriebe sich davon versprechen, steht unter lokales Sponsoring.
IT-Dienstleister und Computerläden
Für sie ist ein sichtbares Team aus derselben Stadt Werbung in eigener Sache. Kleinste Hürde, häufigste erste Zusage.
Sportvereine mit eSports-Abteilung
Bringen eine Struktur mit, die Betriebe kennen – und Bestandssponsoren, die eine Abteilung mittragen, ohne neu zu entscheiden.
Netzbetreiber und regionale Provider
Werben ohnehin mit Bandbreite und Latenz. Ein Team, das live spielt, ist der plausibelste Beleg dafür.
Gaming-Cafés und LAN-Locations
Zahlen selten Geld, stellen aber Räume, Technik und Turniertermine – für ein Amateurteam oft mehr wert als ein Betrag.
Ausbildungsbetriebe der Region
Erreichen über einen Kanal genau die Altersgruppe, um die sie sich bewerben. Siehe Azubis finden.
Peripherie- und Energy-Marken
Der naheliegende Gedanke – und der mit der geringsten Antwortquote. Sinnvoll erst, wenn die eigenen Zahlen belastbar sind.
Danach
Was Du als Nächstes
brauchst.
eSports-Sponsoring-Kosten
Was Trikot, Overlay und Hardware-Deals üblicherweise kosten.
Anfrage & Media Kit
Aufbau, Muster zum Kopieren und die häufigsten Fehler.
Sponsoringkonzept
Ziele, Zielgruppe und Flächen so ordnen, dass sie prüfbar sind.
Für Unternehmen
Was auf der Gegenseite gefragt wird – hilfreich vor dem Gespräch.
Häufige Fragen
Fragen zur Sponsorensuche
im eSports.
Fragen zu findasponsor
Bereit loszulegen?
Leg Dein Team- oder Spielerprofil an – kostenlos, ohne Zahlungsmethode. Oder sieh Dir an, wer im Verzeichnis gerade sucht.