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Für Versicherungsagenturen und Makler

Erst der Status,
dann die Bande.

Kaum eine Branche ist im Amateursport so präsent. Trotzdem machen Agenturen beim eigenen Sponsoring regelmäßig denselben Fehler – und der liegt nicht im Betrag, sondern in der Gestaltung der Werbefläche.

Drei Ausgangslagen

Auf den Trikots und Banden der Kreisliga stehen seit Jahrzehnten dieselben Branchen: Handwerk, Autohaus, Gastronomie – und Versicherungen. Das hat einen einfachen Grund. Der Bedarf, den ein Vermittler deckt, entsteht bei denselben Menschen, die im Verein spielen, zuschauen und ihre Kinder hinbringen. Und die Entscheidung für einen Vermittler fällt über Vertrauen, nicht über einen Preisvergleich.

Es gibt aber einen Unterschied, der auf der Bande nicht sichtbar ist: Ob dort ein Konzern sponsert oder die Agentur vor Ort, sind zwei völlig verschiedene Vorgänge. Die großen Häuser betreiben eigenes Sponsoring mit eigenen Budgets. Was diese Seite behandelt, ist der andere Fall – die einzelne Agentur oder das Maklerbüro, das im eigenen Ort einen Verein unterstützen will.

Und da wird es schneller kompliziert als in anderen Branchen. Nicht wegen des Geldes, sondern wegen einer Frage, die ein Handwerksbetrieb sich nie stellen muss: Wessen Name steht eigentlich auf der Fläche, und in welchem Größenverhältnis?

Damit die Erwartung stimmt: findasponsor vermittelt Sponsoring und hat ein Interesse daran, dass es hier gut wegkommt. Deshalb steht auf dieser Seite mehr über Freigaben, Vertragsfragen und Fallstricke als über Vorteile.

Und ausdrücklich: Dieser Text ordnet ein und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindlich sind für Dich Dein Agentur- oder Vertriebsvertrag und die Vorgaben der Häuser, die Du vertrittst.

Der Ausgangspunkt

Sponsoring ist rechtlich
Werbung wie jede andere.

Das klingt nach einer Formalie, ist aber der Schlüssel zu allem, was danach kommt. Der Bundesgerichtshof legt den Werbebegriff so aus, dass er nicht nur die unmittelbar produktbezogene Werbung erfasst, sondern auch die mittelbare Absatzförderung – ausdrücklich einschließlich Imagewerbung und Sponsoring.

Für einen Vermittler folgt daraus eine einfache Faustregel: Was in einer Anzeige nicht stehen dürfte, darf auch nicht auf der Bande stehen. Die Angaben zum Status müssen stimmen, die Firmierung darf nicht über die wirtschaftliche Funktion täuschen, und irreführende Aussagen sind auf einer Werbefläche genauso angreifbar wie auf der Website.

„Vertreter dürfen nicht als Makler auftreten; Makler dürfen nicht als Vertreter auftreten.“

„In Werbemedien darf der Name bzw. die Firma des Vertreters gegenüber dem Namen des Unternehmens nicht im Vordergrund stehen.“

Wettbewerbsrichtlinien der Versicherungswirtschaft

Der zweite Satz ist der praktisch folgenreichste dieser Seite. Er bedeutet für einen gebundenen Vertreter: Der eigene Agenturname darf auf der Bande nicht größer oder auffälliger gesetzt sein als der Name des Versicherers, den er vertritt. Genau umgekehrt wäre aber die naheliegende Gestaltung – schließlich will die Agentur sich bekannt machen, nicht den Konzern.

Die Ausgangslage

Drei Status,
drei verschiedene Sponsorings.

Im Vermittlerregister der DIHK waren zum 1. Juli 2026 rund 178.800 Versicherungsvermittler eingetragen. Die Zahl sinkt seit Jahren, während die Gruppe der Makler auf einem Allzeithoch steht. Für die Frage, wie Sponsoring auszusehen hat, ist der Status entscheidend.

Gebundener Vertreter

rund 98.000 Eintragungen

Vertritt ein Haus, tritt unter dessen Marke auf. Die Marke ist bundesweit bekannt – das Sponsoring verankert sie lokal und macht die Agentur zu ihrem Gesicht vor Ort.

Dafür ist der Gestaltungsspielraum am engsten: fremde Markenrechte, Werberichtlinien des Hauses, Größenverhältnis der Namen.

Kernfrage: Habe ich die Freigabe, und wer zahlt?

Mehrfachvertreter

Teil der Vertreterzahl

Vertritt mehrere Häuser. Damit stellt sich die Freigabefrage nicht einmal, sondern für jede Marke, die auf die Fläche soll – und die Häuser haben unterschiedliche Vorgaben.

In der Praxis läuft es deshalb oft darauf hinaus, mit dem eigenen Agenturnamen zu werben und auf Fremdlogos ganz zu verzichten.

Kernfrage: Eine Marke, mehrere, oder gar keine?

Makler

rund 47.000, Allzeithoch

Vertritt kein Haus, sondern den Kunden. Keine Konzernmarke im Rücken – der eigene Name ist das Einzige, was Wiedererkennung erzeugt.

Freigaben entfallen, dafür gilt die andere Hälfte der Regel: nicht als Vertreter auftreten. Ein einzelnes Versicherer-Logo auf der Bande erzeugt genau diesen falschen Eindruck.

Kernfrage: Wie baue ich meinen eigenen Namen auf?

Die Verschiebung zwischen diesen Gruppen ist erheblich: Anfang 2017 waren noch rund 140.000 gebundene Vertreter registriert, zuletzt sind es etwa 98.000. Die Zahl der Makler ist im selben Zeitraum gestiegen. Immer mehr Vermittler stehen also vor der Aufgabe, einen Namen aufzubauen, der ihnen selbst gehört – und genau dafür ist lokale Sichtbarkeit das naheliegende Mittel.

Die zweite Dimension

Die Fläche darf nicht mehr versprechen,
als die Erlaubnis hergibt.

Der Status nach § 34d GewO ist nur die eine Hälfte. Die andere ist der Umfang der Erlaubnis – und der ist in Deutschland streng getrennt. Für Versicherungen, Finanzanlagen und Immobiliardarlehen braucht es jeweils eine eigene Erlaubnis und eine eigene Registereintragung.

§ 34d GewO – Versicherungsvermittlung. Rund 178.800 Eingetragene.

§ 34f GewO – Finanzanlagenvermittlung. 41.388 Eingetragene zum 1. Juli 2026, davon gut 99 Prozent mit Erlaubnis für Investmentfonds.

§ 34h GewO – Honorar-Finanzanlagenberatung. Nur 375 Eingetragene – und wer sie hat, darf kein Gewerbe als Finanzanlagenvermittler ausüben.

§ 34i GewO – Immobiliardarlehensvermittlung. 58.014 Eingetragene, ein absoluter Höchststand.

Für die Werbefläche folgt daraus eine zweite Regel – neben der weiter oben zum Größenverhältnis der Namen. Sie betrifft nicht die Gestaltung, sondern den Text:

Eine Bande mit „Versicherung · Vorsorge · Vermögensaufbau“ oder „Ihr Partner für alle Finanzfragen“ klingt harmlos und ist es auch – solange die Erlaubnisse dahinterstehen. Wer nur § 34d hat, wirbt damit für eine erlaubnispflichtige Tätigkeit, die er nicht ausüben darf. Das ist irreführend gegenüber dem Verbraucher und im Zweifel ein Wettbewerbsverstoß, den ein Mitbewerber im Ort abmahnen kann.

Bei Honorarberatern kommt die Trennung noch schärfer: Die Unterscheidung zwischen Honorarberatung und provisionsbasierter Vermittlung ist ihr gesamtes Geschäftsmodell. Eine Fläche, die beides suggeriert, beschädigt genau das Argument, mit dem sie am Markt sind.

Die pragmatische Fassung: Schreib auf die Fläche, was in Deinem Registereintrag steht – nicht mehr. Der eigene Eintrag im Vermittlerregister ist öffentlich einsehbar und beantwortet die Frage in einer Minute. Wer alle drei Erlaubnisse hat, darf auch alle drei nennen.

Wenn § 34i dabei ist

Baufinanzierung rechnet sich
nach anderen Regeln.

Im Sach- und Kompositgeschäft besteht der Bestand aus vielen kleinen Verträgen. Da wirkt Sichtbarkeit über die Menge: Wer bekannt ist, bekommt mehr Anfragen, und viele davon sind kleine Abschlüsse.

Bei der Immobiliardarlehensvermittlung ist es umgekehrt. Ein Kunde entscheidet sich ein-, vielleicht zweimal im Leben für eine Baufinanzierung, und der einzelne Fall trägt ein Vielfaches dessen, was eine Hausratversicherung je einbringt. Damit kippt die Rechnung: Eine Trefferquote, die im Kompositgeschäft lächerlich wäre, trägt hier ohne Weiteres – ein einziger vermittelter Fall deckt jedes Sponsoringbudget einer Saison mehrfach.

Umgekehrt hilft Reichweite kaum. Es gibt kein laufendes Suchverhalten, das sich abgreifen ließe, weil die allermeisten Erreichten nie eine Immobilie finanzieren werden. Und wer es tut, sucht selten – er fragt jemanden, den er kennt.

Deshalb passt der Verein hier besonders gut: Am Spielfeldrand stehen überwiegend Menschen in genau der Lebensphase, in der eine Immobilie zum Thema wird – Familiengründung, Kinder im Vereinsalter, Umzug ins Eigenheim. Das ist keine Zielgruppe, die man kaufen kann, sondern eine, in der man über Jahre vorkommt.

Für die Auswahl heißt das: Vereine mit vielen Familienmitgliedschaften und aktiver Jugendabteilung sind wertvoller als solche mit einer starken ersten Mannschaft. Und die Laufzeit ist wichtiger als der Betrag – fünf Jahre mit 300 Euro erreichen fünf Jahrgänge von Eltern, ein Jahr mit 1.500 Euro erreicht einen.

Vor der Unterschrift

Vier Punkte,
die vorher geklärt gehören.

Alle vier sind schnell erledigt, solange man sie vor der Zusage stellt. Danach werden drei davon unangenehm.

1. Freigabe für Logo und Entwurf Sobald eine fremde Marke auf die Fläche soll, geht es um Markenrechte und um die Werberichtlinien des Hauses. Den fertigen Entwurf vor der Produktion freigeben zu lassen ist der übliche Weg – viele Versicherer halten dafür Vorlagen und feste Ansprechpartner bereit. Wer erst nach dem Druck fragt, zahlt die zweite Bande selbst.
2. Werbekostenzuschuss oder eigenes Budget Viele Häuser haben Marketingbudgets für ihre Agenturen. Die Ausgestaltung unterscheidet sich stark und steht nirgends öffentlich, deshalb führt der Weg über Vertriebsleitung oder Marketingabteilung. Diese Frage gehört vor die Preisverhandlung mit dem Verein, nicht danach.
3. Wer ist Vertragspartner des Vereins Die Agentur oder das Versicherungsunternehmen? Davon hängt ab, wer die Rechnung bekommt, wer die Ausgabe steuerlich geltend macht und wer bei Problemen Ansprechpartner ist. Bei einem bezuschussten Sponsoring ist das nicht selbstverständlich dieselbe Partei.
4. Was bei Agenturwechsel oder Bestandsübergabe passiert Der Punkt, an den beim Abschluss fast niemand denkt. Läuft der Vertrag auf die Marke des Versicherers und wurde aus dessen Budget bezahlt, bleibt die Sichtbarkeit beim Nachfolger. Läuft er auf die Agentur oder den eigenen Namen, geht sie mit. Wer seinen Bestand mittelfristig übergeben will, sollte das vorher entscheiden und in den Vertrag schreiben.

Die Optionen

Was für eine Agentur
tatsächlich funktioniert.

Die Reihenfolge folgt dem Aufwand für Freigaben: oben wenig, unten mehr.

Bandenwerbung am Platz oder in der Halle

Der Standardfall und für die Branche der klassische Weg. Fester Saisonpreis, dauerhafte Präsenz. Der einzige heikle Punkt ist die Gestaltung: Namen, Größenverhältnis, Statusangabe. Wenn der Entwurf einmal freigegeben ist, läuft der Rest von allein.

Entwurf freigeben lassenganze Saisonfester Preis

Jugendmannschaft statt erste Herren

Für einen Vermittler meist die bessere Wahl, und zwar aus einem sachlichen Grund: Die Eltern einer Jugendmannschaft sind in der Lebensphase, in der Absicherungsbedarf tatsächlich entsteht – Familie, Haus, Berufsunfähigkeit. Sie sind bei jedem Spiel da. Ein Jugendsponsoring kostet zudem deutlich weniger als das Trikot der ersten Mannschaft.

Eltern als Zielgruppegünstiger Einstiegpassender Bedarf

Turniere, Vereinsfeste und Laufveranstaltungen

Zeitlich befristet, dadurch gut zum Ausprobieren und mit weniger Bindung. Bei einem Lauf-Event ist die Startnummer die stärkste Fläche, bei einem Vereinsfest die Nennung im Programm. Dazu Banner am Start- und Zielbereich und Präsenz mit einem Stand. Wer einen Stand betreibt, sollte wissen, dass dort dieselben Informationspflichten gelten wie in jedem anderen Erstkontakt.

befristetgut zum TestenInformationspflichten beachten

Ausstattung als Sachsponsoring

Trainingsleibchen, Trinkflaschen, Ausrüstung für die Betreuerbank. Der Aufwand liegt in Material statt in einer Überweisung. Für die steuerliche Behandlung muss der Wert beziffert werden, und bei bedruckten Artikeln gilt für die Gestaltung dasselbe wie für die Bande.

kein GeldflussWert beziffernGestaltung wie bei der Bande

Trikot mit Konzernmarke

Die sichtbarste Form und zugleich die mit dem größten Abstimmungsaufwand. Trikotdrucke sind für eine ganze Saison fest, Fehler lassen sich nicht korrigieren, und die Freigabe betrifft nicht nur das Logo, sondern Position und Größe. Für Mehrfachvertreter mit mehreren Marken auf einer Brust ist das in der Praxis selten praktikabel.

höchste SichtbarkeitFreigabe zwingendnicht korrigierbar

Größenordnung

Was das kostet.

Für den Amateurbereich gelten als Orientierung: Bandenwerbung je nach Liga etwa 200 bis 1.000 Euro pro Saison, ein Ärmel- oder Hosenlogo rund 300 bis 800 Euro, ein Trikot-Hauptsponsoring je nach Spielklasse zwischen etwa 300 Euro in der Kreisliga und 3.500 Euro in höheren Amateurligen. Für eine Agentur sind das Beträge in der Größenordnung eines gut gemachten Werbeauftritts, nicht einer Investition.

Zum Nachrechnen aus dem eigenen Verzeichnis: Über 74 Angebote aus dem Bereich Sport liegt die Mitte der Preisvorstellungen bei 1.000 € pro Jahr; ein Viertel aller Anbieter ruft 500 € oder weniger auf. Die Zahlen stammen aus den öffentlich sichtbaren Profilen und sind über die Suche nachzählbar. Stand: 13.09.2026.

Zur steuerlichen Seite nur so viel: Bei betrieblicher Veranlassung und vereinbarter Werbegegenleistung kommt der Abzug als Betriebsausgabe in Betracht, ohne den Höchstbetrag, der für Spenden gilt. Vorausgesetzt sind eine schriftliche Vereinbarung, eine beschriebene Gegenleistung und eine angemessene Höhe. Bei einem bezuschussten Sponsoring kommt die Frage dazu, wer die Ausgabe trägt. Grundlagen unter Sponsoring steuerlich absetzen und Sponsoring oder Spende. Die Beurteilung im Einzelfall gehört zur Steuerberatung.

Konkret werden

Wer in Deinem Gebiet
gerade einen Sponsor sucht.

Der übliche Weg ist, zu warten, bis ein Verein anfragt – und in dieser Branche fragen viele an. Damit entscheidet aber der Zufall, wen die Agentur unterstützt. Im Verzeichnis stehen Vereine, Jugendabteilungen und Veranstalter, die aktiv einen Sponsor suchen, mit Standort, Umkreis, angebotener Gegenleistung und Preisvorstellung. Durchsuchen geht ohne Konto, das Anschreiben ist für Unternehmen kostenlos.

Vereine in der Umgebung ansehen Kostenloses Unternehmenskonto

Keine Zahlungsmethode nötig, kein Abo, 0 % Provision auf das, was Ihr vereinbart.

Häufige Fragen

Status, Freigabe
und Vertragsfragen.

Darf ich als gebundener Versicherungsvertreter überhaupt selbst sponsern?
In der Regel ja, aber nicht ohne Abstimmung. Sobald das Logo oder der Name des vertretenen Versicherers auf der Werbefläche erscheint, geht es um fremde Markenrechte und um die Werberichtlinien des Unternehmens. Beides regelt der Agentur- beziehungsweise Vertriebsvertrag, und die Praxis ist von Haus zu Haus verschieden: Manche Versicherer haben feste Freigabeprozesse und Vorlagen, andere lassen der Agentur weiten Spielraum. Die Freigabe vor der Unterschrift beim Verein einzuholen ist deutlich angenehmer als danach.
Warum darf mein Agenturname auf der Bande nicht größer sein als der des Versicherers?
Weil die Wettbewerbsrichtlinien der Versicherungswirtschaft es so vorsehen: In Werbemedien darf der Name beziehungsweise die Firma des Vertreters gegenüber dem Namen des Unternehmens nicht im Vordergrund stehen. Hintergrund ist, dass für den Verbraucher erkennbar bleiben soll, wer hinter dem Angebot steht. Diese Richtlinien sind Selbstverpflichtungsrecht der Branche und kein Gesetz – über den Vertriebsvertrag und über das Wettbewerbsrecht können sie einen Vertreter aber sehr wohl binden. Für die Praxis heißt das: Bei der Gestaltung einer Bande sollte der Entwurf vor der Produktion durch die Freigabe des Versicherers laufen.
Gilt das auch für Makler?
Die Vorgabe zum Größenverhältnis richtet sich an Vertreter, nicht an Makler – ein Makler vertritt ja gerade kein bestimmtes Unternehmen. Für ihn gilt die andere Hälfte derselben Regel: Makler dürfen nicht als Vertreter auftreten, so wie Vertreter nicht als Makler auftreten dürfen. Wer als Makler auf einer Bande ein einzelnes Versicherer-Logo platziert, erzeugt genau diesen falschen Eindruck. Der Maklername gehört auf die Fläche, nicht die Marke eines Produktgebers.
Zahlt mein Versicherer einen Zuschuss zum Sponsoring?
Viele Häuser haben Werbekostenzuschüsse oder Marketingbudgets für ihre Agenturen, die Ausgestaltung ist aber sehr unterschiedlich und steht nirgends öffentlich. Die Frage gehört an den Vertriebsleiter oder die Marketingabteilung, und zwar bevor der Betrag mit dem Verein verhandelt wird. Zwei Punkte sollte man dabei gleich mitklären: Wer schließt den Vertrag mit dem Verein – die Agentur oder das Unternehmen –, und wem gehört die Werbefläche, wenn die Agentur einmal wechselt oder übergeben wird.
Was passiert mit der Bandenwerbung, wenn ich die Agentur abgebe oder wechsle?
Das ist der Punkt, an den beim Abschluss fast niemand denkt. Läuft der Sponsoringvertrag auf die Marke des Versicherers und wurde er aus dessen Budget bezahlt, bleibt die Sichtbarkeit beim Nachfolger. Läuft er auf die Agentur oder auf den eigenen Namen, geht sie mit. Für Makler ist die Antwort einfach, weil ohnehin nur der eigene Name auf der Fläche steht. Für Vertreter lohnt es sich, die Frage vorher zu klären und im Vertrag festzuhalten – gerade wenn ein Bestand mittelfristig übergeben werden soll.
Ist Sponsoring für einen Makler sinnvoller als für einen gebundenen Vertreter?
Es hat für ihn eine andere Funktion. Ein gebundener Vertreter hat eine bundesweit bekannte Marke im Rücken; sein Sponsoring verankert diese Marke lokal und ihn als ihr Gesicht. Ein Makler hat diese Marke nicht – für ihn ist der eigene Name das einzige, was Wiedererkennung erzeugt. Deshalb wiegt lokale Sichtbarkeit bei ihm schwerer, während sie beim Vertreter eher ergänzt, was die Konzernwerbung ohnehin leistet.
Zählt Sponsoring als Werbung im rechtlichen Sinn?
Ja. Der Bundesgerichtshof hat den Werbebegriff so ausgelegt, dass er auch die mittelbare Absatzförderung erfasst, ausdrücklich einschließlich Imagewerbung und Sponsoring. Für die Praxis bedeutet das: Was in einer Anzeige nicht stehen dürfte, darf auch nicht auf der Bande stehen. Angaben zum Vermittlerstatus, zur Firmierung und zur Registrierung müssen stimmen, und irreführende Aussagen sind auf einer Werbefläche genauso angreifbar wie auf der Website.
Kann ich das Sponsoring als Betriebsausgabe absetzen?
Bei betrieblicher Veranlassung und vereinbarter Werbegegenleistung kommt der Abzug als Betriebsausgabe in Betracht; anders als bei Spenden gibt es dafür keinen gesetzlichen Höchstbetrag. Vorausgesetzt sind eine schriftliche Vereinbarung, eine beschriebene Gegenleistung und eine angemessene Höhe. Wird das Sponsoring ganz oder teilweise vom Versicherer bezuschusst, ist zusätzlich zu klären, wer die Ausgabe trägt und wer sie geltend macht. Grundlagen unter Sponsoring steuerlich absetzen; die Beurteilung im Einzelfall gehört zur Steuerberatung.
Darf auf der Bande „Versicherung, Vorsorge und Finanzen“ stehen?
Nur wenn die Erlaubnisse dafür vorliegen. Versicherungsvermittlung (§ 34d GewO), Finanzanlagenvermittlung (§ 34f GewO) und Immobiliardarlehensvermittlung (§ 34i GewO) sind drei getrennte Erlaubnisse mit jeweils eigener Registereintragung. Wer nur § 34d hat und auf der Fläche Vermögensaufbau oder Finanzberatung bewirbt, wirbt für eine erlaubnispflichtige Tätigkeit, die er nicht ausüben darf – das ist irreführend und im Zweifel abmahnfähig. Die pragmatische Regel: Auf die Fläche kommt, was im eigenen Registereintrag steht, nicht mehr.
Lohnt sich Sponsoring, wenn ich vor allem Baufinanzierung vermittle?
Die Rechnung sieht dort anders aus als im Sach- und Kompositgeschäft. Ein Kunde entscheidet sich ein- bis zweimal im Leben für eine Baufinanzierung, der einzelne Fall trägt aber ein Vielfaches eines Kleinvertrags. Eine Trefferquote, die im Kompositgeschäft lächerlich wäre, trägt hier ohne Weiteres. Umgekehrt hilft reine Reichweite kaum, weil die allermeisten Erreichten nie eine Immobilie finanzieren. Was zählt, ist über Jahre bei denen vorzukommen, für die es irgendwann ansteht – und das sind überwiegend Familien mit Kindern im Vereinsalter.
Plattform & Konditionen

Fragen zu findasponsor

Was kostet findasponsor für Sponsorsuchende?
Das Basisprofil ist dauerhaft kostenlos: Registrierung, Profil, Platz im Verzeichnis, 5 Bilder, 1 YouTube-Video, das Empfangen und Lesen aller Nachrichten von Unternehmen sowie die Vorstellung auf unseren Social-Media-Kanälen und fertige Vorlagen zum Teilen. Der Basis-Plan für 19,90 €/Monat oder 199 €/Jahr schaltet das Antworten auf Nachrichten frei, enthält 5 selbst begonnene Erstkontakte zu Unternehmen je Kalendermonat und stellt Dich in Verzeichnissuche, Matching, auf der Startseite und in der wöchentlichen Profil-E-Mail an Unternehmen vor alle kostenlosen Profile. Dazu kommen öffentlich sichtbare Reichweitenangaben, 20 Bilder, 3 Videos, eine eigene Profil-URL, sichtbare Kontaktdaten und Social-Media-Links, die eigene Sponsoringmappe zum Hochladen und der „Unterstützen“-Button für Direktzahlungen per PayPal. Premium kostet 29,90 €/Monat oder 299 €/Jahr, erhöht die Erstkontakte auf 15 je Kalendermonat, setzt Dich überall an die erste Stelle, ergänzt das Premium-Badge, eine hervorgehobene Darstellung im Verzeichnis sowie bis zu 50 Bilder und 10 Videos. Alle Preise inkl. 19 % MwSt., im Jahresplan sind 2 Monate gratis.
Was kostet findasponsor für Unternehmen?
Unternehmensprofil, Listung im Unternehmensverzeichnis, Verzeichnissuche, Merkzettel und das KI-Matching sind dauerhaft kostenlos – ebenso der komplette Nachrichtenaustausch: Sponsorsuchende anschreiben, lesen und antworten kostet nichts. Das Business-Abo für 39,90 €/Monat oder 399 €/Jahr, jeweils inkl. 19 % MwSt., stellt Dein Unternehmen im internen und im öffentlichen Verzeichnis vor alle Profile ohne Abo, zeigt es im Unternehmensbereich der Startseite, hebt die Karte im Verzeichnis hervor und gibt Dir direkten Zugriff auf Telefon und E-Mail in den Profilen der Sponsorsuchenden. Die Listung selbst ist kostenlos; das Abo bestimmt die Reihenfolge. Monats- und Jahrespläne verlängern sich automatisch um die gewählte Laufzeit und sind jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode kündbar. Es gibt keine Provision, keine Vermittlungsgebühr und kein Mindestbudget.
Kann ich Sponsorenanfragen kostenlos empfangen und beantworten?
Empfangen und lesen: ja. Nachrichten von Unternehmen kommen im kostenlosen Basisprofil vollständig an, mit Absender und Text, und Du wirst per E-Mail benachrichtigt. Zum Antworten brauchst Du den Basis- oder Premium-Plan; dann sind Antworten unbegrenzt. Selbst Unternehmen anschreiben kannst Du mit Basis 5-mal und mit Premium 15-mal je Kalendermonat. Gezählt wird nur die erste Nachricht an ein Unternehmen, mit dem Du noch nie geschrieben hast – Antworten werden nicht angerechnet.
Was bringt ein Plan für meine Platzierung?
Unternehmen sehen zuerst die obersten Treffer, und die meisten schauen sich nicht alle Profile an. Sortiert wird überall in derselben Reihenfolge: Premium zuerst, danach alle Profile mit Basis-Plan, danach die kostenlosen. Das gilt für die Verzeichnissuche, das KI-Matching, die Profilkarten auf der Startseite und die wöchentliche Profil-E-Mail an Unternehmen. Innerhalb einer Stufe stehen Profile mit Bild vorn und neuere weiter oben. Eine Ausnahme gibt es: Sucht ein Unternehmen mit Umkreis, zählt die Entfernung zuerst – ein nahes kostenloses Profil steht dann vor einem weit entfernten Premium-Profil. Im Verzeichnis gelistet und für Suchmaschinen sichtbar ist übrigens jedes Profil, auch ohne Plan; für die Platzierung entscheidet der Plan nur über die Reihenfolge. Daneben schaltet er das Antworten auf Nachrichten und eigene Erstkontakte frei.
Wie viele Bilder und Videos kann ich hochladen?
Im kostenlosen Basisprofil sind 5 Bilder und 1 YouTube-Video enthalten. Der Basis-Plan für 19,90 €/Monat inkl. 19 % MwSt. erlaubt 20 Bilder und 3 Videos, Premium für 29,90 €/Monat inkl. 19 % MwSt. bis zu 50 Bilder und 10 Videos. Videos werden über youtube-nocookie.com eingebunden.
Warum sieht niemand meine Reichweite?
Die Reichweitenangaben im Profil – Follower, monatliche Reichweite, Zuschauer und Auftritte pro Jahr – werden erst ab dem Basis-Plan öffentlich angezeigt. Eintragen kannst Du sie jederzeit kostenlos, sichtbar für Unternehmen werden sie mit einem Plan. Dasselbe gilt für die Hauptplattform.
Wonach können Unternehmen im Verzeichnis suchen?
Nach Kategorie und Unterkategorie, nach Ort mit Umkreis und nach Preisspanne; dazu gibt es eine Freitextsuche. Angaben wie Level, Liga oder angebotene Gegenleistungen stehen im Profil und sind dort sichtbar, aber sie sind keine eigenen Filter.
Wie finde ich als Sponsorsuchender passende Unternehmen?
Im Unternehmensverzeichnis. Dort stehen alle Firmen, die auf findasponsor Sponsoring anbieten – durchsuchbar nach Branche, Region mit Umkreis und dem Bereich, den sie bevorzugt fördern. Du kannst sie direkt aus dem Profil heraus anschreiben: mit dem Basis-Plan 5 Erstkontakte pro Kalendermonat, mit Premium 15. Antworten auf eingehende Anfragen werden nicht angerechnet.
Nimmt findasponsor eine Provision auf Sponsoring-Deals?
Nein. Auf abgeschlossene Sponsoring-Deals fallen 0 % Provision an. Was Sponsor und Sponsoringpartner vereinbaren, bleibt vollständig bei beiden. findasponsor finanziert sich über die optionalen Pläne, nicht über eine Beteiligung am Deal.
Wie unterscheidet sich findasponsor von einer Agentur?
Eine Agentur vermittelt, berät und wird am Ergebnis beteiligt. findasponsor ist ein Verzeichnis: Beide Seiten stellen sich selbst dar, der Erstkontakt läuft direkt, und die Konditionen verhandelt ihr ohne Zwischenstelle. Es gibt keine Exklusivitätsbindung – Du kannst parallel eigene Sponsoren suchen oder mit einer Agentur arbeiten.
Welche Rolle spielt der Standort im Profil?
Eine große. Viele Unternehmen sponsern dort, wo ihre Kundschaft ist, und suchen deshalb über Ort und Umkreis. Ein Profil ohne Ort oder mit veralteter Adresse taucht bei diesen Suchen schlicht nicht auf. Stadt und Postleitzahl gehören deshalb zu den wichtigsten Angaben überhaupt.
Kann ich mehrere Sponsoringpakete gleichzeitig anbieten?
Ja, und es ist meist sinnvoll. Drei bis fünf Pakete mit klaren Leistungen und Preisrahmen decken unterschiedliche Budgets ab – vom kleinen Förderpaket bis zur Saisonpartnerschaft. Ein einzelner Wunschbetrag ohne Gegenleistung führt dagegen häufig zu Rückfragen oder gar keiner Antwort.
Kann ich mehrere Sponsoren gleichzeitig haben?
Ja, und die meisten haben mehrere. Wichtig ist nur, dass die Leistungen sauber getrennt sind: wer welche Fläche bekommt, wer wo genannt wird, für welchen Zeitraum. Branchenexklusivität – also nur ein Partner aus einer Branche – ist bei großen Paketen üblich und dort ein Verkaufsargument; bei kleinen Paketen schränkt sie meist mehr ein, als sie einbringt. Was vereinbart ist, gehört in den Sponsoringvertrag und nicht in eine mündliche Absprache.
Was gehört in ein gutes Sponsoringprofil?
Vier Angaben entscheiden: wer ihr seid, wo ihr sitzt, was ihr konkret anbietet und in welchem Preisrahmen. Dazu aktuelle Bilder, eine nüchtern eingeordnete Reichweite, die Termine oder Zeiträume, um die es geht, und ein Ansprechpartner mit Namen. Wer diese vier Punkte schon in den ersten Zeilen beantwortet, erspart dem Unternehmen die Rückfrage – und bekommt sie erfahrungsgemäß eher als Anfrage zurück.
Welche Fehler sollte ich bei der Sponsorensuche vermeiden?
Die häufigsten: kein Preisrahmen, keine konkrete Gegenleistung, veraltete oder fehlende Bilder, übertriebene Reichweitenangaben und ein Profil, das nur um Unterstützung bittet, statt ein Angebot zu machen. Ein Unternehmen muss in wenigen Sekunden erkennen können, was es bekommt und was es kostet.
Muss ich einen Vertrag mit findasponsor abschließen?
Nein. Es gibt keinen Vermittlungsvertrag und keine Erfolgsbeteiligung. Die optionalen Pläne sind Abonnements, die sich automatisch um die gewählte Laufzeit verlängern und jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode kündbar sind. Den Sponsoringvertrag schließt Du direkt mit Deinem Partner.
Brauche ich einen schriftlichen Sponsoringvertrag?
Sobald Geld oder Sachleistungen fließen: ja. Eine Seite reicht in den meisten Fällen – wer leistet was, über welchen Zeitraum, zu welchem Betrag, wann wird gezahlt, wie darf das Logo verwendet werden, wem gehören die Bilder, gibt es Exklusivität, wie wird gekündigt. Für das sponsernde Unternehmen ist die schriftlich festgehaltene Gegenleistung außerdem die Grundlage, um die Ausgabe als Werbeaufwand zu behandeln; wie das im Einzelfall zu bewerten ist, gehört zum Steuerberater. Eine Vorlage steht unter Sponsoringvertrag-Muster. Mit findasponsor hat dieser Vertrag nichts zu tun – er wird direkt zwischen den beiden Partnern geschlossen.
Wie halte ich den Kontakt, nachdem der Vertrag steht?
Über die Verlängerung entscheidet sich während der Laufzeit, nicht am Ende. Bewährt hat sich eine kurze Rückmeldung zum Start, ein Beleg für die vereinbarte Sichtbarkeit – Foto der Fläche, Screenshot der Erwähnung –, ein bis zwei Zwischenstände und zum Abschluss ein kurzer Rückblick mit dem Vorschlag für die nächste Periode. Das kostet wenig Zeit und ist der häufigste Unterschied zwischen einem einmaligen und einem wiederkehrenden Sponsor. Den vollständigen Ablauf beschreibt der Ratgeber zur Sponsorenpflege.

Woher die Angaben stammen.

  • Vermittlerzahlen: Statistiken zum Vermittlerregister der DIHK, Stand 1. Juli 2026 beziehungsweise 1. April 2026, wiedergegeben in der Fachpresse. Die Registerzahlen erscheinen quartalsweise und ändern sich laufend.
  • Werbebegriff einschließlich Sponsoring: Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur mittelbaren Absatzförderung.
  • Auftreten als Vertreter oder Makler, Größenverhältnis der Namen in Werbemedien: Wettbewerbsrichtlinien der Versicherungswirtschaft. Diese sind Selbstverpflichtungsrecht der Branche, kein Gesetz.
  • Erlaubnisumfang und Registerzahlen: Vermittlerregister der DIHK, Stand 1. Juli 2026 – 41.388 Finanzanlagenvermittler nach § 34f GewO, davon gut 99 Prozent mit Erlaubnis für Investmentfonds; 375 Honorar-Finanzanlagenberater nach § 34h GewO; 58.014 Immobiliardarlehensvermittler nach § 34i GewO, ein absoluter Höchststand. Versicherungs-, Finanzanlagen- und Immobiliardarlehensvermittlung erfordern jeweils eine eigene Erlaubnis und eine eigene Registereintragung; Honorar-Finanzanlagenberater nach § 34h GewO dürfen kein Gewerbe als Finanzanlagenvermittler ausüben.
  • Sponsoringpreise: öffentlich sichtbare Angebote mit hinterlegtem Preis im findasponsor-Verzeichnis – über die Suche nachzählbar.

Diese Seite ordnet den Rahmen allgemein ein und stellt keine Rechts-, Steuer- oder Medienberatung dar. Maßgeblich für den einzelnen Vermittler sind sein Agentur- beziehungsweise Vertriebsvertrag und die Vorgaben der von ihm vertretenen Unternehmen. Für die Beurteilung eines konkreten Vorhabens sind anwaltliche und steuerberatende Prüfung zuständig. Stand: 13.09.2026.

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